Gothic 3 (PC)

1798 0 0 24. September 2008
Gefällt mir!

Titel:Gothic 3
EAN:4020628971755
System:Windows 2000
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:Koch Media GmbH
Release:2009-09-18

Der Schatten den “Gothic 3” schon vor seiner Erscheinung warf war unübersehbar gross. Dementsprechend hoch sind in der Spielergemeinschaft die Ansprüche an den 3. Teil des Meisterepos von Piranha Bytes. Insbesondere im Wettkmapf um den Titel ‘Bestes Rollenspiel 2006’ gibt es jede Menge Konkurrenz – Oblivion, Neverwinter Nights 2 udn auch World of WarCraft legt mit “The Burning Crusade” nach, um noch mehr Spieler in seinen Bann zu ziehen. Da muss Gothic 3 punkten – und wieviele Punkte es geworden sind zeigt unser Spieletest…

Die Orks haben gewonnen…

Der Krieg ist entschieden, die Orks haben gewonnen. Unter ihrer Herrschaft oder besser Versklavung ächzt die Menschheit, aber der Widerstand beginnt sich zu formieren. Der namenlose Held und seine Freunde werden auch von der ersten Spielminute an sofort in diese ahmenhandlung eingebunden, denn die erste Aufgabe besteht darin in einem Dorf namens Ardea die Orks zu überfallen. Es ist sowas wie eine Art Tutorial, denn hier erlernt man auch sogleich die wichtigsten Moves und Angriffsmanöver für kommende Auseinandersetzungen. Im Laufe der Zeit lernt der Spieler vor allem zwei Gegenden besser kennen: Die Sandwüste und ein Eisgebirge. In verschiedenen Regionen kämpfen wiederum andere Gruppen um die Vorherrschaft im Gebiet. Auf welche Seite man sich schlägt liegt stets in der Entscheidung des Spielers.

Die Kämpfe werden mausgesteuert und ermöglichen sehr differenzierte Angriffsmuster. Attacken mit mehr oder weniger Kraft, schneller oder langsamer, Kombinationen, Defensivmuster, alles ist geboten kaum ist man im Kampfgetümmel. Das Kampfgefühl leidet darunetr jedoch etwas, weil man kaum die Möglichkeit hat all diese Manöver wirklich taktisch einzusetzen. Man ist stattdessen stets darum bemüht nicht ins Hintertreffen zu geraten und schlägt sich so gut es geht. Damit ist die Steuerung zwar vielschichtiger geworden, aber auch bedeutend komplexer ohne dass sich daraus ein großer Nutzen ergeben hätte. Am Ende greift man dann doch am liebsten nach Pfeil und Bogen und nimmt den Gegner aus sicherer Distanz aufs Korn.

Stimmungsvoll und atmosphärisch

Mit jeder gewonnenen Schlacht bekommt der Spieler Erfahrungspunkte, die man zum Ausbau seiner Spielfigur benutzen sollte. Besonders magische Fähigkeiten und diverse Resistenzen machen sich im Verlauf des Spiels bezahlt. Zusätzlich erhält man zu den Talentpunkten auch ein paar Moneten, mit denen man sich besser ausstaffieren kann. Wer aber bessere Waffen braucht kann auch seine Schmiedefertigkeiten aufwerten und dann im Do-it-Yourself-Vefahren Verbesserungen an den Waffen herbeizuführen. Solche und ähnliche Nebenquests sind durchaus lohnenswert, denn es macht Sinn auch nach Kräutern zu suchen, wenn man gerade einen Heiltrank braucht, entsprechende magische Talente vorausgesetzt.

Nützliche Features sind ebenfalls eingebaut worden. Vor allem Teleportiersystem auf Basis der Teleport-Steine macht lange Wege unnötig, jedoch muss dieses Feature sozusagen erst freigeschalten werden, also der Stein gefunden werden. Es kann aber ohnehin gut passieren, dass man an solchen Nebenkriegsschauplätzen längere Zeit hängen bleibt, auch weil die Infos die man für eine Teilmission bekommt so dürftig sind, dass man längere Zeit braucht um den Kern der Aufgabe in Erfahrung zu bringen. Das kann mitunter wirklich nerven. Allerdings entschädigen zumindest die gut gemachten Nebenquests für diesen Umstand.

Ärgerlich sind immer wieder auftretende Bugs verschiedenster Art. Auch ein erster Patch der released wurde bringt keine endgültige Lösung, sondern hat dem Vernehmen nach sogar weitere Bugs offenbart. Vor allem die im Test vorgekommenen Abstürze waren häßlich anzusehen und verstärken die Hoffnung, dass bald echte Patches erscheinen.

Grafik und Sound

Das Gute vorweg: Spieler von “Gothic 3” erwarten brilliante Effekte und eine sagenhafte Welt mit einer ebenso sagenhaften Grafik. Vor allem bei den Gegnern haben sich die Entwickler richtig ausgetobt und ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Das hat seinen Preis: Hardwarehunger. Das Spiel erfordert folgende empfohlene Konfiguration: 3 GHz Intel Pentium 4 oder gleichwertiger Prozessor; 1,5 GB RAM; ATI X1600, NVIDIA Geforce 6800 Serie oder bessere Grafikkarte. Muss man auch erstmal in seinem Computer gesteckt haben. Hat man es nicht, kann es gut sein, dass der Bildaufbau stockt was der Atmosphäre abträglich ist.

Der Soundtrack überzeugt durch epische Klänge, die sich bestens in das Spiel einbetten. Je nach Situation prasseln Pauken und Trompeten auf einen herein oder bei gähnender Langweile leise Streicherklänge.

Fazit

Der Schatten war sehr, sehr lang und wären da nicht diese Bugs, hätte man nur wenige Kritikpunkte am Spiel finden können. Das neue Kampfsystem ist so ne Sache und dass die Hardwareanforderungen mit den Ansprüchen der Spieler steigen war auch irgendwie klar, aber diese Systemabstürze tun echt weh. Patches gibts schon, aber das Ende der "inoffiziellen Betaphase" scheint noch nicht erreicht und so gibts eben keine Wertung jenseits der 85 Punkte. Sieht man davon ab, überzeugt das Spiel durch eine atemberaubende Grafik und ein lange Zeit motivierendes Spielprinzip.
Grafik
90%
Sound
91%
Gameplay
81%
Steuerung
81%

Gesamtwertung

84%

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.