Spieletest: Moebius: Empire Rising (PC)

2779 0 0 22. Dezember 2014
Gefällt mir!

Titel:Moebius - Empire Rising
EAN:4041756012905
System:Windows XP
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:Crimson Cow
Release:2014-06-27

Wenn man sich Sendungen wie Kunst & Krempel anschaut, kommt man schnell zu dem Schluss, dass der Job eines Kurators und Kunstschätzers zwar interessant, aber wenig gefährlich ist. Der Protagonist von Möbius: Empire Rising sieht das wahrscheinlich anders.

Regierungsangelegenheiten

Unser Abenteuer beginnt damit, das wir, Malachi Rektor, von einer geheimnistuerischen Regierungsagentur angeheuert werden. Und wenn jemand wie wir, mit seinem großen historischen Wissen und einem photographischen Gedächtnis, eine Herausforderung sieht, ist es schwer zu widerstehen. Außerdem klang der Auftrag zunächst relativ harmlos. Unsere Aufgabe ist es nämlich, herauszufinden, ob das Leben einer ermordeten Frau in Venedig dem einer besonderen historischen Persönlichkeit ähnelt. Denn es wurde bereits jemand ermordet, dessen Leben haarklein dem von Raffaello Sanzio da Urbino gleicht. Wir hätten uns aber besser mal selbst gefragt, warum die U.S. Regierung einen bekannten Kunstschätzer anheuert, um einen Mord in einem anderen Land zu untersuchen. Denn sobald wir in Venedig angekommen sind, stecken wir auch schon Hals über Kopf in Ärger. Ärger der mörderischen Art.

Klassik und Komfort

Adventuregametypisch wird mit der Maus mit der Welt interagiert. Einmal etwas angeklickt, taucht am Klickort eine Wahlscheibe mit den Interaktionsmöglichkeiten auf. Und einmal etwas aufgehoben, wandert es ins Inventar, das von Rechts eingeblendet wird. In diesem kann sogar nach benutz- oder kombinierbaren Gegenständen gefiltert werden. Am oberen linken Bildschirmrand befindet sich das „Handymenü“, das Optionsmenü und die Map für den Ortswechsel. Und Im Handymenü befinden sich Anrufmöglichkeiten, Aufgaben und sogar eine Art kleines Internet. Auch Tips sind darin zu finden, sollte man partout nicht weiterkommen. Mit Druck auf Space werden alle „Hotspots“, also alles Interagierbare, angezeigt. Allgemein kann man sagen, dass die Steuerung sehr komfortabel und zeitgemäß ist. Adventureveteranen werden sich schnell zurecht finden und die Fülle an Anwendungen zu schätzen wissen. Eine weitere Spielmechanik ist, dass Mr. Rector ganz im Stile von Sherlock Personen und Probleme analysieren kann. Dann wechselt das Spiel in einen besonderen Analysemodus, bei dem es darum geht, logische Schlüsse aus Fakten in einer Art Minigame zu ziehen.

Der Bucklige von Manhattan

Das Spiel beginnt mit einem sehr hübschen Intro, das auch gut zu einem Film oder einer Pilotfolge einer Serie hätte passen können. Der Rest Spiels besteht aus einem Mix aus gezeichneten Hintergründen und 3D-Objekten. Die Charaktere sind nur passabel animiert, da sie oft etwas zu schlaksig wirken. Vor allem Malachi hat eine eher ungesunde Körperhaltung. Auch die Lippensynchronisation ist recht daneben. Die Hintergründe sind dafür sehr hübsch und detailreich.

Fazit

Gutes Adventuregame. Die Story stammt von Jane Jensen (Gabriel Knight).
Grafik
60%
Sound
60%
Gameplay
80%
Steuerung
90%

Gesamtwertung

73%

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.