Spieletest: Last Knight: Rogue Rider (PC)

2142 0 0 14. Oktober 2014
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Das Leben der Menschen läuft oft auf in vorherbestimmten Bahnen ab. Man begegnet Hindernissen verschiedenster Art und manchmal muss man damit rechnen, hart zu stürzen. Insofern kann Last Knight vielleicht als Metapher für das Leben an sich betrachtet werden. Doch wahrscheinlich eher nicht…

Der letzte Ritter

Die Story von Last Knight ist schnell erzählt: Wir sind der letzte aktive Ritter, beziehungsweise eigentlich Knappe, den das Königreich noch zu bieten hat. Eine Horde von Feindrittern, die sogenannten Blecheimer, haben unsere Heimat in Brand gesteckt und die Prinzessin entführt. Während alle anderen Ritter bereits auf dem Weg, sind sie zu retten, sind wir leider etwas spät, um noch ein bisschen Ruhm zu erhaschen. Aber da ein echter Ritter in Spe nicht so schnell aufgibt, machen wir mit dem König ab, dass er uns offiziell zum Ritter schlägt, sollten wir es doch irgendwie schaffen, die Prinzessin zu retten. Wenn man es also genau betrachtet, tut die Story nicht viel zur Sache. Denn bei Last Knight geht es eher um das Gameplay, als um sonst irgendwas und da hat das Spiel durchaus mehr zu bieten.

Ein Königreich für ein Pferd

Wir steuern unseren Knappen und sein treues Reittier aus der 3rd-Person-Perspektive innerhalb einer relativ breiten Bahn. Einmal losgeritten, gibt es keinen (zumindest schmerzfreien) Stop mehr. Unser Pferd kann nach links oder rechts gelenkt werden oder zum Hüpfen gebracht werden. Für besondere Hindernisse wie morsche Baumwände oder Feindritter können wir auch unsere Lanze senken und dem Hindernis einen Freiflug gen Wand oder Boden spendieren. Dazu kommen noch einsetzbare Goodies, wie Zeit verlangsamen oder Geistform, um durch Hindernisse einfach hindurch zu schweben.

Während der Storymode hauptsächlich dazu dient, Neueinsteiger auf die verschiedenen Gegenden vorzubereiten, die man im Laufe des Reitausflugs passiert, kommt die Langzeitmotivation von den beiden anderen Modi her. Der Endlosmodus ist eine kontinuierliche, zufallsgenerierte Strecke. Je weiter man kommt, um so besser. Im Roguerider-Modus bekommt das Spiel sogar ein paar RPG-Elemente spendiert. Es geht damit los, dass man, mit dem Schloss als Ausgangspunkt, nach jedem absolvierten Streckenabschnitt neue, zufallsgenerierte Abschnitte aussuchen kann. Darin finden sich Items und Upgrades, die uns das Reiten erleichtern. Zudem können Pferd und Ritter upgegraded werden. So erlaubt zum Beispiel das Kaufen einer Rüstung, dass wir sechs mal ein Hindernis streifen dürfen, ohne dass wir gleich den Boden küssen.

Wer fleißig das in den Leveln verteilte Gold sammelt, kann zudem alternative Kostüme, Reiter, Upgrades, Spielmodi, Schwierigkeitsgrade und sogar zwei Perspektiven (First-Person und Vogel) freispielen.

A Horse is a Horse

Grafisch ist Last Knight am ehesten als quietschbunt und comichaft zu beschreiben. Außerdem ein wenig zu kantig. Dafür gibt’s Ragdoll und Slowmotion, um besonders Spektakulär auf die Fresse zu fliegen. Musik und Sound sind da, lassen einen aber eher kalt.

Fazit

Witziges Zwischendurchspiel
Grafik
70%
Sound
50%
Gameplay
80%
Steuerung
75%

Gesamtwertung

69%

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