Mass Effect

2150 0 0 24. September 2008
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Titel:Mass Effect
EAN:5030932065681
System:Windows XP
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:Electronic Arts GmbH
Release:2008-06-05

“Mass Effect” dürfte so manchem Spieler bereits bekannt sein, denn das vielprämierte Werk hat bereits auf der Xbox 360 eine ausgezeichnete Figur gemacht. Und nun ist die Zeit vorbei in denen PC-Besitzer neidisch auf die NG-Konsolenbesitzer schauten und diese den Platz an der Sonne allein genießen durften. “Mass Effect” von BioWare, dem erfolgreichen und von der Kritik gelobten Rollenspielentwickler von Jade Empire, Star Wars: Knights of the Old Republic, Neverwinter Nights und der Serie Baldur’s Gate gibt es nun auch für den PC und ob das Spiel auch hier eine gute Figur macht wird unser Spieletest zeigen…

Eine uralte Bedrohung kehrt zurück

Wir schreiben das Jahr 2183. Der Spieler schlüpft in die Haut von “John Shepard”, dessen Aufgabe es ist den abtrünnigen “Saren”, einen Doppelagenten, der alle Völker vernichten bzw. unterjochen will, einzufangen und seiner gerechten Strafe zuzuführen. Während du dein Eliteteam durch feindliche fremde Welten führst, entdeckst du, dass die Bedrohung in Wahrheit noch viel größer ist, als man sich überhaupt jemand vorstellen konnte. Soweit zur Hintergrundgeschichte, die spannend und atmosphärisch präsentiert wird, von der wir allerdings nicht zuviel verraten wollen, denn schließlich ist “Mass Effect” lediglich der Anfang einer geplanten Trilogie dessen Autor Drew Karpyshyn bereits bei “Kotor” die Finger im Spiel hatte. Für genügend Spieltiefe ist also gesorgt.

Zu Beginn legt man zunächst seinen Character fest, dessen Gesicht und Eigenschaften frei definierbar sind. Besondere Aufmerksamkeit verdient jedoch die Wahl der Klassen, denn je nach Spieler-Anlage wählt man hier entweder einen Soldaten, der natürlich ideal für den Kampf ist und auch schwere Ausrüstungsgegenstände schleppen kann, während der Techniker seine Stärken auf dem Gebiet der Reparatur und des Dechiffrierens hat. Für sein Team rekrutiert man dann noch bis zu drei weitere Einheiten. Mit steigender Spieldauer lassen sich dann rollenspieltypisch Talentpunkte auf die einzelnen Einheiten verteilen. Wahlweise kann man diese Aufgabe aber auch dem Computer auferlegen. Zusätzlich können auch Ausrüstungsgegenstände euer Standing verbessern. Neben Sturmgewehr, Pistole und Präzisionsgewehr gehören auch ausgefallenere Dinge zum Inventar wie radioaktive Munition oder ein Überhitzungsschutz. Das nachfolgende Gameplayvideo zeigt die unterschiedlichen Waffentypen sehr schön und bringt euch hoffentlich die Action im Spiel auch gut rüber…

Teamplay ist überhaupt ein wichtiges Spielelement in “Mass Effect”. Mit einer Kombination aus WASD, Mausklicks und sonstigen Tastaturbefehlen bringt man sich selbst in Stellung, schreitet voran und attackiert den Feind, während man zeitgleich auch seinen Squad-Mitgliedern Anweisungen per Tastatur erteilen kann. Dieses taktische Element erinnert stark an Genrevertreter wie “GRAW” oder die “Rainbow Six”-Serie und spielt sich im Wesentlichen auch ähnlich, wenn auch bedeutend besser. Die Einheiten lassen sich sehr genau steuern und horchen aufs Wort. Und auch wem dieses Gameplay-Element nicht zusagt, der wird seine Freude am Spiel haben, denn die KI der Teammitglieder kann sich sehen lassen. Selbst wenn man sie eine Weile allein machen lässt kommen sie in der Regel gut selbst zurecht.

Grafik und Sound

Grafisch ist “Mass Effect” wie schon auf der Konsole ein echter Smash-Hit. Atmosphärische Locations gehören hier genauso dazu wie gelungene Animationssequenzen und eine intuitive Steuerung dank wohl überlegt platzierter Menüs. Besonderes Lob verdienen hier die Special Effects wie Mündungsfeuer, Explosionen und geniale Lichteffekte. Hier hat sich Bioware wieder voll ausgetobt und holt alles aus der Hardware raus.

Der bombastische Soundtrack und die gelungenen Soundeffekte runden den guten Gesamteindruck ab. Hervorzuheben ist die deutsche Vertonung, die dem Spiel keineswegs geschadet hat und höchst professionell daherkommt.

Fazit

"Mass Effect" ist der erwartete Knaller geworden, den alle vorhergesagt haben. Kinoreife Präsentation, Wahnsinns-Effekte und eine gehörige Portion Action wurden in eine tolle Story eingebettet und bringen das Spiel so zurecht in die Top Ten Liste aller Spiele und Genres im Jahr 2008. Kurzum: Wer es noch nicht hatte, darf es nun kaufen. Unser Cookie in Gold prangt nicht umsonst neben diesem Review. Also: Ab zum Spieledealer!
Grafik
92%
Sound
94%
Gameplay
96%
Steuerung
96%

Gesamtwertung

94%

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