Hitman: Blood Money

2055 0 0 24. September 2008
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Titel:Hitman: Blood Money
EAN:5021290024816
System:Windows 98
USK:Freigegeben ab 18 Jahren
Label:EIDOS GmbH

“Nummer 47” oder besser “Hitman” hat sich in der Spieleszene mittlerweile einen festen Platz in der Hall of Fame gesichert. Nach den Releases der ersten drei Teile (zuletzt Hitman Contracts vor etwa 2 Jahren) steht nun mit “Hitman: Blood Money” der vierte Teil der Serie rund um den glatzköpfigen Auftragskiller in den Regalen der Spieledealer. Ob sich der Wechsel des Jobs vom Redakteur zum Profikiller gelohnt hat lest ihr in unserem Test…

Ich bin unsichtbar

Im Wesentlichen sollte man sich bei “Hitman: Blood Money” von herzhafter Haudrauf-Action verabschieden, denn einfach alles über den Haufen zu ballern ist nicht die beste Methode das Spiel zu gewinnen. Stattdessen sollte man zunächst sein Ziel und die Umgebungs auskundschaften, die Wachleute studieren, sich einen Plan zurechtlegen, um sich dann möglichst unbemerkt und unauffällig seinem Opfer zu nähern. Sobald man dieses dann ausgeschaltet hat verläßt man den Ort des Geschehens ohne gesehen zu werden. Soweit der Plan…

Leichter gesagt als getan, denn das Leveldesign stellt den Spieler oftmals vor knackige Aufgaben. So muß man so ziemlich jedes Level mehr als einmal in Angriff nehmen, um seinen erfolgreich Auftrag abschließen zu können. Je nach Schwierigkeitsgrad kann man zudem mehr oder weniger frei den Spielstandzwischenspeichern, um nicht ganz von Anfang beginnen zu müssen. Am Anfang jeder Mission wird dem Spieler erstmal in einem kurzem Missionbriefing nähergebracht, was man vom ihm erwartet. Danach beginnt die Vorbereitungsphase: Wie komme ich an den Wachen vorbei ? Kann ich übers Dach einsteigen ?

Oftmals wird man sich eine Uniform eines Wachmanns überstreifen, denn dies ist vermutlich die beste Tarnung. Hat man erstmal einen Sicherheitsmann ausgeschaltet und seine Sachen angezogen kann man recht unbehelligt durch das Anwesen des Opfers spazieren und auch andere Wachmänner lassen einen in Ruhe. Jedoch hat auch dies seine Grenzen und ein Balken signalisiert dem Spieler wie auffällig er sich verhält. Knackt er beispielsweise gerade ein Schloß und ein Wachmann kommt seines Wegs, dürfte es bald mit der Ruhe vorbei sein. Und wenn erstmal die versammelte Wachmannschaft mit gezückter Waffe heranrauscht wird man in bester Ego-Shooter-Manier versuchen alles niederzustrecken was geht, aber oftmals bedeutet dies doch: Neustart.

Ich bin clever

Angenommen ich schaffe es bis zu meinem Opfer, was dann ? Wenn ich clever bin lasse ich es wie einen Unfall aussehen. Ein vergiftetes Essen oder ein umfallender Wandschrank haben da schon Wunder gewirkt und rücken den “Mord” schon in ein ganz anderes Licht. Wenn sich das nicht einrichten läßt greift der Spieler eben in sein weitreichendes Inventar, denn hier hat sich im Vergleich zu den Vorgängern eine Menge getan. Von der Handfeuerwaffe bis zur Schrotflinte kann man sich vor jeder Mission bis an die Zähne bewaffnen. Je größer die Waffen, umso auffälliger, denn diese können wir nicht mehr in unseren Taschen verbergen. Wer sein sauer verdientes Geld gewinnbringend einsetzen will, der kann sich zwischen den Missionen auch einige Zusatzartikel kaufen: Schalldämpfer, größere Magazine, alles kein Problem. Die Knete hierfür bekommt man für erfolgreich erfüllte Missionen, wobei sich der Betrag nach der Unauffälligkeit und Geschicktheit des letzten Mordes richtet. Je weniger Beweise (Patronenkugeln, Spuren am Opfer) man hinterlassen hat und je weniger Aufsehen (herumliegende Leichen, Uniformen, wildes Geballer) man erregt hat, umso höher fällt die Belohnung aus. Ein Zeitungsartikel am Ende jeder Mission gibt dem Spieler Aufschluss wie sauber er gearbeitet hat und worauf er beim nächsten Mal noch mehr achten sollte.

Der Schwierigkeitsgrad des Spiel ist durchaus knackig, vor allem die gegnerische KI kann einem durchaus den Schweiß auf die Stirn treiben. Herumliegende Leichen sollten dringend beseitigt werden, Kisten, Kühlschränke und sonstiges sind hierfür prima geeignet. Dies zeigt aber auch schon, dass “Hitman: Blood Money” nicht gerade ein Spaß für die ganze Familie ist. Die Entwickler haben weder mit Blut, noch mit Details gespart. Liebe Eltern: Sollte dieses Spiel auf der Wunschliste zum zehnten Geburtstag ihres Sohnes auftauchen: Ähm, Obacht!

Grafik und Sound

Als erfahrener Hitman-Spieler dürften die Unterschiede zum Vorgänger eher gering ausfallen, zumindest auf den ersten Blick. Die “Glacier Engine” weiß dennoch zu überzeugen und liefert uns ein grafisch überzeugenden Nachfolger. Sowohl die Gestaltung der Umwelt, als auch die Animation der Spielfiguren und die Waffeneffkte verdienen nur Lob.

Auch bei der Sounduntermalung hat man sich keinen Patzer erlaubt. Angefangen bei der exzellenten Sprachausgabe mit der Synchronstimme von Wesley Snipes, über die Ingame-Effekte wie Schrittgeräusche und Waffen bis hin zum Soundtrack, der sich atmosphärisch ebenfalls prächtig einbettet, hat man hier so ziemlch alles richtig gemacht, was man nur tun konnte.

Fazit

Der Glatzkopp hat mal wieder alles richtig gemacht. "Hitman: Blood Money" ist eine gelungene Fortsetzung und eine ersehnte Steigerung im Vergelich zu den Vorgängern und verdient das Prädikat "Besonders Spielenswert".
Grafik
82%
Sound
87%
Gameplay
84%
Steuerung
84%

Gesamtwertung

84%

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