Kabus 22

1840 0 1 24. September 2008
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Titel:Kabus 22
EAN:4250258500234
System:Windows 2000
USK:Freigegeben ab 18 Jahren
Label:Rough Trade Software & Games
Release:2008-03-13

Im Januar kündigte FIP Publishing Kabus 22 für den deutschsprachigen Raum an. Ja, und? Täglich werden irgendwelche Spiele angekündigt. Das ist wohl wahr. Aber es ist das erste, mir bekannte, Spiel aus der Türkei. Kabus ist im Übrigen türkisch und bedeutet “Alptraum”. Ob das Spiel nur so heißt oder vielleicht auch einer ist, erfahrt ihr jetzt.

Ein Alptraum wird wahrÂ…

In dem Spiel geht es um eine rätselhafte Kreatur die auf der Erde ihr Unwesen treibt. Niemand weiß etwas über sie. Das Monster verspricht demjenigen, der sich anschließt ewiges Glück. Mit der Zeit kommt eine riesige Gefolgschaft zusammen und der Weltherrschaft steht nichts mehr im Wege. Wer nicht mitmacht, dessen Existenz wird von der Kreatur in einen wahren Alptraum verwandelt. “Aha, tolle Sache. Und wofür steht jetzt die 22?”, werden sich einige der Leser fragen. Die 22 steht für die Zonen in die, die Erde eingeteilt worden ist.

Das Spiel nimmt insgesamt 2 GB auf der Festplatte ein. Sobald es gestartet ist, sehen wir ein Intro. Na ja, nicht so wie man es von einem “neuen” Spiel erwarten würde. Verpixelte, unscharfe Bilde, untermalt mit einem nervigen Gedudel (Nein, das ist keine Musik). Wann ist das Spiel noch mal erschienen? Am 10.März? Dieses Jahr? Tatsächlich. Die Grafik und der Sound sind eine Zumutung für ein Spiel, dass, theoretisch, aktuell ist. Und allen Optimisten, die in solchen Situationen immer folgenden Satz verlauten lassen: “Bei einem guten Spiel kommt es nicht auf die Grafik an”, sei geraten, dass Spiel zu testen und sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Noch schlimmer sieht es im Hauptmenü aus. Maussteuerung? Fehlanzeige. Alles wird per Tastatur erledigt und sieht aus wie vor 10 Jahren. Bildlich gesprochen: Unter aller Kanone.

Der Titel ist hier Programm

Nachdem wir uns durch das Intro gequält haben, beginnt das Spiel in einem Hauptquartier der Polizei. Nach dem ersten Monster stellen wir fest: Die Steuerung ist ungenau und schwammig. Multitasking ist für unseren Protagonisten ein Fremdwort. Schießen und Bewegen? Ist nicht drin. Für ein Actionspiel ist das schon ziemlich schwach. Kaum 5 Minuten gespielt und schon ist man wegen solcher Lapalien demotiviert. Ok, es gibt auch positives zu berichten. Die Kameraführung ist wirklich exzellent und hilft die getrübte Stimmung etwas zu heben. Und wenn man sich zum durchspielen zwingt, ist auch ein Hauch von Atmosphäre zu spüren. Aber wirklich nur ein Hauch. Vom Schwierigkeitsgrad ist das Spiel eher mit “mittel” einzustufen. Vieles ist genretypisch und dementsprechend einfach zu lösen.

Fazit

Auch wenn man berücksichtigt, dass das Spiel mit rund 20€ relativ günstig ist, kann man leider zu keinem besseren Ergebnis kommen. Das Spiel hat einfach viel zu viele Schwächen und viele Chancen wurde nicht genutzt. Angefangen mit der lieblosen Präsentation oder der eigenartigen Eigenschaft, dass man nicht schießen und gehen kann. Trotzdem sollte man es mal probieren. Ein Genrefan könnte sich durchaus für das Spiel begeistern.
Grafik
52%
Sound
42%
Gameplay
57%
Steuerung
57%

Gesamtwertung

52%

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