Die Sims 2 – Haustiere (PC)

2362 0 1 24. September 2008
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Titel:Die Sims 2 - Haustiere (DVD-ROM) (Erweiterungspack)
EAN:5030932076755
System:Windows 2000
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:Electronic Arts GmbH
Release:2009-03-02

Die Sims, die nie endende Geschichte der virtuellen Welt. Nachdem das Urspiel, auch wenn viele Freunde der Geschichte eher von einer Simulation denn einem Spiel sprechen, bereits grosse Bereiche menschlichen Lebens abdeckt, erscheinen in unregelmäßigen Abständen weitere Add-Ons, die dem einen oder anderen Zeitgenossen wahrscheinlich schon seit Jahren gefehlt haben. Diesmal sind bei den Pixelmenschen die lieben Haustiere dran. Wer seit Anfang der Geschichte dabei ist, wird sich evtl. wundern wann man denn bei so einem üblichen Sims Dasein noch Zeit für Haustiere erübrigen soll, doch dazu später.

Und ich schuf Hund und Katze…

Der Einstieg in die Geschichte ist auch diesmal wieder mehr oder minder einfach. Es gibt bereits vorgefertigte Ansätze, also komplett mit allem Schnipp und Schnapp sowie dem Haustier, oder man wählt die Eigenkreation. In diesem Fall kann man sich praktisch alles was der Mensch bzw. das ausgewählte Tier so braucht, zusammenbasteln. Bei dieser Variante steht vor dem erfolgreichen Leben als Tierfreund allerdings erstmal der Editor. Und der ist wahrlich gewaltig. Da können dermassen viele Einzelfeatures bei der Erstellung des virtuellen Hundes oder der Katze verändert und genutzt werden, dass es wohl nirgendwo auf der Welt ein identisches virtuelles Haustier geben wird. Doch damit nicht genug, sind Kopf, Hals, Ohr, Körper, Schwanz etc endlich in Form gebracht, so greift der künftige Besitzer zur Farbdose um seinem Tierchen eine ansehnliche oder auch absurde Farbkombination zu verpassen.

Frauchen als Geburtspsychologe

Wer sich nun immer noch nicht ausreichend als Erschaffer betätigen durfte, der darf auch tief in die Erstellungsmenus einsteigen und seinem künftigen Tierchen auch mal ein paar mehr oder minder spezielle Charakterzüge verpassen. Fiffi darf sozusagen als zahmes Schosstier oder räudiger Terrorgeselle gestaltet werden. Je nach Detaillierung und Ausarbeitung dieser Stufen ist man nachher mehr oder weniger mit Erziehungsfragen beschäftigt.
Sind endlich alle Schranken überwunden, geht’s ins beschauliche Heim um das neu erstellte Tier sozusagen mal auf Herz und Nieren zu prüfen. Nicht nur, dass Waldi oder Miezi selbstredend auch im Familienfoto und virtuellem Pass auftauchen, nein kaum angekommen, stehen sie auch schon erwartungsvoll zur Verfügung. Da wird es dann Zeit sich mal mit dem neuen Mitbewohner auseinanderzusetzen.

Pfui Waldi! Pfui! Pfui! Pfui!

Dieser, nicht faul, hat schonmal angefangen an einigen Stellen seine Markierungen zu hinterlassen. Also ran an die Erziehung und mit dem guten alten “Zuckerbrot und Peitsche Prinzip” aus dem ungezogenen Welpen einen reinrassig wohlerzogenen Überwachhund gemacht. Zu diesem Zweck begibt man sich in seine Interaktionsmenus und wählt je nach Geschmack und Bedarf eine der verschiedenen Optionen aus. Für das Häufchen auf dem Teppich gibt es Schelte, für das freundliche Schwanzwedeln wenn Frauchen oder Herrchen erscheinen, eine Streicheleinheit. Wenn man das Gleichgewicht zwischen den beiden Extremen gut ausbalanciert, ist es ohne weiteres möglich dem Tierchen einige nette Tricks beizubringen. So sollte Pfötchengeben durchaus nach wenigen Minuten drin sein. Die Variationen der Interaktionen mit dem Tierchen sind dabei wesentlich umfangreicher als es sich anhört. Da gibt es natürlich feine Abstufungen deren Auswirkung man nach und nach ertasten sollte.

Internationaler Performancekünstler sucht Kauknochen

Wer ausreichend Zeit und Verstand in seinen Vierbeiner investiert, der kann ihm sogar den Weg zu einer internationalen Karriere ebnen. Denn Filmhunde sind ebenso gesucht wie Werbepartner für diverse Anwendungen. Übrigens, Zeit und Verstand muss man reichlich in den tierischen Freund investieren, so viel, dass man eigentlich gar nicht alles schafft, was man sich vorgenommen hat. Aber, das ist eigentlich wie in jedem Sims Teil bisher. Dafür winken dem ausgewogenen Besitzer aber auch interessante Karrieren für sein Haustier.
Grafisch und soundtechnisch hat sich wenig ereignet. Da gab es seit den letzten Teilen auch wenig Bedarf und so ist Die Sims – Haustiere auch wieder einwandfrei in diesen Bereichen. Einige Kleinigkeiten wurden aufgewertet, und natürlich sind die Einrichtungskataloge der Warenhäuser inzwischen um einige Neuerungen reicher. Die Menus werden in altbewohnter Werise bedient und auch die eigentlich nicht ganz einfache Steuerung dürfte sogar Serienneulingen nach kurzer Eingewöhnung liegen.

Fazit

Die Haustiere, die sozusagen das Serienprogramm in eine weitere Richtung abrunden, liegen voll im Trend der virtuellen Serie. Eigentlich fehlt jetzt bloss noch eine richtig richtig böse Seite, sozusagen der kleine Anarchist als Sim um wirklich jeden Aspekt abzudecken. Aber solche Gedanken hatte man ja auch bei den vorhergehenden Teilen schonmal und Maxis hat es immer wieder geschafft die Leute zu verblüffen. Die Tiere runden auf jeden Fall unseren virtuellen Lebensraum harmonisch ab. Gerade weil sie über nahezu genausoviel Persönlichkeit und Entwicklungspotential verfügen wie der menschliche Besitzer machen sie uns das simulierte Leben nicht leichter sondern aufregender. Tierfreunden und Liebhabern der Sims sei der neue Teil ans Herz gelegt, wer schon im realen Leben einen Bogen um jeden Hund/Katze macht, der sollte dies auch im PC Laden seines Vertrauens tun. Aber wer weiss, evtl. läßt sich auf diesem, ungefährlichen Weg ja auch noch jemand überzeugen ?
Grafik
83%
Sound
80%
Gameplay
84%
Steuerung
79%

Gesamtwertung

82%

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