Europa Universalis: Rome

1726 0 0 24. September 2008
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Titel:Europa Universalis: Rome
EAN:7350003644804
System:Windows XP
Label:Paradox
Release:2008-04-25

“Divide et impera”, zu deutsch: Teile und Herrsche. So lautet das Motto des neuesten Teils der “Europa Universalis”-Reihe mit dem Titel “Europa Universalis: Rome”. Hersteller Paradox transportiert uns in dem Strategiespiel in die Zeit der alten Römer und fordert von uns Führungsqualitäten, Durchhaltevermögen und jede Menge strategisches Geschick. Ob der neueste Teil wieder ein “Echtzeitstrategiegame für Hardcore-Napoleons” ist wie der Vorgänger “Europa Universalis 3” aus 2007 oder ob man das Spielprinzip auf den Kopf gestellt hat erfahrt ihr hier…

Möge die Macht mir dir sein!

Nach der Wahl des Szenario, welches man spielen möchte, hat der Spieler die Wahl für welches Land er spielen möchte. Insgesamt stehen 10 Kulturen zur Auswahl, einschließlich der römischen, keltischen, griechischen und ägyptischen. Das Staatsgebiet unterteilt sich hierbei in verschiedene Provinzen, die man im weiteren Spielverlauf via Handelsrouten miteinander verbinden kann bzw. die man durch diverse Bauten wie Tempel oder Befestigungsanlagen weiter ausbauen kann. Neben rein witschaftlichen Aspekten, sollte man vor allem die Religionen nicht unterschätzen, denn wie wir alle wissen spielte die Kirche bzw. die Religion seinerzeit eine größere Rolle als heute. Und wenn wir das vergessen, tja, dann will das Volk den Kopf des Imperators und das wollen wir ja sicher nicht riskieren oder?

Natürlich gibt es auch wieder die Möglichkeit zu forschen und zu versuchen sich durch innovative Techniken einen Vorsprung zu verschaffen. Dies kann beispielsweise im Bereich der See- und Landstreitkärfte geschehen aber auch in wirtschaftlichen Bereichen. Vorteile versprechen auch diverse Bündnisse die man im Bereich der Diplomatie eingehen kann. Wer will kann also mit dem Nachbarstaat Allianzen aushandeln, unbequeme Machthaber aus dem Weg räumen oder sonstwie politisch Einfluss nehmen. Sollte das allerdings alles nicht fruchten, bleint nur der Krieg….

Das Spiel-/Schlachtfeld präsentiert sich ein wenig im Look eines Brettspiels, auf dem man seine Verbände nach Belieben schieben kann und auch die Möglichkeit zum Ein-/ und Auszoomen ist gegeben. Überhaupt wirkt alles recht aufgeräumt, was man vom Menü im ersten Moment vielleicht nicht behaupten will, aber dennoch steckt das System dahinter. Neueinsteiger werden sicherlich von der Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten abgeschreckt werden, denn die Menüs sind vielschichtig, umfangreich und nicht immer findet man den gesuchten Menüpunkt wo man ihn am ehesten vermuten würde. Dennoch: Nach einigen Spielstunden hat man den Dreh raus und kann dafür wesentlich tiefer ins Spielgeschehen einsteigen, als bei anderen Strategiespielen. “Europa Universalis: Rome” bietet schlicht weg Strategie für Fortgeschrittene, abseits zum Echtzeitstrategie-Mainstream.

Grafik und Sound

Grafisch hat man bei “Europa Universalis: Rome” noch eine Schippe draufgelegt und dem Spiel einen noch zeitgemässeren Look verpasst. Noch immer liegen die Schwerpunkte der Reihe nach wie vor auf dem Gebiet der Taktik, so daß die Optik wohl kaum als richtungsweisend bezeichnet werden kann, dennoch bemerkt auch der Kenner des dritten Teils der Reihe die Entwicklung die das Spiel erfahren hat. Alles wirkt einen Tick ausgefeilter und runder, was auch der Wertung zu einer runden Punktzahl verholfen hat.

Der Soundtrack, bombastisch und majestätisch, vielen orchestralen Klängen kann voll überzeugen und auch die Ingame Soundeffekte passen sich ins Spiel ein.

Fazit

"Europa Universalis: Rome" richtet sich ganz klar an Strategie-Gurus und Möchtegern-Imperatoren, die schon morgens beim Zähneputzen von der Weltherrschaft träumen. Der Weg dahin ist nicht immer einfach, wenn man an die vertrackten Menüs und die notwendige Einarbeitungszeit denkt. Wer sich aber hier durchgekämpft hat, der entdeckt an der Front eine wahre Perle, die es zu spielen lohnt.
Grafik
80%
Sound
81%
Gameplay
84%
Steuerung
72%

Gesamtwertung

80%

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