Würfelglück trifft auf strategische Modifikatoren
Das Grundprinzip von PentaPip bleibt zunächst zugänglich und vertraut: In jedem Zug darfst du bis zu dreimal würfeln, passende Würfel zur Seite legen und musst am Ende das Ergebnis in eine von 13 Zeilen deines Wertungszettels eintragen. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in den Gegnern, gegen die du antrittst. Ein regulärer Durchgang erstreckt sich über fünf aufeinanderfolgende Wertungszettel, wobei jeder Zettel von einem spezifischen Boss überwacht wird.In der aktuellen Early-Access-Version warten bereits 30 unterschiedliche Bossgegner darauf, deine Strategie auf die Probe zu stellen. Einzig der einführende Boss namens „Dealer“ lässt die gewohnten Regeln unangetastet. Alle weiteren Widersacher greifen aktiv in das Spielgeschehen ein und verändern die Rahmenbedingungen. Der „Blocker“ sperrt beispielsweise für die gesamte Runde zwei Zeilen im unteren Bereich des Wertungsbogens, sodass hochwertige Kombinationen erschwert werden. Der „Freezer“ hingegen friert nach dem ersten Wurf jedes Zugs einen zufälligen Würfel ein, der somit für weitere Würfe gesperrt ist.
Vorbereitung im Shop und Entwicklungshintergrund
Zwischen den einzelnen Wertungszetteln hast du die Möglichkeit, in einem Shop deine erspielten Finanzen auszugeben. Ein wesentliches Feature ist dabei die Transparenz: Der Laden zeigt dir vorab genau an, welcher Boss dich als Nächstes erwartet. Dadurch kannst du gezielt einkaufen, um dich auf die speziellen Regeln des kommenden Gegners vorzubereiten, oder dein Geld sparen, um spätere Hürden zu meistern.Das Angebot im Shop umfasst verschiedene Item-Kategorien. Sogenannte „Tricks“ ermöglichen es dir, Würfel im laufenden Zug leicht anzustupsen, umzudrehen, neu zu würfeln oder zu kopieren. „Runen“ verbleiben in deinem Inventar und gewähren kontinuierliche passive Effekte, während „Sigils“ sofort beim Kauf eine einmalige Wirkung entfalten.
Der Entwickler Sander Hilven, der hauptberuflich als Azure-Cloud-Ingenieur im belgischen Gent tätig ist, erklärt die Motivation hinter seinem Erstlingswerk:
Ich habe jahrelang Würfelspiele mit Wertungszetteln gespielt und konnte kaum Spiele finden, die diese Idee in ein Roguelite-Gewand gekleidet haben. Genau diese Lücke hat mich dazu gebracht, PentaPip zu entwickeln.
Verschiedene Spielmodi und Early-Access-Pläne
Ein Standard-Durchlauf über fünf Wertungszettel nimmt etwa 25 bis 30 Minuten in Anspruch. Neben dem regulären Spielmodus bietet PentaPip jedoch eine Vielzahl weiterer Spielvarianten. Der Karriere-Modus führt dich über eine Verzweigungskarte (Node Map) und schaltet dauerhafte Boni für künftige Runden frei. Wer gezielte Herausforderungen sucht, kann Seeded Runs spielen oder teilen. Erfolgreiche normale Runden lassen sich zudem im Endlos-Modus weiterführen. Tägliche Herausforderungen mit globaler Rangliste sprechen kompetitive Spieler an.Darüber hinaus gibt es ein Online-Rennformat: Zwei Spieler treten parallel auf demselben Seed gegeneinander an und füllen unabhängig voneinander ihre jeweiligen Wertungszettel aus. Optisch präsentiert sich PentaPip mit 3D-Würfeln auf freischaltbaren Tisch-Designs. Eine Sprachausgabe gibt es nicht, die Benutzeroberfläche ist jedoch unter anderem auf Deutsch verfügbar.
PentaPip läuft auf Windows sowie Linux (einschließlich Linux ARM) und ist vollständig für das Steam Deck zertifiziert. Sämtliche gängigen Gamepads wie Xbox-, PlayStation 4 -, PlayStation 5 - und Steam-Controller werden nativ unterstützt. Hilven plant eine Early-Access-Dauer von rund sechs Monaten, um das Feintuning der Bosse, das Balancing des Shops und die Bedienoberfläche anhand des Spielerfeedbacks zu optimieren. Auf Steam steht neben der Kaufversion auch eine kostenlose Demo bereit.


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