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Dystopicon: Satirische Dystopie-Simulation auf Steam erschienen

Im Zeitmanagementspiel wirst du fürs Fernsehgucken bezahlt.


27.07.2026  Redaktion  0 Likes  0 Kommentare 
Dystopicon: Satirische Dystopie-Simulation auf Steam erschienen Bild Dystopicon: Satirische Dystopie-Simulation auf Steam erschienen Screenshot Dystopicon: Satirische Dystopie-Simulation auf Steam erschienen Foto

Stell dir eine Zukunft vor, in der Maschinen sämtliche Arbeitsplätze übernommen haben. Du musst nicht mehr schuften gehen, sondern wirst vom Staat dafür bezahlt, vor dem Fernseher zu sitzen und Sendungen zu konsumieren. Was im ersten Moment nach einem gemütlichen Traumjob klingt, entpuppt sich im satirischen Lebenssimulations- und Zeitmanagementspiel Dystopicon als beklemmender Überlebenskampf. Das spanische Entwicklerstudio Palitroque hat den Titel heute offiziell auf Steam veröffentlicht. Für einen Preis von 7,99 Euro mit einem 15-prozentigen Rabatt in den ersten zwei Wochen kannst du herausfinden, wie viel Freiheit dir in einer durchorganisierten Dystopie tatsächlich bleibt.

Fernsehkonsum als Staatsdienst und der Kampf ums Überleben
In Dystopicon schlüpfst du in die Rolle eines Bürgers der Klasse 2. Nachdem Roboter die menschliche Arbeitskraft komplett ersetzt haben, stellt dir die Regierung eine einfache Unterkunft zur Verfügung und weist dir deine neue Pflichtaufgabe zu: Du schaust Fernsehen, streichst dafür ein Gehalt ein und nutzt das verdiente Geld, um lebensnotwendige Dienstleistungen sowie Unterhaltung zu bezahlen. Jedes Haushaltsgerät und jeder Dienst kostet Geld, sodass du deine Finanzen und deine Zeit genau einteilen musst.

Im Laufe der Zeit stehst du vor der Wahl, ob du ein gehorsamer Staatsbürger bleibst oder dich gegen das Unterdrückungssystem auflehnst. Deine Entscheidungen beeinflussen den weiteren Verlauf der Handlung maßgeblich und führen zu insgesamt 14 verschiedenen Enden. Dabei kannst du vom einfachen Bürger bis zum Parteimitglied aufsteigen, in einem Umerziehungslager landen, Bürokrat werden oder dich sogar an einem Terroranschlag beteiligen.

Das Spiel bietet im Story-Modus insgesamt sechs verschiedene Szenarien, darunter ein geheimes Setting. Jedes Szenario erweitert dein Wissen über die Spielwelt und führt neue Spielmechaniken ein, die dich dazu zwingen, deine Überlebensstrategie ständig zu überdenken. Für besonders wagemutige Spieler gibt es zudem einen Challenge-Modus: Hier ist dein einziges Ziel, genug Geld anzusparen, um deine kleine Zelle für immer zu verlassen – ganz ohne tägliche Nachrichten oder Ablenkungen.

Von der Inspiration durch Sci-Fi-Klassiker zum Vollzeitprojekt
Hinter dem Projekt steht der spanische Entwickler Juan Felipe Molina. Die Geschichte der Entwicklung reicht bis ins Jahr 2018 zurück, als der Titel als bescheidener Prototyp auf Itch.io startete. Trotz einfacher Grafik aus dem Unity Asset Store verzeichnete die Urversion über 12.000 Downloads. Den entscheidenden Anstoß gab schließlich die Vorliebe des Entwicklers für klassische Dystopien.
Ich habe dystopische Geschichten schon immer geliebt und bin ein großer Fan der Klassiker, insbesondere der Werke von Philip K. Dick. In seinem Roman Ubik muss der Protagonist Münzen in verschiedene Haushaltsgeräte werfen, um sie benutzen zu können, und diese Idee hat mir sehr gefallen. Ich brauchte eine weitere Mechanik, um zu begründen, warum der Spieler Geld verdient, und dachte über Fernsehen und soziale Medien nach – und wie sie die Menschen an den Bildschirm fesseln. Was wäre der nächste Schritt? Genau dafür bezahlt zu werden! Als ich diese beiden Elemente hatte, begann ich, den Rest des Spiels aufzubauen.
Juan Felipe Molina
Nachdem Molina den Prototyp mit einer 28-Tage-Schleife fertiggestellt hatte, verstärkte die spätere Corona-Pandemie das Gefühl der Isolation, das auch das Spiel prägt. Im November 2025 kündigte Molina schließlich seinen regulären Job, um Dystopicon professionell auf Steam herauszubringen. Um dem Spiel einen eigenen visuellen Stil zu verleihen, holte er die 3D-Künstlerin Xenia Almela an Bord. Zudem steuerte der 2D-Künstler Mario Alba, der bereits Comics für das Original gezeichnet hatte, weitere Grafiken für die finale Version bei.

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Plattformen Mac, PC
Release 27.07.2026
Studio Palitroque
Publisher Palitroque
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