Blood Knights (PC)

3300 0 1 29. November 2013
Gefällt mir!

Titel:Blood Knights
EAN:4017244030867
System:Windows XP
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:Kalypso
Release:2013-11-29

Heute erscheint ein euer Titel aus dem Hause Deck 13 namens „Blood Knights“. Deck 13 ist vielen bekannt von fesselnden Spielen wie „Venetica“ oder „Jack Keane“. Wenn Deck 13 also ein neues Action-RPG auf den Markt bringt, hat man schnell die Hoffnung, dass man etwas ähnlich gutes wie „Venetica“ serviert bekommt. Doch schon im Vorfeld haben sich einige, die dieses Spiel testen durften, sehr kritisch über den Titel geäußert. Auch wir durften vorab zocken und möchten euch nun verraten, ob es sich lohnt, gleich heute noch den Laden des Spielehändlers Deines Vertrauens zu stürmen!

Vampire!

In die Story werden wir mehr oder weniger lieblos geworfen. Ein Intro gibt es zwar, dieses haut aber kaum jemanden vom Hocker. Dennoch lässt die Story Hoffnungen aufkommen, dass wir eine spannende Handlung vor uns haben. Seit tausenden von Jahren verhindert das Blutsiegel, dass Dämonen unsere Welt betreten, doch nun wurde dieses Blutsiegel von Vampire gestohlen und die Armee der Blutsauger ist groß!

Wir schlüpfen in die Rolle eines Vampirjägers, der aufgrund der herrschenden Umstände von einem Priester an eine Vampirin gebunden werden musste. Das gibt uns als Spieler übrigens die Möglichkeit, immer wieder im Laufe des Spiels zwischen diesen beiden Charakteren zu wechseln.

Zu zweit machen wir uns also auf den Weg, den Blutstein wieder in Menschenhand zu bringen, damit die Vampire nicht die Oberhand gewinnen! Doch schon nach wenigen Minuten müssen wir einsehen, dass wir nicht stark genug sind und werden selbst zu einem Blutsauger! Das bringt gleich zwei Folgen mit sich: Die Vampire bleiben dennoch weiterhin unsere Feinde. Die Menschen sind es nun aber auch geworden! Und da geht der Hack’n’Slay Spaß erst richtig los…

Zunächst zur Storyumsetzung. Das Thema „Vampire“ kommt natürlich gleich erstmal richtig gut, so dass schon zu Beginn eine gewisse Begeisterung gegeben ist. Doch die Ernüchterung kommt schnell. Die Story wird ziemlich schnell ziemlich langweilig und sogar unsinnig. Zwar haben wir im Laufe des Spiels einige Möglichkeiten, Entscheidungen zu treffen, diese wirken sich aber nicht weiter auf den Spielverlauf aus.

Der Spielverlauf selbst ist einfach gehalten. Immer geradeaus! Keine freie Spielwelt, unser Weg ist vorgegeben. Aber ob man dies nun mag oder nicht, ist natürlich Geschmackssache. Der RPG-Teil des Spiels geht leider etwas unter. Nur sehr selten trifft man auf NPCs, Nebenquests gibt es so gut wie gar keine.

Tööööten!

Dafür ist das Kampfsystem gar nicht schlecht. Als Mann sind wir Nahkämpfer, als Vampirin Fernkämpferin. So können wir uns entweder direkt einer großen Anzahl Gegner stellen oder erstmal von hinten einzelne Gegner aus dem Gefecht ziehen. Durch Level-Ups werden wir natürlich stärker und können unsere Punkte einsetzen, um zu skillen. Die Möglichkeiten sind dabei aber doch recht beschränkt und theoretisch kommt man schon weiter, ohne überhaupt Punkte zu setzen.

Rüstungen werden im Spielverlauf gefunden. Man hat zwar auch die Möglichkeit, mit Händler Handel zu betreiben, das lohnt sich aber eigentlich nur, um eigene abgetragene Rüstungen zu verkaufen. Mit dem eigenen Geld kann man nur wenig anfangen.

Aber nochmal zurück zum Kampf: Ein paar Bosskämpfe erwarten uns, bei denen man auch ein wenig Taktik anwenden muss. Eine willkommene Abwechslung!

Und Frust!

Dummerweise gibt es dann aber doch noch einen Punkt, der die Spielfreude enorm trübt: Die Steuerung. Diese ist so unbeholfen, dass man das eine oder andere Mal den Tod findet, weil man einfach nicht über ein Hindernis springen kann, ohne dabei im Wasser zu landen (dass für Vampire normales Wasser tödlich ist, ist uns zwar neu, aber das ist hier eben so…). Umso öfter solche Springsequenzen dann vorkommen, desto größer wird natürlich auch der Frust, so dass es gut vorkommen kann, dass man „Blood Knights“ einfach mal ein paar Tage ignoriert.

Zu guter Letzt kommen wir noch zu Grafik und Sound. Grafisch ist dieses Spiel sicherlich kein Meisterwerk, dennoch ordentlich spielbar. Der Sound ist auch eher durchschnittlich, so dass „Blood Knights“ in diesem Fall keine Bonuspunkte verdient.

Insgesamt schneidet dieses Hack’n’Slay also auch bei uns nicht sonderlich gut ab, obwohl wir gestehen müssen, dass wir in den wenigen Stunden (4 an der Zahl), die wir gebraucht haben, um „Blood Knights“ durch zu spielen, doch irgendwie Spaß hatten. Das mag an dem Vampir-Szenario liegen. Das mag auch daran liegen, dass Hack’n’Slay gerne süchtig macht und wir einfach nicht aufhören konnten, eh wir nicht jeden Gegner ins Jenseits geschickt hatten.

Das mag aber leider bestimmt nicht an der Story, der Grafik oder gar der Steuerung gelegen haben. Schade, wir hätten uns bei diesem Spiel auch mehr erhofft, aber trotz all der Kritik haben wir immerhin nicht das Gefühl, unsere Zeit verschwendet zu haben.

Fazit

Wenn wir uns auch eigentlich so sehr auf dieses Spiel gefreut hatten und tatsächlich auch einen gewissen Spaß beim Spielen hatten, sind wir doch im Gesamtbild leider enttäuscht worden.
Grafik
65%
Sound
55%
Gameplay
78%
Steuerung
48%

Gesamtwertung

62%

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