Al Emmo – Wild West Adventure

1848 0 2 24. September 2008
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Titel:Al Emmo - Wild West Adventure
EAN:4032222402535
System:Windows 2000
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:rondomedia GmbH
Release:2007-08-03

Wenn man das erste mal das Cover in der Hand hält denkt man sich: Hm, komisch kommt mir irgendwie bekannt vor. Spinnen wir mal weiter und denken uns den Hut und die eigenartige Brille weg: Was kommt wohl raus? Na? Richtig! Larry Laffer (Ja, genau der aus Leisure Suit Larry). So sieht es auf den ersten Blick aus. Doch behalten wir recht? Besteht da eine Ähnlichkeit? Das findet ihr in diesem Test raus.

Der liebenswerte Trottel…

Al Emmo ist zum ersten Mal alleine im Wilden Westen unterwegs mit dem Ziel eine Partnerin zu finden. Dabei durchquert er die Wüste mit der Eisenbahn. Bei einem Zwischenstop in Anozira, geht er in einen Saloon und bestellt dort Getränke die er, wie sich später rausstellt, nicht bezahlen kann. Also legt er sich kurzerhand mit dem kleinwüchsigen Barkeeper an. Er wird rausgeworfen und verpasst seinen Zug. So ein unfreiwilliger Aufenthalt hat auch was gutes: Er lernt die große Liebe seines Lebens kennen, die jedoch von ihm nicht sonderlich angetan ist. Er will ihr Herz gewinnen. Nein, nicht mit Rosen oder der Gleichen. Er will den Schatz der Azteken bergen. Eine echte Herausforderung für ein ?Muttersühnchen? wie Al….

Wild Wild West

Die Geschichte von Al Emmo wird witzig erzählt. Das Geschehen wird von einer Erzählstimme kommentiert. Die Sprüche sind oft bitter Böse. Der trockene Humor erinnert ziemlich an die Leisure Larry Suit Serie. Daraus wird auch kein großer Hehl gemacht: Die Entwickler sind, nach eigenen Aussagen, Fans des Klassikers und haben sich das Spiel als Vorbild genommen. So weit so gut. Das Lachen verstummt spätestens bei der Steuerung. Diese ist ziemlich schlecht ausgefallen.

Zeigefinger Abnutzung?

Die Figur wird, wie für dieses Genre üblich, mit der Maus gesteuert. Dabei klickt man auf die Landschaft damit sich die Figur dorthin bewegt. Per Doppelklick kann man Lauftempo einschalten. Mit der rechten Maustasten kann man bestimmen was Al machen soll. Brille bedeutet Anschauen, Hand Benutzen usw. Wenn man die Taste Länge drückt kann man das Inventar sehen. Hört sich alles einfach an ist es aber nicht. Der Cursor zeigt leider nicht an wenn man etwas benutzen kann. Somit ist wildes anklicken angesagt. Die Steuerung erschwert den Einstieg.

Auch das öffnen von Türen gestaltet sich schwierig. Wenn man eine Raum betreten will muss man erst das ?Benutzen?- Symbol mit ein paar Klicks anzeigen lassen und erst dann den Raum betreten. Ein weiteres Problem ist die Bar. Wenn man mit dem Barkeeper reden will, muss man sich auf den Hocker setzen. Einfacher gesagt als getan. Man muss wieder mit mehreren Mausklicks diese eine Aktion ausführen. Beim Aufstehen das gleiche Spiel. Bereits nach kurzer Zeit ist man von der Steuerung genervt.

Rätselecke

Kommen wir zu den erfreulicheren Dingen: Die Rätsel. Verschiedene Itemrätsel sorgen für Abwechslung. Später kommen auch solche die man unter Zeitdruck lösen muss. Ein echter Hoffnungsschimmer. Aber keine Angst es werden auch Hinweise gegeben. Entweder vom Erzähler selbst oder von Gesprächen die man mit den Bewohnern in der Stadt führt. Die Rätsel sind logisch und nachvollziehbar.

Grafik: Das Auge isst mit…

Wer tolle Effekte gewohnt ist, wird von Al Emmo enttäuscht sein. Man bekommt eine schwache Grafik mit einer in maximalen Auflösung von 640×480. Die Landschaft ist nicht detailliert und etwas lieblos gezeichnet. Die Zwischensequenzen sind Grafisch eine Katastrophe. Das wäre sogar vor 5 Jahren unzumutbar. Ganz übel hat es aber die Charaktere erwischt. Animation? Fehlanzeige! Ob die schlechten Bewegungen gewollt zur Belustigung eingebaut wurden lässt sich bezweifeln.

Der Sound sieht da schon etwas besser aus. Ein mix aus Klavierstücken und Country die eine Länge von ca. einer Stunde haben. Der Erzähler kommt sehr Überzeugend und witzig rüber. Das kann man von den Charakteren nicht sagen. Die Stimmen wurden nicht wirklich auf die Figuren angepasst und klingen fast langweilig. Kurios: Warum hat der Bahnhofswärter im Wilden Westen einen bayrischen Akzent? Sieht nach einem Missglückten Gag aus.

Fazit

Das Spielt hat eine längst nicht mehr Zeitgemäße Grafik und eine unbequeme Bedienung. Wer damit kein Problem hat, der wird mit dem witzigen Adventure bestimmt Glücklich. Die tolle Erzählerstimme und der günstige Preis werten das Spiel deutlich auf.
Grafik
24%
Sound
86%
Gameplay
93%
Steuerung
27%

Gesamtwertung

57%

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