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Bonnie "Prince" Billy: Live-Album "Ghosts of American Psychonauts"

Will Oldham kündigt neues Live-Album aus Los Angeles an.


13.08.2026  Redaktion  0 Likes  0 Kommentare 
Bonnie

Wenn du das Schaffen von Will Oldham verfolgst, weißt du, dass seine Live-Aufnahmen selten gewöhnlichen Standardmustern folgen. Mit seinem neuen Album „Ghosts of American Psychonauts“ zeigt der US-amerikanische Musiker, den du vermutlich auch unter seinem Alias Bonnie „Prince“ Billy kennst, erneut seine ganz eigene Herangehensweise an Konzertdokumentationen. Statt ein Studioalbum schlicht auf der Bühne zu reproduzieren, macht er die Songs zum Ausgangspunkt für unberechenbare Neuinterpretationen.

Neudeutung im Pico Union Project
Die Aufnahmen für das Werk entstanden am Valentinswochenende des Jahres 2025 im Pico Union Project in Los Angeles – nur wenige Wochen nach dem Release seines Studioalbums „The Purple Bird“. Oldham nutzte die Konzerte, um das bestehende Material im Zusammenspiel mit einem hochkarätig besetzten Ensemble aufzubrechen und neu einzuspielen. Drei Stücke des Studioalbums wurden für die Auftritte komplett neu instrumentiert.

Im Zentrum der aktuellen Ankündigung steht das Stück „London May“, das ab sofort in der Version „London May (Live in the City of Ghosts)“ als Single vorab verfügbar ist. Der Song erhält auf der Bühne eine völlig neue Rhythmik. Dafür zeichnet der namensgebende Musiker London May verantwortlich, der einst als Schlagzeuger der Band Samhain bekannt wurde und dem Stück nun einen prägenden Puls verleiht.

Musikalisch wird die Session von einer vielfältigen Besetzung getragen: Thomas Deakin begleitet das Ensemble an der Klarinette und der heruntergestimmten E-Gitarre, während Jacob Duncan mit Flöte und Saxophon für besondere Klangfarben sorgt. Als weitere Gäste wirken Emmett Kelly, Ryder McNair, Dv DeVincentis und Patrick Shiroishi mit. Auch David Ferguson, der Produzent von „The Purple Bird“, gehört zum Kreis der Beteiligten.

Dass ausgerechnet „London May“ eine solche Überarbeitung erfährt, hat Vorgeschichte: Bereits auf „The Purple Bird“ stach der Song hervor. So bemerkte etwa das Musikmagazin Pitchfork eine feine Erschütterung in Oldhams Gesang, die dem Refrain seine besondere Intimität verlieh. Beim Konzert am 14. Februar 2025 erweiterte sich diese Intimität zu einem vielschichtigen Gruppenerlebnis. Neben den sieben Stücken von „The Purple Bird“ gehörten auch der Klassiker „I See a Darkness“, ältere Palace-Stücke sowie verschiedene Coverversionen zum Auftritt.

Das Resultat ist ein eigenständiges Dokument einer besonderen musikalischen Begegnung, das am 18. September über Domino Recording Company erscheint.

Tracklist
  1. Sometimes it's Hard to Breathe (Live in the City of Ghosts)
  2. Shorty's Ark (Live in the City of Ghosts)
  3. London May (Live in the City of Ghosts)
  4. Downstream (Live in the City of Ghosts)
  5. Strange Form of Life (Live in the City of Ghosts)
  6. This Is Far From Over (Live in the City of Ghosts)
  7. Trees of Hell (Live in the City of Ghosts)
  8. I See a Darkness (Live in the City of Ghosts)

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