Wrestling with Shadows (DVD)

1556 0 4 12. Dezember 2010
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Titel:Hitman Hart: Wrestling with Shadows
EAN:5021123140829
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:Clear Vision (AL!VE)
Release:2010-12-03

Ein Jahr lang folgte eine Dokumentarfilmcrew Bret Hart auf Schritt und Tritt. Sie erhofften sich einen noch nie dagewesenen Blick hinter die Kulissen von World Wrestling Entertainment. Sie bekamen die dramatischste Episode in der Geschichte des Wrestlings. Durch seinen uneingeschränkten Zutritt konnte Regisseur Paul Jay in Hitman Hart, Wrestling with Shadows, einen Blick hinter die gut bewachten Mauern der Großveranstaltungen des Wrestlings werfen. Der Film untersucht die Moralvorstellungen im heutigen Wrestling-Zirkus und, als Fantasie und Realität sich vermischen, enthüllt die wahren Geschehnisse in Bret Harts Auseinandersetzung mit Vince McMahon, dem legendären Besitzer von World Wrestling Entertainment. Höhepunkt des Films ist das abgebrühteste Doppelspiel in der Geschichte des professionellen Wrestlings.

HITMAN HART, Wrestling with Shadows, ist ein Film über Gut und Böse, Opferbereitschaft und Gier, Loyalität und Verrat – und über einen Mann in der Welt moralischer Verunsicherung, der sich sein Verständnis von Würde und Wahrheit erhalten möchte.

Die Geschichte

Als sein Vertrag mit der World Wrestling Federation auslief und man sich gerade in neuen Verhandlungen befand, buhlte auch die WCW um den wohl größten Star der damaligen WWF (heute WWE). Nachdem Bret Hart seinen Vertrag bei der WWF verlängert hatte, entschied man sich für eine neue Ausrichtung des Sports Entertainment. Die Shows wurden erwachsener, es gab nicht mehr den klassischen Kampf zwischen Gut und Böse und damit konnte Bret Hart nicht mehr viel anfangen.

Nachdem sich seine amerikanischen Fans von ihm abgewandt haben und lieber Wrestler wie “Stone Cold” Steve Austin oder Shawn Michaels angefeuert haben, wandte sich auch Hart von seinen Fans ab und erklärte ihnen, dass er sich nicht mehr mit ihnen identifizieren könnte. Am Ende seiner damaligen WWF-Karriere steht der Montreal Screwjob, der wohl jedem Wrestlingfan ein Begriff sein wird. Hatte Vince McMahon, Inhaber und kreativer Kopf der WWF, doch am selben Tag noch versprochen, dass Bret Hart nicht in Kanada verlieren würde und er seinen Titel in den USA verlieren könnte, bevor er zur WCW geht. McMahon stand nicht zu seinem Wort und so ließ er Shawn Michaels den Titel gewinnen, obwohl Bret Hart nie rechtmäßig verloren hatte.

Die Dokumentation setzt ca. ein Jahr vor dem Montreal Screwjob an, als es mit der WWF immer weiter bergauf geht. Nicht zuletzt wegen Superstars wie dem Hitman. Dessen Vertrag ist ausgelaufen und so ist er frei, bei jeder Promotion anzuheuern. Und natürlich wird so ein Star von vielen umworben, so auch von dem größten Konkurrenten, der WCW, die sich einen förmlichen Quotenkrieg mit der WWF liefert. Aus Loyalität gegenüber Vince McMahon entscheidet sich Hart aber dafür, bei seinem jetztigen Arbeitgeber zu bleiben und schlägt dafür eine beachtliche Summe aus, die er bei der WWF nie bekommen wird. Aber nur einige Monate später beginnt der Abstieg des Hitman. Er wird bei den amerikanischen Fans immer unbeliebter. Diese feuern lieber die “bösen Jungs”, wie Steve Austin, Triple H oder Shawn Michaels an und nicht mehr ihre langjährigen Helden.

Der Mensch Bret Hart

Aber nicht nur mit dem Wrestling an sich beschäftigt sich diese Dokumentation, sondern auch mit dem Menschen Bret Hart. Dieser erzählt offen und ehrlich wie niemals zuvor, wie er mit der Legende Stu Hart als Vater aufgewachsen ist. Für ihn gab es eigentlich keinen andere Zukunft, außer die eines Wrestlers, genauso wie für seine Brüder und Schwestern. Die Söhne der Hart-Familie wurden allesamt Wrestler und die Töchter heirateten eben solche. Alle wurden sie im “Hart Familiy Dungeon”, der wohl legendärsten Wrestlingschule, von ihrem Vater trainiert, in dem auch Superstars wie Chris Jericho oder Billy Graham ausgebildet wurden. Dabei geht Hart darauf ein, dass sein Vater ihm so viele Schmerzen im Dungeon bereitet hat, dass er Todesangst vor ihm hatte. Aber dies habe ihn und auch seine Geschwister auf dem Pfad der Tugend gehalten.

Technisch kann man nicht viel an der Dokumentation aussetzen, wenn man daran denkt, dass diese 1998 gedreht wurde und nun erstmals in Deutschland auf DVD herauskommt. Bild und Ton sind  in WWE-typischer Qualität, nur bei den deutschen Untertiteln haben sich kleinere Rechtschreibfehler eingeschlichen,

Fazit

Eine der offensten und ehrlichsten Dokumentationen zum Thema Wrestling, die es wohl jemals geben wird. Wenn man diese Dokumentation gesehen hat, wird man das heutige Wrestling mit ganz anderen Augen sehen.

Gesamtwertung

94%

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