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Inca Babies veröffentlichen Neuinterpretationen als "Reincarnation"

Manchester-Post-Punk-Ikonen beleben ihren Backkatalog mit Ding Archer


26.11.2025  Redaktion  0 Likes  0 Kommentare 
Inca Babies veröffentlichen Neuinterpretationen als

Die Manchester-Post-Punk-Institution Inca Babies veröffentlicht mit "Reincarnation" ein Album der besonderen Art: Statt neuer Songs präsentiert die Band um Kopf Harry Stafford eine Sammlung neu eingespielter und teils radikal neu interpretierter Klassiker aus dem eigenen Backkatalog - aufgenommen und abgemischt bei Produzent Simon "Ding" Archer (The Fall, PJ Harvey) in den 6Db Studios in Salford.

Vom Peel-Favoriten zur Wiederbelebung alter Songs
Inca Babies entstanden 1983 in den mittlerweile legendären Deck-Access-Wohnblocks im Manchester-Stadtteil Hulme und waren fester Bestandteil der frühen Post-Punk- und Death-Rock-Szene Großbritanniens. In fünf intensiven Tourjahren erschienen sechs Singles und vier Alben, die allesamt in die britischen Indie-Charts einstiegen, dazu kamen vier Sessions für BBC-DJ-Legende John Peel zwischen 1984 und 1988. Nach der Auflösung fand die Band 2007 wieder zusammen und hat seither vier weitere Alben veröffentlicht sowie Tourneen auf drei Kontinenten absolviert. Die Geschichte der Band wurde 2024 in der Dokumentation "The Making of Ghost Mechanic Nine" aufgearbeitet.

Zur Idee hinter "Reincarnation" erklärt Bandkopf Harry Stafford:
Es war einmal, da war Musik gleichzeitig ein Song im Radio und ein physisches Produkt. Am Ende wurden alle Songs aus dem Radio auf Vinyl veröffentlicht und von einer hungrigen Jugendkultur gesammelt. Für viele definierte Musik die eigene kulturelle Identität, und der Besitz der Songs vermittelte ein Gefühl der Zugehörigkeit zu dieser Kultur. Als ich unseren Backkatalog durchging, fiel mir auf, dass es Stücke gibt, die wieder verfügbar gemacht werden sollten, und andere, die von einer Neuerfindung profitieren würden.
Harry Stafford
Nachdem die Band mit "Ghost Mechanic Nine" bereits 2024 ein Album mit komplett neuem Material vorgelegt hatte und es 2006 bereits die Best-of-Zusammenstellung "Plutonium" gegeben hatte, ging es bei "Reincarnation" darum, alte Lieblingsstücke mit frischem Leben zu füllen. Dazu Stafford weiter:
Es war aber auch die Erkenntnis, dass wir alte Songs neu beleben können. Wir hatten mit "Plutonium" bereits eine Best-of-Zusammenstellung, veröffentlicht 2006, also machten wir uns auf eine neue Suche, um unseren Lieblingsstücken aus dem Backkatalog neues Leben einzuhauchen. Das gesamte Projekt sollte eine innovative Neuinterpretation alter Songs sein: neu erfunden für die Betrachtung von heute. Alle wurden wiedererweckt und "Re-Inca-rniert".
Harry Stafford
Zu den zwölf neu eingespielten Songs zählen unter anderem "Two Rails To Nowhere" (ursprünglich von "Evil Hour", 1988) in einer erweiterten, an The Gun Club erinnernden Fassung mit Gitarrist Vincent O'Brien sowie "Candy Mountain" (von "This Train", 1986) mit hypnotischer Basslinie und zeitgemäßem elektronischem Sequencing. Die heutige Live-Besetzung um Stafford umfasst zudem Gitarrist Jim Adama, Bassist Dave Carmichael sowie Schlagzeuger Rob Haynes (The Membranes, Goldblade), der auch an den Aufnahmen mitwirkte. Gemastert wurde das Album von Marco Butcher im Boombox Studio in North Carolina, das Artwork gestaltete Harry Stafford selbst anhand von Bildern des Manchester-Künstlers James Chadderton.

"Reincarnation" ist seit dem 28. November digital über Spotify, Apple Music und Bandcamp erhältlich sowie als CD über Black Lagoon Records.

Tracklist
  1. Candy Mountain
  2. Buster's on Fire
  3. Daniella
  4. Two Rails to Nowhere
  5. Jerico
  6. Devil in my Room
  7. Phantom Track
  8. The Diseased Stranger's Waltz
  9. Damnation
  10. Thirst
  11. Superior Spectre
  12. Cowboy Song

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