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Beast trifft Butterfly: Intimes Interview

Duo spricht über neue EP, Sound, Vision und kreative Prozesse


10.04.2026  Redaktion  1 Likes  0 Kommentare 
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Mit ihrer neuen EP „Butterfly“ schlägt das Duo N/A ein neues Kapitel auf. Nach dem eher düsteren Vorgänger „Beast“ öffnet sich ihr Sound spürbar – ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Zwischen Grunge, Intimität und einer fast schon märchenhaften Bildsprache entsteht eine faszinierende Mischung, die neugierig macht. Im Interview sprechen Dylan und Alaska über kreative Prozesse, Gegensätze und die Magie hinter ihrer Musik.

Butterfly“ fühlt sich wie eine Transformation von „Beast“ an – was hat diesen Wandel in Ton und Atmosphäre inspiriert?
Dylan: „Beast“ war ein düsteres Album, eher in sich gekehrt und grüblerisch. Wir wollten diese Themen mit etwas Offenerem und Hellerem kontrastieren. Gleichzeitig wollten wir einige der raueren Elemente aus „Beast“ behalten, sie aber in einem transformierenden Kontext nutzen. Es macht auch Spaß, weil diese beiden EPs gewissermaßen ein Klangfundament bilden, mit dem wir später auf Albumlänge spielen können.

„Wir wollten Dunkelheit mit etwas Hellerem kontrastieren.“


In eurer Musik steckt eine starke folkloristische und surreale Ebene – woher kommt diese Bildsprache?
Alaska: Wir interessieren uns für die Dinge, die uns verbinden. Dylan und ich kommen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen. Es gibt eine spannende Überschneidung zwischen Schottland und Amerika. Viele Kulturen sind durch Folklore und Fantasie verbunden – Feen, Geister, Hexen gibt es überall in irgendeiner Form. Meine westlichen Feen treffen auf Dylans Druiden.

Ich liebe außerdem Fantasy-Literatur und Mythologie. Das gibt uns die Möglichkeit, etwas Fantastisches in unsere Musik einzubauen, ohne zu sehr tagebuchartig zu werden.

Dualität scheint ein zentrales Thema zu sein – wie beeinflussen Konzepte wie „Beast vs. Butterfly“ oder „Dusk vs. Dawn“ euer Songwriting?
N/A: Das ist im Grunde schon in den vorherigen Antworten enthalten.

Euer Sound verbindet Grunge mit sehr intimen, fast geflüsterten Emotionen – wie findet ihr die Balance?
Dylan: Wir mögen Dynamik. Das hält die Musik spannend und ermöglicht es, Gefühle auf eine tiefere Weise zu transportieren.

„Dynamik erlaubt es, Emotionen tiefer zu transportieren.“


Könnt ihr uns durch den kreativen Prozess eines Songs auf „Butterfly“ führen?
Dylan: „Witching Hour“ war wie eine Beschwörung. Klingt klischeehaft, aber der Song ist einfach aus uns herausgeflossen. Es war ein verschneiter Abend in Montana, und wir haben den Track in etwa 30 Minuten geschrieben und aufgenommen. Vielleicht haben die Bienenwachskerzen ja etwas heraufbeschworen.

„Der Song ist einfach aus uns herausgeflossen.“


Wie hat euch der Deal mit Partisan Records beeinflusst?
Dylan: Sie haben uns wirklich freie Hand gelassen. Gleichzeitig waren sie sehr engagiert und unterstützend, besonders bei der Präsentation unserer Musik und Visuals. Ich finde es extrem wichtig, bewusst und gezielt mit der eigenen Kunst umzugehen.

Songs wie „Tilt-a-Whirl“ und „Country Sour“ wirken sehr cineastisch – visualisiert ihr Szenen beim Schreiben?
Alaska: Absolut. Ich denke in Bildern, vor allem durch Worte. Ich habe Kunstgeschichte studiert, und das hilft mir dabei. „Country Sour“ basiert auf realen Orten – unter anderem auf einer Bar im Staat New York, die mein Großvater kannte. Ich habe diese Erinnerungen mit Eindrücken aus Montana vermischt.

Am Ende entsteht daraus eine Mischung aus Realität und Fiktion – so, wie unser Gehirn Erinnerungen zusammensetzt.

Welche Rolle spielt eure Zusammenarbeit für die emotionale Tiefe eurer Songs?
Dylan: Sie bringt uns dazu, Dinge zu entdecken, die wir alleine vielleicht nie geschrieben hätten. Der Austausch sorgt oft für komplexere und spannendere Geschichten.

Fühlt ihr euch auf „Butterfly“ experimenteller oder selbstbewusster als auf „Beast“?
Alaska: Sowohl als auch. „Beast“ war wie eine neue Freundschaft – man hat viele erste Themen, über die man spricht. Bei „Butterfly“ sind wir tiefer gegangen, haben bewusst Songs gewählt, die vielleicht etwas leiser oder komplexer sind. Das hat weniger mit Selbstbewusstsein zu tun, sondern eher damit, sich aus der Komfortzone herauszuwagen.

Was können Fans von euren Live-Auftritten erwarten – besonders beim Berlin-Konzert?
Alaska: Gitarrenakrobatik von uns beiden und meine ausschweifenden Geschichten. Kauft euch ein Ticket und findet es selbst heraus!

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