Spieletest: Nascar 2013 (PC)

5300 0 1 23. Oktober 2013
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Titel:NASCAR The Game 2013 (PC)
EAN:4020628903817
System:Windows 7
Label:Koch Media GmbH
Release:2013-09-13

Bei Nascar 2013 handelt es sich um das offizielle Spiel zur Nascar-Saison 2013. Wie es sich für ein Lizenzspiel gehört, natürlich mit Fahrern, Teams, Strecken und Autos. Und wer jetzt denkt, dass es bei Nascar nur darum geht im Kreis zu fahren, der irrt sich gewaltig. Im Spiel geht es vor allem darum, ein Gefühl für das Auto zu entwickeln und sich auch mit der Strategie auseinanderzusetzen. Nebenbei muss man als Fahrer noch darauf achten, dass der Motor nicht überhitzt, dass man nicht auf einmal mit leerem Tank auf der Strecke steht und darauf achten, wie der Zustand der Reifen ist. Dafür sagt einem der Spotter allerdings, wo sich die Autos in unmittelbarer Nähe befinden und auch wann es möglich ist, sich wieder frei zu bewegen, also wann man das Auto zum Beispiel überholt hat.

Und das ist auch verdammt wichtig. Wenn man nämlich mal kurz ein anderes Auto streift, kann es sein, dass man sofort die Kontrolle über den Wagen verliert. Und das resultiert dann darin, dass im Rennen die gelbe Flagge geschwenkt wird und die “Caution-Phase” beginnt. Am Ende der Phase befindet man sich wieder im Pulk mit den anderen Autos, so dass das Rennen quasi wieder aufs Neue startet, natürlich mit entsprechend weniger Runden. Und davon kann es ganz schön viele geben. Wir haben die Einstellung meistens so gewählt, dass wir nur 10 Prozent der Strecke fahren, in den meisten Fällen sind dies aber trotzdem 20 bis 30 Runden. Wenn man also wirklich die komplette Distanz fahren will, sollte man schon ein bis zwei Stunden pro Rennen einplanen.

Motor, Reifen und Benzin

Wie eingangs schon erwähnt, muss man während des Rennens darauf achten, wie sich das Auto verhält und ob man nicht doch mal zum tanken in die Box fahren sollte. Bis jetzt haben wir die Rennen immer ohne Boxenstopp beenden können. Das liegt wohl vor allem daran, dass wir die Rennlänge begrenzt haben, da so ein Zweistundenrennen ganz schön lang sein kann, wenn man die Übungsphasen, Qualifying und noch mehr Übungsphasen dazurechnet. Wenn man allerdings ein komplettes Rennen über die komplette Distanz fährt, sollte man schon darauf achten, wie lange man mit dem Tankinhalt noch hinkommt oder ob die Reifen die nächste Runde noch unbeschadet überstehen. Man sieht also, dass da einiges an Strategie mit reinspielt, wie im echten Rennsport auch.

Arcade? Nein Danke!

Hieran sieht man auch direkt, in welche Richtung sich Nascar 2013 bewegt. Es handelt sich hierbei keineswegs um einen Arcade-Racer à la Need For Speed, sondern um eine handfeste Simulation. Nicht nur was die Boxenstrategie anbetrifft, sondern auch im Sinne der Einstellungen, die man an seinem Auto vornehmen kann, während man in der Box steht. Da kann man einstellen, wie die Bremsverteilung ist, wie lang die Übersetzungswege der Kupplung sind oder auch einfach, wie viel Sprit in den Motor gepumpt werden soll. Alleine hier könnte man einige Stunden verbringen, um das Auto genau auf seinen Fahrstil einzustellen. Aber all das bringt natürlich nichts, wenn man kein geeignetes Eingabegerät nutzt. Wer also keinen Controller oder Lenkrad sein Eigen nennt und mit der Tastatur fahren muss, wird wohl nicht so viel Spaß an dem Spiel haben. Denn es ist hier vor allem wichtig, dass man mit Gas und Bremse spielen kann und nicht einfach nur Vollgas gibt.

Wertung

Grafik: Die Autos und Strecken sehen sehr schön aus und können auch auf etwas schwächeren Rechnern überzeugen.

Sound: Auch der Sound weiß vor allem bei den Motorengeräuschen zu überzeugen. Wichtiger ist allerdings der Funk, welchen man auch klar und deutlich versteht. Wir haben die englische Version getestet und wussten auch nach kurzer Eingewöhnung, was der Spotter zum Beispiel mit “Stay low” oder “Your High is clear” meinte. Low und High sind hierbei die Begriffe für die Innen- bzw. Außenseite der Strecke.

Steuerung: Nach kurzer Eingewöhnungszeit hatten wir die Steuerung im Griff. Bei einem Rennspiel ist das auch eigentlich nicht so schwer, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, dass die Autos nur einen sehr kleinen Lenkeinschlag nutzen. Ohne Controller / Lenkrad ist das Spiel aber wahrscheinlich nur bedingt steuerbar.

Gameplay: Alles in allem gibt es hier wenig zu meckern, was das Gameplay anbetrifft. Zur Atmosphäre tragen auf jeden Fall die Originallizenzen bei, die nicht nur Teams und Strecken, sondern auch Fahrer, Autos und Kommentatoren enthalten. Erfreulich ist auch, dass viele Einstellungen in Hand des Spielers bleiben und nicht zwingend vom Spiel übernommen werden. Spaß macht es auch, einfach mal ein schnelles Spiel zu starten und mit einem der Originalfahrer über die Strecke zu heizen.

Fazit

Für Fans des amerikanischen Motorsports und von Renn-Simulationen auf jeden Fall einen Blick wert. So viele Einstellungen, wie man hier machen kann, lassen das Herz eines jeden Motorsportfans hüpfen.
Grafik
92%
Sound
87%
Gameplay
86%
Steuerung
86%

Gesamtwertung

88%

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