Die US-amerikanische Alternative-Rock-Band Deardarkhead rückt mit In Another Life einen zentralen Titel ihres aktuellen Albums The Pendulum Swings in den Mittelpunkt. Die Veröffentlichung ist das erste vollständige Studioalbum der Formation seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten und führt ihren instrumentalen Mix aus Shoegaze, Dreampop und Post-Punk fort.
In Another Life blickt auf ungelebte Möglichkeiten In Another Life beschäftigt sich atmosphärisch mit der Frage, was unter anderen Umständen hätte sein können. Der Instrumentaltitel verbindet klare Gitarrenarpeggien mit verzerrtem Tremolo, melodischen Basslinien und einem rhythmischen Fundament, das teilweise von Sitarmusik inspiriert wurde.
Ohne Gesang überlassen Deardarkhead die emotionale Deutung vollständig der Musik. Gitarren, Bass und Schlagzeug erzeugen dabei eine Mischung aus innerer Unruhe und zurückhaltender Melancholie. Gerade diese Offenheit ermöglicht Dir einen individuellen Zugang zu den Bildern und Stimmungen, die In Another Life vermittelt.
The Pendulum Swings beendet eine lange Albumpause The Pendulum Swings ist das erste Album der Band seit rund 26 Jahren und zugleich die zweite vollständige Veröffentlichung über das eigene Label Fertile Crescent Records. Die zehn enthaltenen Stücke verbinden älteres Material mit neueren Kompositionen und zeigen unterschiedliche Entwicklungsphasen von Deardarkhead.
Trotz dieser zeitlichen Spannweite versteht die Band das Album als geschlossenes Werk. Die Musik bewegt sich zwischen psychedelisch gefärbten Gitarrenpassagen, treibenden Post-Punk-Rhythmen und eher abstrakten, ambientartigen Momenten. Wiederkehrende Klangfarben und die konsequent instrumentale Ausrichtung sorgen dabei für einen erkennbaren Zusammenhang.
Neue Studiotechniken erweitern den charakteristischen Sound Aufgenommen wurde The Pendulum Swings bei Miner Street Recordings in Philadelphia. Brian McTear und Amy Morrissey produzierten das Album, begleiteten die Aufnahmen technisch und übernahmen die Abmischung. Das Mastering stammt vom Grammy-nominierten Toningenieur Joe Lambert.
Während der Produktion experimentierte die Band mit Drumloops, ungewöhnlichen Taktarten, zusätzlichen Keyboardflächen und stärker geschichteten Gitarrenspuren. Auch ein E-Bow und eine sechssaitige Bassgitarre kamen zum Einsatz. Diese Elemente erweitern den bekannten Sound, ohne die melodische Handschrift von Deardarkhead grundlegend zu verändern.
Der Abschied vom Gesang öffnete neue kreative Räume Deardarkhead wurden 1988 in Atlantic City im US-Bundesstaat New Jersey gegründet. Seit dem Ausstieg von Sänger Michael Amper im Jahr 2009 arbeitet die Band vollständig instrumental. Dadurch rückten melodische Texturen, dynamische Entwicklungen und das Zusammenspiel der Instrumente stärker in den Vordergrund.
Zur aktuellen Besetzung gehören Gitarrist Kevin Harrington, Schlagzeuger Robert Weiss und Bassist James Malizia. Malizia stieß nach den Aufnahmen des neuen Albums zur Gruppe und ersetzte Brandon Howard, der auf den ersten neun Stücken von The Pendulum Swings den Bass eingespielt hat.
Joe McGinty verleiht Letting Go zusätzliche Tiefe Beim bereits zuvor veröffentlichten Stück Letting Go arbeitete Deardarkhead mit dem Keyboarder Joe McGinty zusammen. Der Musiker ist unter anderem durch seine Kooperationen mit The Psychedelic Furs, Nada Surf, Ryan Adams und Deborah Harry bekannt. Seine Keyboardflächen ergänzen die Gitarren und verleihen der Aufnahme zusätzliche räumliche Tiefe.
Inhaltlich steht Letting Go für Veränderung und persönliches Wachstum. Das Stück greift die Idee auf, alte Muster hinter sich zu lassen und neue Richtungen zuzulassen. Damit passt es auch zur gegenwärtigen Phase der Band, die nach ihrer langen Veröffentlichungspause wieder verstärkt kreativ aktiv ist.
Fast vier Jahrzehnte zwischen Shoegaze und Dreampop Der Bandname geht auf das irische Gedicht Cean Dubh Dilis von Samuel Ferguson aus dem Jahr 1867 zurück. Ebenso wie diese literarische Vorlage setzt auch die Musik von Deardarkhead stark auf Atmosphäre und Stimmung. Schimmernde Gitarren treffen dabei auf pulsierende Bassfiguren und eine kraftvolle, häufig komplex aufgebaute Rhythmusarbeit.
Im Laufe ihrer Karriere spielten Deardarkhead unter anderem mit Supergrass, The Psychedelic Furs, Everclear, Nothing und The Lilys. Das Debütalbum Unlock the Valves of Feeling erschien 1998. Später folgten die Retrospektive Oceanside: 1991-1993 und die 2016 veröffentlichte EP Strange Weather.
The Pendulum Swings ist bereits digital erhältlich und kann außerdem auf CD sowie auf 180-Gramm-Vinyl bestellt werden. Damit ist das lange erwartete Comeback der Band nun auch in mehreren physischen Formaten verfügbar.
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