Spieletest: Franchise Hockey Manager 2014 (PC)

4792 0 0 16. November 2014
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Sport macht Spaß- erst recht aus einem Bürostuhl heraus. Die Auswahl an Simulation ist so unbegrenzt wie die Zahl der Sportarten. Große Namen der Szene sind lange bekannt, grade bei Fußball, Basketball usw. Aber wie wäre es mal mit etwas Abwechslung? Hockey zum Beispiel? In „Franchise Hockey Manager 2014“ werden euch auf dem Eis kaum Grenzen gesetzt. Mit vielen Details und einem riesigen Haufen an Lizenzen könnt ihr mit eurem eigenen Trainer euer Traumteam an die Spitze oder ins Verderben führen. Bei einer Tasse Kaffee haben wir getestet, was der Manager kann.

Ein Mann, eine Legende

Im „Franchise Hockey Manager 2014“ geht es darum, durch gekonntes Management und Taktik das eigene Team zum Sieg zu führen. Ob im freien, völlig anpassbaren Spiel, einem aktuellen Spielsetting oder einer historischen Saison. Jede Entscheidung liegt ganz bei euch und bietet eine Menge Spielraum bei der Planung. Ihr habt sogar die Möglichkeit, einen eigenen Trainer zu erstellen. Das haben wir getan:
Im November 2014 liegt das Schicksal des Düsseldorfer HC in den Händen eines Mannes- dem 1914 geborenen Bums „Kabums“ Kabatschi.
Unter Kabatschis Führung gewinnen die Düsseldorfer kein einziges Spiel und verbraten über Monate ihr komplettes Kapital. Kabatschi wurde jedoch auch nicht gesagt, was oder wie etwas zu tun ist.

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Hockey für Fortgeschrittene

Veteranen könnten an dieser Managementsimulation ihren Spaß haben. Die Möglichkeiten, eure eigene Spielumgebung zu erschaffen, sind zahlreich. Auch an Lizenzen wurde nicht gespart, um euch euer Lieblingsteam spielen zu lassen. Dabei finden sowohl regionale als auch internationale Teams Einzug in die Auswahl. Darüber hinaus könnt ihr nicht nur aktuelle Settings auswählen, sondern auch historische Spiele neu aufleben lassen und so vielleicht euer Lieblingsteam doch noch zum Sieg führen. Interessant sind auch der eigene E-Mail-Account eures Trainers im Spiel, den ihr regelmäßig checken solltet und der Sport-Nachrichten-Sender, der euch über die aktuellen Geschehnisse auf dem Laufenden hält.
Spieler, die mit Managementsimulationen und mit dem Konzept nicht vertraut sind, könnte beim Zocken allerdings ein dickes Fragezeichen im Gesicht stehen.
Während für den einen die vielen Details grade den Reiz ausmachen, sind für andere die vielen Abkürzungen, Daten und Fakten ein vorerst undurchschaubares Chaos. Das fehlende Tutorial macht es auch nicht besser, alleine ein Menüpunkt leitet euch auf ein Online-Handbuch weiter.
Leider findet ihr dort eher Begriff- und Bildschirmerläuterungen. Einen roten Faden durch das Geschehen sucht ihr vergebens.

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Technisch unausgereift

Ärgerlich für erfahrene und unerfahrene Spieler zugleich sind die technischen Probleme, mit denen der Hockeymanager zu kämpfen hat.
Zum einen stürzt das Spiel, besonders im fortgeschrittenen Spielverlauf, scheinbar des Öfteren einfach ab. Darauf freut man sich nach einer gewonnenen Saison definitiv nicht.
Zum anderen scheinen einzelne Seiten des Onlinehandbuchs zwischenzeitlich nicht aufrufbar. Das macht das Lernen nicht wirklich einfacher und wirkt unprofessionell.
Im Allgemeinen lässt sich das Spiel, aus technischer Hinsicht, kaum anpassen. Alleine Einstellungen für die Auflösungen und einen Vollbild- oder Fenstermodus werden euch geliefert. Notwendig sind weitere Einstellungen zwar nicht zwingend, könnten dem Spieler das Arbeiten mit der Simulation angenehmer und persönlicher machen.

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Grafik

Der Punkt Grafik bezieht sich hier auf die Präsentation des Spiels und dem Aufbau der Menüs.
Dieser ist im Fall des „Franchise Hockey Managers 2014“ zufriedenstellend. Die Menüs sind hochauflösend gestaltet und schaffen es, viel Information auf einmal darzustellen. Es wurde bereits vorher erwähnt dass dieser Punkt für Anfänger schwierig, für Fortgeschrittene aber durchaus von Vorteil sein kann.
Der Menüaufbau wirkt teilweise ein wenig verschachtelt und konfrontiert den Spieler mit recht vielen Schaltflächen, deren Funktion sich der Spieler erstmal bewusst werden muss. Die Darstellung der Spiele an sich ist hingegen simpel und übersichtlich, erinnern hin und wieder sogar an rundenbasierte Strategie- oder Rollenspiele.

Sound

Da im Spiel nicht wirklich eigener Sound zum Tragen kommt, fällt dieser Punkt nicht stark in die Wertung ein. Auf dem ersten Blick mag die gähnende Stille zwar ungewohnt sein, bedenkt man jedoch das Spielprinzip macht diese durchaus Sinn. Schließlich lädt grade eine Managementsimulation ohne Echtzeit zur Nebenbeschäftigung ein. So kann der Manager hervorragend als Ergänzung zu einem Fernsehhockeyabend genutzt werden.

Pro

  • Detailreiche und komplexe Hockeysimulation
  • Eine große Menge an Originallizenzen
  • Viele Anpassungsmöglichkeiten für Spiele und Settings

Contra

  • Ärgerliche, technische Fehler
  • Neuen Spielern wird kein richtiger Weg ins Spiel geboten
  • Menüstruktur zeitweise unnötig kompliziert

Fazit

"Franchise Hockey Manager 2014" besticht durch Komplexität und Details. Leider ziehen Abstürze und fehlende Tutorials den Spielspaß deutlich in Mitleidenschaft.
Grafik
65%
Sound
1%
Gameplay
67%
Steuerung
54%

Gesamtwertung

60%

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