City Life Edition 2008

1645 0 3 24. September 2008
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Titel:City Life - Edition 2008
EAN:4020628980191
System:Windows 2000
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:Koch Media GmbH
Release:2007-11-16

Viele wollen sie, nur wenige haben sie auch: Macht. Doch was ist eigentlich Macht? Per Definition ist ?Macht?, die Fähigkeit das Verhalten und Denken von anderen in unserem Sinne zu beeinflussen. Tolle Sache, oder? Wie schön wäre es doch mal eine ganze Stadt zu beherrschen. Als alleiniger Machthaber. Eine Art ?Gott?. Mit City Life kann man nicht nur seine eigene Stadt aufbauen und leiten sondern auch alles was das täglichen Leben betrifft steuern. Mit einem kleinen Hacken: Gott kann man hier nicht wirklich spielen. Warum es nicht geht und ob die 2008 Version die aus dem Jahr 2006 übertreffen kann, erfahrt Ihr in diesem Test…

Die Qual der Wahl…

City Life 2008 bietet, im Gegensatz zum Vorgänger, 23 neue Karten und 60 neue Gebäude.
Wem das nicht reicht, der kann auch seine eigene Karten mit dem mitgelieferten Editor erstellen. Insgesamt stehen 360 verschiedene Gebäude zur Auswahl. Da fällt die Wahl nicht leicht. Alles auf einmal unterzubringen wird schwer. Bevor es losgeht muss man sich für einen Modus entscheiden: Szenario Modus oder Freier Modus. Im Szenario Modus geht es darum, wie der Name schon sagt, verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Beim Freien Modus hingegen, gibt es keine Beschränkungen. Kurz gesagt: Jeder macht was er will. Sobald man sich entschieden hat, wählt man eine der 50 verfügbaren Karten aus.

Konflikte

Der Einstieg ins Spiel selbst erweist sich als einfach. Als erstes baut man das Rathaus auf. Dann den Rest des Stadtzentrums. Aber Vorsicht: Genug Platz sollte man schon einplanen, da sich die Stadt relativ schnell ausdehnt. Nachdem das getan ist, sollte man sich um Geschäfte, Fabriken und Wohngegenden kümmern. Hier kommen wir zum besonders Interessanten Teil des Spiels. Die Bevölkerungsgruppen. Es gibt insgesamt 6 verschiedene: Tagelöhner, Hippies, Arbeiter, Trendsetter, Schlipsträger und natürlich auch die ?Oberen zehntausend?. Jede Gruppe hat ihre eigenen Grundbedürfnisse: Arbeit, Versorgung, Gesundheit, Sicherheit, Bildung, Freizeit und das Umfeld. Man sollte beachten, dass die verschiedenen Schichten nicht immer mit einander auskommen. Reiche wollen nicht mit Armen zusammenwohnen. Arbeiter mit dem Hippies auch nicht. Das muss man beachten wenn die Stadt wachsen soll. Wer das nicht macht, muss mit Randalen, Streiks oder Auswandererströmen rechnen. Natürlich sind am Anfang nicht alle Schichten verfügbar. Man beginnt mit der untersten Schicht, die man dann mit Bildungseinrichtungen höher stellen kann. Auch hier kann es zu Konflikten kommen. Das führt dann auch zu einem dicken Minus in der Buchhaltung. Nicht weil die Leute die Steuern verweigern, sondern einfach aus unserer Stadt ausziehen. Um alles im Blick zu haben, bekommt man im Nachrichtenfenster Infos darüber was gerade in der Stadt los ist. Die Bürger sind keinesfalls tolerant. Sie beschweren sich über jede noch so kleine Nachlässigkeit.

Die eigene Stadt

Die Stadt an sich, ist grafisch ziemlich schlicht gestaltet. Die Figuren der Bürger, wirken lieblos hingeknallt. An Details fehlt es zum Glück nicht. Imbissstuben, Gärten und Einrichtungen. Es wurde an alles gedacht. Das alles erweckt die eigene Stadt zum Leben. Je größer die Stadt wird, desto mehr Leistung muss der heimische Rechner bringen. Das führt dazu, dass man manchmal die Leistung runter schrauben muss. Das ist etwas umständlich, da man erst das Spiel speichern und beenden muss. Hier hätte man eine Option einbauen können, so das man es im laufenden Spiel erledigen kann. Die meisten Computer werden mit dem Spiel aber keine Probleme haben.

Bis jetzt sind keine gravierenden Mängel erkennbar. Kommen wir nun zum Sound. Dieser ist eine Zumutung für die Ohren. Ein Mix aus Fahrstuhlmusik und dem Sound alter Nintendogeräte.
Dazu gibt es noch ein paar Stadtgeräusche, die jedoch nicht gerade berauschend sind. Eine Sprachausgabe gibt es nicht. Deswegen der Rat an alle Spieler: Lautsprecher lieber ausmachen. Das Gedudel wird schon nach sehr kurzer Zeit langweilig und nervtötend.

Fazit

Alles in Allem bietet das Spiel alles was man als ?Bürgermeister? einer Stadt braucht. Trotz der grafischen Mängel gibt es ziemlich viele Details an die gedacht wurde. Viele Gebäude und Bevölkerungsgruppen machen das Spiel auch langfristig Interessant. Als Misslungen muss man jedoch die musikalische Untermalung bezeichnen. Hier hätte sich die Hersteller etwas mehr Mühe geben können. Eine solide Simulation, nicht nur für Einsteiger.
Grafik
73%
Sound
45%
Gameplay
85%
Steuerung
91%

Gesamtwertung

73%

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