Geheimakte Tunguska

2423 0 1 24. September 2008
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Titel:Geheimakte Tunguska [Hammerpreis]
EAN:4020628080990
System:Windows 2000
Label:Koch Media GmbH
Release:2006-09-01

Nina Kalenkow hat ein Problem: Das Büro des Vaters wurde verwüstet und von ihm keine Spur. Von der Polizeit wird man auch nicht ernst genommen und nur der Hausmeister kann sich an etwas erinnern. Männer in dunklen Anzügen waren hier. “Gesichtslose” sagt der verwirrte Mann. Und damit beginnt die mysteriöse Suche von Nina nach ihrem Vater, die euch von Moskau über Sibirien bis nach Kuba und Asien führt. In Deesilvers neuem Abenteuer “Geheimakte Tunguska” haben sich die Hersteller dem klassischen Adventure verschrieben. Ob es an die Größen von “Monkey Island” und “Indiana Jones” heranreicht zeigt unser Spieletest…

Die Suche beginnt…

Auf seiner Suche kann man auch in die Rolle von Max Gruber, einem Arbeitskollegen des Vaters schlüpfen. Es kommt wie es kommen muss und zwischen den beiden knistert es bald schon ganz gewaltig, aber noch ist es zu früh für das junge Glück, denn erst gilt es den Vater und diese ominösen Männer in Schwarz zu finden. Die Steuerung ist hierbei denkbar einfach und durchaus vergelichbar mit den oben genannten Klassikern des Genres. Man steuert die junge Russin mittels Maus und mit den Maustasten kann man spezielle Aktionen ausführen oder Gegenstände untersuchen. Alle Objekte wandern ins umfangreiche Inventar welches man am am unteren Bildschirmrand sieht. Hierin kann man dann auch Gegenstände miteinander kombinieren, wobei der Cursor schon im Vorfeld anzeigt, ob überhaupt eine Kombination möglich ist.

Die im Spiel zu lösenden Rätsel sind unheimlich logisch aufgebaut, so daß man endlich ein Spiel in Händen hält welches nicht durch Ungereimtheiten im Leveldesign irgendwann in der Schublade landet. Dabei sind alle Rätsel auch ungemein unterhaltsam und überfordern den Spieler zu keinem Zeitpunkt. Auch die kleineren Puzzles sind mit einer Hilfe versehen, die den Spieler auf den richtigen Lösungsansatz bringen ohne gleich den ganzen Spielsapß zu rauben. Das Schöne daran ist: So gibt es tatsächlich keine einzige Sackgasse im Spiel. Kein ewiges Umherlaufen und stundenlanges Probieren von Kombinationsmöglichkeiten des Inventories. Man spielt das Spiel eher etwas schneller durch, wenn man die Hilfe in Anspruch nimmt und Hardcode-Adventure-Fans haben immer noch die Option die ganzen Hilfsmittel eben nicht zu benutzen.

Grafik und Sound

Bei der Grafik kann man nicht meckern, denn klassisch mag zwar das Spielprinzip sein, aber “Geheimakte Tunguska” ist absolut gelungen in Szene gesetzt worden. Besonders die Hintergründe und Schauplätze sind mit sehr viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt worden und auch die Hauptakteure machen eine gute Figur. Abgerundet wird der gute optische Eindruck durch gelungene Zwischensequenzen, die den Fortgang der Story erläutern.

Ein besonderes Lob verdienen abschließend die sagenhaften Synchronsprecher, die es geschafft haben die spannende Story auch wirklich mit Leben zu füllen. Dass hierbei Profis am Werk waren merkt man, aber man kann es auch durch interessante Namen belegen: Solveig Duda spricht üblicherweise die Stimme von Angelina Jolie. Aber auch Kurt Russell oder Christian Slater sind vertreten bzw. besser: deren Sprecher. Alles in Allem hat man sich besonders hier ins Zeug gelegt.Musikalisch bietet “Geheimakte Tunguska” relativ wenig unaufdringliche Hintergrundmusik, dafür aber einen sehr gelungenen Soundtrack und ebenso passende Soundeffekte.

Fazit

"Geheimakte Tunguska" ist ein echter Knaller geworden. Sowohl der Handlungsstrang wie auch die technische Umsetzung können überzeugen. Ein besonderes Lob verdient die ausgeklügerte Rätsellogik, die es weiß Sackgassen und Wutausbrüche zu vermeiden. Daumen hoch!
Grafik
85%
Sound
87%
Gameplay
82%
Steuerung
95%

Gesamtwertung

88%

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