Die Sims Inselgeschichten

4163 0 2 24. September 2008
Gefällt mir!

Titel:Die Sims: Inselgeschichten
EAN:5030932060990
System:Windows Vista
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:Electronic Arts GmbH
Release:2008-01-31

“Die Sims Inselgeschichten” (natürlich aus dem Hause Electronic Arts) ist ein neuer Teil der Sims Lebensgeschichten, also kein Add-On, sondern ein eigenständiges Produkt mit eigenem Setting. Diesmal verschlägt es unsere Sims auf eine einsame Insel, denn der Luxusdampfer auf dem alle eine vergnügliche Rundfahrt unternahmen ist abgesoffen und nur mit Glück laden wir auf dem lebensrettenden Eiland. Aber bis die Rettung naht müssen wir uns allein durchschlagen…

Gestrandet VS Inselgeschichten

Zunächst sollte man eines klarstellen. Das Spiel “Die Sims Inselgeschichten” ist sozusagen das Äquivalent zu dem konsolenexklusiven “Die Sims 2: Gestrandet”, welches in unserem Test mit immerhin 90 Punkten doch recht deutlich abgeräumt hat. Bei den Inselgeschichten gibt es einen neuen Story-Modus mit vorgegebenen Zielen und den klassischen Freien Spielmodus.

Am Ufer angekommen ist man zunächst mal allein. Von den anderen keine Spur. Die Lage ist ernst, also versuchen wir das Beste daraus zu machen. Im Logbuch, einer Sammlung mit Zielen für deinen Sim, heisst es im Kapitel 1: “Überleben sichern”. Dazu gehört das Errichten einer Feuerstelle, Nahrungsbeschaffung und das Fangen eines Fisches. Zum Glück liegt am Ufer etwas Treibholz herum – daraus lässt sich im Nu ein zünftiges Feuer erzeugen. Und Essen findet sich eigentlich überall, aber zunächst muss man die Pflanzen und Bäume identifizieren. Auf Geheiß des Users probiert unser Sim also, was das ist was da auf den Bäumen und Sträuchern wächst. So kommen wir zu Kokosnüssen, Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Mangos, Kartoffeln, Sojabohnen und vielen anderen Gemüse und Obstsorten. Die Liste ist extrem lang und auch nach Stunden findet man immer wieder neue Sorten, die man später verkochen kann.

Natürlich hat unser Sim auch Bedürfnisse, die nach und nach freigeschalten werden. Mal hat er Hunger, dann ist er müde oder muss auf die Toilette. Besonders zu Beginn muss man sich als Spieler tatsächlich um jedes Bedürfnis kümmern, aber hat man erstmal das eine oder andere Crewmitglied gefunden und sich mit ihm angefreundet, bildet sich ein Stamm und dann agieren die Sims nahezu selbstständig. Spätestens jetzt kann man zwischen den Sims hin und herwechseln und wenn der eine eben schlafen will geht man mit einem anderen den wichtigen Dingen des Insellebens nach.

Lost?

Aber wie fängt man nun den Fisch? Hier kommen die Baupläne ins Spiel. Hat man erstmal eine Werkbank erbaut kann man sich eine ganze Reihe an Werkzeugen vom Speer bis zum Regenschirm basteln und damit neue Aufgaben lösen. Mit etwas Geduld und Geschick fängt man so mit dem Speer seinen ersten Fisch, später benutzt man die Angel, letztlich dann eine Fischfalle für den Fischfang. Außerdem lassen sich Seile, Ranken und auch Kleidung herstellen, sofern man die nötigen Rohstoffe besitzt.

Im weiteren Spielverlauf kann man dann bedeutend größere Objekte bauen, angefangen bei einem richtigen Bett, welches die anfängliche Schlafmatte ersetzt bis hin zum Mehrfamilien-Hartholz-Wohnkomplex. Auch hier haben die Entwickler jede Menge Fantasie bewiesen und sich zahlreiche unterschiedliche Objekte einfallen lassen, die einem angehenden Robinson Crusoe die Freudentränen in die Augen treiben. Besonders auf der dritten Insel gegen Ende des Spiels jedoch wird die Beschaffung von Rohstoffen etwas schwierig bzw. nervend, einfach weil man beispielsweise recht viel Sisal benötigt um die Seile herzustellen die man für die im Logbuch geforderten Bauten braucht. Dass Sisal auf der Insel knapp ist lässt sich mit Hilfe der Karte (eine Art Teleportation) noch gut verschmerzen, aber an der Werkbank dann 30 bis 40 Seile in Einzelarbeit herzustellen ist nervtötend. Hier hätte es nichts geschadet, wenn man eine Art Dauerauftrag vergeben könnte.

Grafik und Sound

Grafisch macht “Die Sims 2 – Inselgeschichten” einen ausgewachsenen Eindruck. Besonders gut gelungen sind die Animationen der Protagonisten, wenn sich unser Sim zum Beispiel ärgert, weil die Musik zu laut ist und er nicht schlafen kann. Auch beim Fischfang verschwindet der Schwarm Sardinen, wenn man sich zu tolpatschig anstellt. Der dauernde Wechsel von Tag und Nacht inklusive wunderschöner Sonnenaufgänge gehört natürlich mit dazu.

Die Hintergrundmusik passt sich mit ihren Buschtrommeln und Kalypso-Klängen sehr schön ins Spielgeschehen und macht Laune auf Badeurlaub. Auch die Soundeffekte im Spiel sind sehr gelungen und die Fantasiesprache der Sims versteht zwar keiner, aber man weiss doch was bei dem Gebrabbel gemeint ist.

Fazit

"Die Sims 2: Inselgeschichten" ist eine sehr schöne Adaption des vorher erschienenen "Die Sims 2: Gestrandet", welches bisher allein Konsolenbesitzern vorenthalten blieb. Mit der vorliegenden PC-Version erfüllt EA der Sims-Gemeinde den vielfach geäußerten Wunsch das Spiel auf den PC zu portieren. Glücklicherweise ist diese Portierung wirklich gut gelungen, auch wenn das PS2-Original doch eine Spur besser ist. Lost- und Simsfans gleichmaßen: Zugreifen!
Grafik
81%
Sound
89%
Gameplay
80%
Steuerung
88%

Gesamtwertung

83%

» Wie wir bewerten - Hinweise und Erläuterungen zu unserem Wertungssystem

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.