Echte Fotografien als Vorlage für den Schauer
In Where Dolls Hang verschmelzen fiktiver Schrecken und reale Welt auf eine ungewöhnliche Art und Weise. Zahlreiche Objekte und Puppen, auf die du während des Erkundens triffst, basieren auf echten Fotografien real existierender Gegenstände. Der Entwickler hat diese Vorlagen detailliert als 3D-Modelle digitalisiert und in die Umgebungen integriert.Beim Durchsuchen der Gebäude und Areale kannst du zudem die Originalfotos selbst entdecken. Findest du eine solche Fotografie, schaffst du eine direkte Verbindung zwischen der echten Welt und dem virtuellen Albtraum. Das Wissen, dass ein verstörendes Objekt in den dunklen Ecken eines Raumes kein reines Produkt menschlicher Fantasie ist, sondern irgendwo auf der Welt genauso fotografiert wurde, soll die psychologische Wirkung der Horroratmosphäre spürbar verstärken.
Gefährliche Filmabende vor dem Röhrenfernseher
Neben Fotokarten sind in den Umgebungen auch reale VHS-Kassetten versteckt. Dabei handelt es sich um Videotapes mit echten Aufnahmen und Filmklassikern, die im Spiel gesammelt werden können. Stößt du auf einen funktionierenden Fernseher samt Videorekorder, lässt sich das Band einlegen und das Videomaterial direkt auf dem Bildschirm betrachten.Das Besondere an dieser Mechanik ist die ständige Anspannung während des Zusehens: Das Spiel pausiert nicht, während du vor dem Monitor sitzt. Während du gebannt ein reales Filmband auf dem alten Röhrengerät verfolgst, existiert die Bedrohung in der fiktiven Welt weiter. Etwas kann sich im Schatten hinter dir bewegen, sich lautlos nähern oder dich durch das Gebäude jagen. Diese Kollision von realen Medieninhalten und fiktiver Bedrohung erzeugt eine ständige Unsicherheit darüber, wo die Fiktion aufhört und die Realität beginnt.


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