Spieletest: Magic 2015 – Duels of the Planeswalkers (PC)

2834 0 0 8. Dezember 2014
Gefällt mir!

Titel:Magic 2015
Label:Wizards of the Coast
Release:2014-07-16

Yu-Gi-Oh und Pokemon sind nicht nur auf dem Flimmerkasten (als Spiel, Spielfilm oder Serie) zu sehen, sie sind auch beliebte Sammelkartenspiele. Erfunden hat das Sammelkartenspielgenre jedoch das allseits beliebte Magic – The Gathering, dass nun auch in der x-ten Computerspielversion erscheint. Also es ist Zeit für D-d-d-d-d-d-d-Duell. (Ups, falsches Kartenspiel)

Endlich! Freie Gestaltung

Der nächste Satz könnte von vielen als paradox aufgefasst werden, ist aber traurige Wahrheit: Wir dürfen endlich unsere Decks frei gestalten, trotzdem ist Magic 2015 der schwächste Teil der Serie.
Bleiben wir aber zunächst beim Positiven. Statt vorgefertige Decks auszubauen, haben wir nun die Möglichkeit unsere persönliches Kartendeck zu bilden, um damit antreten zu können. Klar ist es schwierig ein so umfangreiches Kartenarsenal virtuell zu übertragen, dennoch ist dieses lang erwünschte Feature schon immer erwünscht und endlich erfüllt worden. Es muss wohl keinem das Spielprinzip erklärt werden, aber es ist erstaunlich, welche Fülle an Strategien man zum Besiegen des Gegners benutzen kann. Mit der freien Gestaltung kann man also ganz persönliche Ich-mach-dich-fertig-Züge bestimmen.
Das wars leider auch mit dem Positiven! Haben wir uns durch das etwas umständliche Menü manovriert, können wir mit dem Managemetzel beginnen. Kampagne und Multiplayer wollen getestet werden!

Garruk und sein Fluch

Quer durch bekannte Magic-Orte begleiten wir Garruk, den Weltenwandler, auf seiner Suche. Dieser ist nämlich verflucht und braucht Kumpanen seiner Art. Angeknüpft an den Geschichten vorangeganger Teile, wimmelt auch Magic 2015 an etlichen Verweisen zu den bekannten Geschichten. Spannung tut sich bei uns jedoch keine auf, Textfenster und öde 0-8-15-Stories sind ja sowas von 1999.
Nach der Wahl eines Starterdecks können wir loslegen und gegen die ersten Gegner antreten. Sind wir erfolgreich, erhalten wir Boosterpackete mit zufälligen Karten, mit deren Hilfe wir unser Deck ausbilden können. Auf diese Weise bleibt man in der Kampagne, aber das Aufbauem eines anständigen Decks dauert so auch ein Weilchen. Hier muss leider nochmal auf die umständliche Menüsteuerung hingewiesen werden. Einfache Deckoperationen sind mit einer Menge an Gefummel verbunden. Das hätte man sicherlich besser lösen können. Die Gegner-KI entsprechen im Grunde den Vorgängern, können hin und wieder echte Knacker sein. In der Regel aber eher einfach gehalten, mit guten aber wenig abwechslungsreichen Strategien.

Der Reichste gewinnt

Genug mit Garruk, wir wollen die echte Herausforderung. Der Multiplayer muss her. Gegen Freunde, Feinde und Unbekannte können wir hier antreten, und endlichen zeigen wer den größten…äh, Manavorrat…hat. Oder aber auch den größten Geldbeutel. Der Ausbau des Decks lässt sich nämlich ein “wenig” mit finanzieller Hilfe beschleunigen. Dieser lässt sich damit so wenig beschleunigen, dass der Ottonormaler-Gamer eigentlich, vor allem zu Beginn, sich von einer Flut übermächtiger Karten an die virtuelle Wand gedrückt fühlt. Pay2Win ist zwar leider keine Seltenheit, haben wir von Magic jedoch in diesem Ausmaße nicht erwartet. Der Multiplayer bietet auch keine Innovation, streicht sogar beliebte Modi aus den Vorgängern. Auf Spielvarianten wie Sealed Play und zweiköpfiger Riese müssen wir leider verzichten. Es bleibt das gewöhnliche, simple Duell übrig.

Fazit

Wir wünschten, wir könnten behaupten, der Kern ist geblieben, aber auch hier ist die Schere angesetzt worden. Das Streichen von beliebten Multiplayermodi kann eben nicht durch die EInführung freier Decks wieder wett gemacht werden. Ebenso enttäuscht sind wir vom Pay2Win-Modell und möchten potenziellen Käufern doch zu einen der Vorgängern verweisen.
Grafik
70%
Sound
60%
Gameplay
50%
Steuerung
50%

Gesamtwertung

55%

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.