Spieletest: Kami (PC)

2605 0 0 15. April 2014
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Titel:KAMI
Label:State of Play Games Ltd
Release:2013-12-20

Da unser Japanisch leider nicht das beste ist, hat eine krude Internet-Suche ergeben, dass Kami übersetzt entweder eine Bezeichnung für Gottheiten, leckeren Geschmack oder aber, in diesem Fall wohl am wahrscheinlichsten, Papier ist.

Hirnfalten

Das Spielkonzept von Kami ist so simpel wie genial. Es gibt mehrere (fünf mal neun, um genau zu sein) Puzzlebretter in denen verschiedenfarbige Flächen, bestehend aus mehreren verschiedenfarbigen Quadraten, verteilt sind. Es gilt, das Spielfeld einheitlich einzufärben, in dem erst eine Farbe am unteren Bildschirmrand ausgewählt und dann auf ein Quadrat geklickt wird. Dies führt dazu, dass das Quadrat und alle gleichfarbigen, seitlich (aber nicht quer) angrenzenden Quadrate sich dominoartig in der gewählten Farbe umfärben. Das Problem ist, dass einem nur eine begrenzte Anzahl an Zügen zur Verfügung stehen, um den Level zu schaffen. Und eine noch begrenztere Anzahl, um den Highscore zu knacken. Einfaches Rumfärben soviel man will, bis es irgendwann klappt ist leider nicht drin. Nur strategisch geschicktes Einfärben macht den wahren Papiermeister aus. Denn mit steigendem Level steigt auch die Anzahl der Farben und die zu färbenden Flächen werden in immer vertrackteren Mustern angeordnet. Die Reihenfolge in der man die Levels angeht ist relativ beliebig, jedoch kann nur zum nächsten Neuner-Cluster vorangeschritten werden, wenn alle vorherigen Bretter gelöst wurden.

Sollte man trotz ewigen Nachdenkens oder Rumprobierens dennoch feststecken, kann auf die Hilfe zurückgegriffen werden. Diese Hinweise kosten aber Credits, die sich nur einmal am Tag regenerieren. Sind alle Credits aufgebraucht, heißt es wieder Köpfchen anstrengen oder sich für den Tag geschlagen geben. Wobei erwähnt werden sollte, dass die Hinweise nur den ersten Schritt zur perfekten Lösung anbieten. Den kompletten Level lösen sie für einen nicht. Den wahren Papierveteranen erwarten neben den „Classic Puzzles“ auch „Premium Puzzles“ bei denen es nicht nur mehr Farben zu verwenden gilt, sondern auch noch verschiedene Muster.

Zum Falten kriegen

Den Papierflächen beim kaskadischen Umfalten zuzuschauen hat schon etwas sehr hypnotisches an sich. Trotz minimalistischem Spielprinzip und graphischem Aufwand bleibt man gerne auch mal länger an einem Rätsel hängen. Die traditionell-japanische Hintergrundmusik tut ihr Übriges, um einen in die richtige Stimmung zum Rätselraten zu bringen. Wenn es ein Manko gibt, dass Kami anhaftet, dann ist es die mangelnde Wiederspielbarkeit. Hat man erst einmal den richtigen Lösungsweg raus, macht es wenig Sinn ein Rätsel nochmal zu besuchen. Aber bis dahin sind viele Kraniche gefaltet.

Fazit

Ein Muss für Knobelfreunde
Grafik
75%
Sound
75%
Gameplay
90%
Steuerung
97%

Gesamtwertung

85%

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