Spieletest: Left 4 Dead

3759 0 0 4. August 2009
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Das Intro zu “Left 4 Dead” bringt alle unbedingt notwendigen Infos auf den Punkt: Die Menschheit wurde von einem bis dato unbekannten Virus infiziert. Wie “Zombies” irren diese armen Seelen nun blutdürstig durch die Straßen der Stadt. Die Aufgabe des Spielers ist klar: Um das iegen Leben kämpfen, die Massen der Untoten besiegen, um zu einem sicheren Evakuierungspunkt zu gelangen. Einfacher gesagt als getan, denn die Hirnfresser sind deutlich in der Überzahl. Was für ein Glück, dass man “Left for Dead” entweder alleine, mit bis zu drei Mitspielern als kooperativer Shooter oder mit bis zu sieben (drei Verbündete, vier Widersacher) im Versus-Modus spielen kann. Wir haben uns das blutige Massaker genauer angesehen und berichten aus einer infizierten Stadt am Rande des Wahnsinns.

Totgeglaubte leben länger…

Inmitten einer Zombieapokalypse bahnt man sich so seinen Weg durch die recht flotten Zombies, denn ganz anders als in bekannten Filmen schlürfen diese nicht hirnlos durch die Gegend, sondern sind durchaus fix und angriffslustig. Vor allem schreien und kreischen sie, dass einem das Blut im Leib gefriert. Schon das Intro liefert eine dichte und packende Atmosphäre und im Spiel selbst geht dies sogar noch einen Schritt weiter. Ein ferner Schrei, ein waberndes Brummeln im Untergrund, aufsteigender Rauch, düstere Schatten – ein spannungsgeladenes Abenteuer von der ersten Minute an. Es hilft alles nichts, da müssen wir durch. Unsere besten Freunde: Schrotflinte, Maschienenpistole, Pistole, Rohrbombe, Molotiv-Cocktail und ein Scharfschützengewehr. Ferner gibts noch eine Erste-Hilfe Tasche und Schmerztabletten um sich oder seine Gefährten am Leben zu erhalten. Ja, richtig gehört, “You never walk alone”. Die 4 Überlebenden sind zwar immun gegen den Virus können aber trotzdem das Zeitliche segnen.

Dieser spielgewordene Zombie-Film begeistert aber nicht nur im Single-Player-Modus, den mal wohl eher nur zum Warmspieler hernimmt, sondern vor allem online geht die Post ab. Iim “Versus”-Modus beispielsweise gibt es die Möglichkeit für insgesamt 8 Spieler (in zwei Teams aufgeteilt) abwechselnd mal die Überlebenden, mal die Boss-Zombies zu spielen.

Was Left 4 Dead ausmacht, ist diese geniale Atmosphäre, das intensive Spielerlebnis und die besonders dichte Spielwelt, der man schon nach einer kurzen Einführungsphase angehört. Die Steuerung ist nicht besonders kompliziert, das Spiel spielt sich im Wesentlichen wie die meisten anderen Shooter. Einige Bildschirmhinweise erläutern bestimmte Aktionen und geben wichtige Tips, die man beachten sollte. Das Flair der Zombie-Apokalypse wurde jedenfalls perfekt eingefangen.

Grafik und Sound

Das wiederum liegt nicht nur an der genialen Optik des Spiels, die schon fast an den Genreprimus Crysis heranreichen kann, sondern insbesondere an der Atmosphäre, die das Spiel erzeugt. Hier waren echte Horrorfilmliebhaber am Werk, die das Genre in- und auswendig kennen. Geniale Ego-Shooter Optik gepaart mit einem Setting, welches wahrlich für einen brillanten Horrorfilm herhalten könnte, das sorgt für Stimmung und gute Noten bei unserer Rezension.

Auch soundtechnisch gibt sich das Spiel keine Blösse. Der Soundtrack passt zum Spiel wie Freddy Krüger in einen Albtraum und die Musik unterstreicht den individuellen Charakter des Spiels. Vor allem aber die Schreie und Rufe können wahrlich angsteinflössend sein, die kraftvollen Klänge der Knarren und die tollen Umgebungsgeräusche runden den guten Gesamteindruck ab.

Fazit

Zombies niedermetzeln am laufenden Band war noch nie so unterhaltsam. "Left 4 Dead" ist sicher die Horror-Splatter-Shooter-Referenz und verdient nur das Beste. In diesem Fall: Unseren Gold-Award!
Grafik
95%
Sound
88%
Gameplay
96%
Steuerung
90%

Gesamtwertung

94%

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