Face Noir (PC)

2034 0 0 3. November 2013
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Titel:Face Noir
EAN:4009750502105
System:Windows 7
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:EuroVideo Bildprogramm GmbH
Release:2012-07-31

Die Geschichte von “Face Noir” beginnt mit Nebel, Jazz-Music und einem Knall. Ein verpasstes Flugzeug später werden wir schließlich sogar erschossen. Was das Ganze soll und was die Zusammenhänge des Ganzen sind, erleben wir von nun an in einer spielbaren Rückblende, vier Tage in der Vergangenheit. Der Spieler übernimmt von nun an die Rolle von Jack Del Nero, einem zynischen und vom Leben gezeichneten Privatdetektiv.

Das Schicksal nimmt (wie üblich) seinen Lauf, als jemand unser heruntergekommenes Detektiv-Büro betritt. In diesem Fall Fleischmagnat Harvey Webber. Dieser erteilt uns den Auftrag seine 20-jährige Stieftochter Susan ausfindig zu machen und inflagranti zu erwischen. So will er vorzeitig aus der Pflicht entlassen werden, sich weiter um sie zu kümmern und für alle ihre Kosten aufkommen zu müssen. Dieser Auftrag ist jedoch nur der Auftakt für eine Story ganz im Stile eines Noir-Films, angesiedelt zur Zeit der „Great Depression“ in Amerika.

Dannanzione!

Im Kern ist “Face Noir” ein klassisches Point&Click-Adventure. Gegenstände einsammeln, kombinieren und damit Rätsel lösen gehören zum üblichen Spielablauf. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten der Inventarverwaltung. Entweder per Icon-Leiste am oberen Bildschirmrand oder in der Detective 3D Ansicht, bei der, ähnlich wie in „Grim Fandango“, jedes Objekt in einem eigenen Menübildschirm aus der Nähe betrachtet werden kann.

Gespräche mit verschiedensten Charakteren gehören natürlich ebenfalls zu den üblichen Vorgehensweisen. Hier bietet das Spiel jedoch die Besonderheit, dass man durch besondere Gesprächsoptionen in die Situation versetzt wird, zwei im Laufe der Ermittlungen gesammelte Information miteinander in Verbindung zu bringen, um sie dann dem Gegenüber an den Kopf zu werfen. Nur so ist es in manchen Situationen möglich, weiter zu kommen. Natürlich können diese Verbindungen nur gemacht werden, wenn man vorher auch genug herumgeschnüffelt hat oder die richtigen Fragen gestellt hat.

Des Weiteren können im „Dynamic Mode“, wie es so schön heißt, Objekte in kleinen Quick-Time-Events bearbeitet werden, beispielsweise wenn ein Kontroll-Paneel auseinandergenommen und manipuliert werden muss oder das Radio eingestellt werden soll. Wer ein wasch-echter Schnüffler sein will, der muss außerdem natürlich auch mit allerlei Diebeswerkzeug umgehen können. Daher haben wir immer unsere hilfreichen Dietriche dabei, um diverse Schlösser zu knacken. Auch hier wird, ähnlich wie im Dynamic-Mode, von uns verlangt, sich mit der Maus durch die Zylinder eines Schlosses zu arbeiten.

Muppet Show

Die Grafik setzt sich aus einem Mix aus gezeichneten Hintergründen und 3D animierten Charakteren zusammen. Leider wirken die Animationen der Charaktere teilweise sehr abgehackt und steif. Zudem entspricht die Lippensynchronisation der Figuren eher dem eines Handpuppentheaters als menschlicher Mimik. Auch das gesprochene Selbst erscheint selten überzeugend vorgetragen. Die Hintergrundmusik des Spiels ist jedoch recht stimmig und passend. Blues und Jazz-Fans kommen auf ihre Kosten.

Fazit

Ein guter Geheimtipp für Adventurefreunde
Grafik
75%
Sound
75%
Gameplay
90%
Steuerung
80%

Gesamtwertung

84%

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