Lost Planet 3 (PC)

3376 0 2 20. Oktober 2013
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Titel:Lost Planet 3
EAN:5055060971727
System:Windows XP
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:Capcom Entertainment Germany GmbH
Release:2013-09-27

Nun ist er also da, der neue „Lost Planet“ Teil für PlayStation 3, Xbox 360 und PC. Da haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen und das Spiel gleich mal eine Runde auf dem PC gezockt! Aber könnte „Lost Planet 3“ wirklich überzeugen oder greifen wir in Zukunft lieber wieder auf den ersten und eventuell auch zweiten Teil zurück, wenn uns die Lust auf einen guten Shooter packt?

In „Lost Planet 3“ begegnen wir zum ersten Mal Jim Peyton. Der Pilot eines Wartungs-Rigs verlässt die Erde, um einen gefährlichen, aber lukrativen Auftrag auf E.D.N. III zu erfüllen. Jim arbeitet für Neo-Venus Construction (NEVEC) und ist einer von wenigen ausgesuchten Pionieren auf der Coronis-Basis, die das unbekannte Gebiet beobachten und Proben der natürlichen Energiequelle des Planeten nehmen – Thermalenergie, mit der NEVEC glaubt, die Energiekrise der Erde bewältigen zu können.

Als er von den auf E.D.N.III beheimateten Akriden angegriffen wird, rutscht Jims Wartungs-Rig-Fahrzeug in eine Eisspalte. Nachdem er das Bewusstsein wieder erlangt, findet sich der verletzte Pilot in einer Geheimbasis wieder, versteckt unter der gefrorenen Oberfläche. Gerettet von Mira, eine Bewohnerin der Basis und Tochter des Schneepiraten-Anführers So’ichi, realisiert Jim, dass nicht nur NEVEC-Mitarbeiter den Planeten besetzen. Die Existenz der Schneepiraten bringt neue Wahrheiten über die koloniale Vergangenheit ans Tageslicht von E.D.N.III.

Dass sich dieser dritte Teil von den beide Vorgängern unterscheiden könnte, ahnt man schon daran, dass das Entwicklungsstudio gewechselt hat. Das Spiel wurde diesmal nämlich nicht mehr in Fernost entwickelt, sondern von Spark Unlimited. Der eine oder andere hat bei dieser Tatsache bereits die erste Zweifel angemeldet, ist dieses Entwickler-Studio doch einerseits noch nicht allzu bekannt und hat es doch andererseits bisher eher weniger gute Titel auf den Markt gebracht (zum Beispiel „Turning Point: Fall of Liberty“ und „Legendary“). Obwohl weniger gut vielleicht die falsche Umschreibung ist – es waren einfach Titel, an denen man einiges hätte besser machen können und die Spieler so ein wenig enttäuscht waren.

Nun hofft man aber, dass das Entwickler-Team dazu gelernt hat und mit „Lost Planet 3“ endlich mal etwas richtig ordentliches auf den Markt bringt. Wir müssen diese Hoffnung aber leider gleich im Keim ersticken. Auch bei „Lost Planet 3“ handelt es sich wieder um so ein Spiel, das weder richtig gut, noch richtig schlecht ist. Es ist einfach ein Spiel, das man sich durchaus mal geben kann, das aber nicht vom Hocker reißt.

Dabei beginnt das Ganze doch recht vielversprechend: Die Story ist durchaus überzeugend und verspricht das gesamte Spiel über spannend zu sein. Doch dieses Versprechen wird bald gebrochen, da sich nach einer gewissen Zeit Langeweile einschleicht. Langeweile, beim Verfolgen der Geschichte. Und so vergeht nach einer Weile auch der Spielspaß und man hofft fast, dass das Ganze bald ein Ende haben wird – schade!

Auch hatte man anfangs noch gehofft, bei „Lost Planet 3“ auf ein solides Survival-Horror-Spiel zu treffen, doch auch diese Hoffnungen sterben schnell. Im Großen und Ganzen ist „Lost Planet 3“ nämlich einfach ein Shooter, nicht mehr und nicht weniger. Wer genau das sucht, wird sicherlich etwas mehr begeistert sein, aber uns fehlt die gewisse Würze.

Dazu kommt dann auch noch das eher langweilige Setting. Klar, was will man bei einem Eisplaneten schon groß an Abwechslung haben? Einen dichten Dschungel oder weitläufige Felder darf man natürlich nicht erwarten, aber wenn man sich aufgrund der Story und der immer ähnlichen Quests beginnt zu langweilen, dann tut die eintönige Umgebung natürlich noch ihren Teil dazu bei.

Insgesamt ist „Lost Planet 3“ zwar dennoch ein solider Shooter, doch hätte man einiges mehr aus dem Spiel heraus holen können. Unsere Erwartungen wurden somit leider nicht ganz erfüllt.

Fazit

Das Spiel ist wirklich nicht schlecht, ein typischer Shooter eben, der vor allem zu Beginn überzeugt. Aber dann schleicht sich leider Langeweile ein und man wunscht sich, dass die Entwickler sich doch ein bisschen mehr angestrengt hätten
Grafik
84%
Sound
83%
Gameplay
67%
Steuerung
81%

Gesamtwertung

79%

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