Spieletest: Darkwood (PC Preview)

2658 0 0 5. September 2014
Gefällt mir!

Nun möchten sich die Entwickler „Acid Wizard Studio“ mit ihrem Rouge-Like Titel Darkwood, welcher am 24. Juli 2014 erschien, zu Wort melden und schaffen es sogar dieser Masse an Indietiteln zu entkommen, wodurch ihr Spiel sogar zu einem Geheimtipp wird. Doch nicht spurenlos wie ihr im Test erfahren werdet.

Der Wald und seine creepy Bewohner:

Wir erwachen von unserem Arbeitsplatz. Auf dem Tisch verteilen sich einige Fotos, doch keine Zeit. Wir sollten den Tag nutzen bevor die Nacht einbricht und der Wald sein wahres Gesicht zeigt. Wir durchsuchen die Zimmer unseres Hauses und nehmen alles mit was wir finden. Schon startet ein weiterer Tag voller Erkundungen. Im tiefen Wald entdeckten wir allerdings einen verletzten Mann mit einem Schlüssel. „Wenn der Mann einen Schlüssel hat, dann weiß dieser auch wie es zu entkommen gelingt“.

Eigentlich spielen wir den verletzten namenlosen Mann im Trenchcoat und Hut, welchen wir gefunden haben. Nun in der Rolle von ihm wurden wir gefangen genommen und bekamen zuvor irgendwas gespritzt. Es ist also Zeit zu entkommen. Schnell einen Lockpick gebastelt und die Schubladen, und dann das restliche Haus durchsucht.

Nach diesem schon recht spannenden und atmosphärisch starken Prolog geht auch das Hauptspiel los. Wir erwachen in einem Haus, vor uns steht ein Mann mit einem Wolfsgesicht. Im Gespräch mit ihm erfahren wir, dass er quasi das Willkommenskomitee ist. Wir zeigen ihm ein Dog Tag und erhalten somit auch schon unsere erste Quest. Die Hühnerfrau des Waldes würde dieses Dog Tag wohl erkennen und wissen wem es gehört. Also machen wir uns auf den Weg zu ihr.

Pixelig und stimmig:

Aus der Sicht des Leveldesigns befindet sich Darkwood schon in den oberen Rängen, denn obwohl sich der Indietitel nur in einer pixligen Vogelperspektive spielt, ist die Atmosphäre sehr dicht und düster. So kann dieses Spiel seine Stärken unter Beweis stellen. Stimmungsvoll ist Darkwood aus dem Grunde, weil der Spieler immer nur das sehen kann, wo die Spielperson auch hinschaut. Natürlich sehen wir Spieler auch das, was der Charakter nicht im Blickfeld hat, doch erst wenn unser namenloser Held in eine Richtung schaut, erkennen wir wirklich was sich im Dunkeln verbirgt. Geräusche hinter uns, knistern irgendwo oder unser Feind im Nacken erschaffen ein drückendes Gefühl.

 

Das klassische Rouge-Like-Gerüst:

Darkwood bietet auch ein Craftingsystem mit welchem wir Waffen, Lichter und vieles mehr an Nützlichkeiten zusammenschustern können. Schon tagsüber kann es gefährlich werden, doch um eine Nacht zu überstehen sollten wir unser Haus schützen. Die Fenster verbarrikadieren, Möbel vor Türen oder Fenster stellen. Hier findet sich aber auch schon eine kleine Schwäche.

Wir spielten zwar ohne den Permadeath Modus d.h. einmal sterben und alles ist verloren, doch dennoch, vielleicht aber auch gerade deswegen, sahen wir keinen Verlust beim Sterben und es wurde uns sogar egal.

Die Möglichkeit diesen Modus aber ein- und auszustellen war eine kluge Entscheidung seitens des Entwicklerteams. Dem Spieler dem diese harte Spielweise nicht liegt, bietet der „normale“ Modus das passende Gegenstück. So kann sich Zeit genommen werden den Wald vorsichtig zu untersuchen und sollte der Spieler trotzdem einmal sterben, so ist es nur halb so schlimm.

Auch geskillt wird in Darkwood, wobei gesagt werden sollte, dass hier noch etwas Feinschliff benötigt wird. Mehr Abwechslung in den Skills wäre angebracht.

Technik:

Die schon einmal erwähnte drückende Atmosphäre wird natürlich schön durch die passende ebenso drückende Musik untermalen. Trotz des frühen Alphastadiums läuft Darkwood sehr stabil. Während unseres Tests kamen keine Fehler auf, und das ist bei anderen Early Access nur selten der Fall.

Doch wir fanden auch negative Aspekte. Durch den überwiegend sehr tristen Look aus Braun- und Grüntönen wirkte das Spiel sehr kontrastlos. Auch dadurch, dass in diesem Wald jede Ecke wie die andere aussah, schien eben alles gleich und wir verliefen uns schnell in die Aussagen „Kennen wir bereits!“. Die sehr gemächliche und langsame Spielweise verschlimmert es somit auch nur.

 

Fazit

Auch wenn sich Darkwood noch in einer frühen Alpha befinden und voraussichtlich erst im nächsten Jahr fertig gestellt ist, bekommt der Spieler hier schon einen sehr schönen Eindruck, und das obwohl momentan nur das erste Kapitel spielbar ist. Ein Blick in das Spiel lohnt sich also definitiv.
Grafik
80%
Sound
85%
Gameplay
75%
Steuerung
78%

Gesamtwertung

80%

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.