Ratatouille

1888 0 1 24. September 2008
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Titel:Ratatouille
EAN:4005209090957
System:PlayStation 3
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:THQ Entertainment GmbH
Release:2007-09-21

Ratten gehören nicht in die Küche? Der Meisterkoch Remy ist da aber eine Ausnahme. Statt sich artgemäß von Abfällen zu ernähren, ist Remy ein Freund der gehobenen Küche und gleichzeitig der liebenswerte Hauptdarsteller in “Ratatouille”, dem neuesten Werk aus der Disney / Pixar Filmschmiede. Und der kleine Nager hat es nicht nur auf die Leinwand sondern dank THQ auch auf unseren Redaktions-PC geschafft, wo wir mit ihm zusammen ein Süppchen gekocht haben. Ob es geschmeckt hat zeigt unser Spieletest…

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Die grundsätzliche Handlung des Films ist auch gleichzeitig der rote Faden für das Jump and Run. Remy, der äußerst knuffige Chefkoch hält wenig von Restmüll, sondern bevorzugt die gehobene Küche. Auf einem französischen Bauernhof kann man sich zu Beginn des Spiels erstmal mit der Steuerung vertraut machen und etwas üben. Dabei erhält man immer wieder kleine Aufgaben, die es zu meistern gilt. Dazu gehört das Entwenden von Kochbüchern, das Zusammentragen von Zutaten oder ähnlichen Missionszielen, die natürlich allesamt etwas mit Essen und Kochen zu tun haben.

Natürlich führt uns die Geschichte auch zum Küchenjungen Linguini, der unter dem Restaurant-Chef Skinner zu leiden hat und leider auch nicht besonders begabt im Kochen ist. So kommt es zu einer überaus nützlichen Freundschaft, denn die beiden ergänzen sich prächtig. Dabei steuert man den kleinen Nager aus der Verfolgerperspektive und hetzt durch 6 recht große Welten. Natürlich gibt es allerhand Gegner – Katzen zählen ja nicht gerade zu den natürlichen Freunden von Ratten. Aber denen kann man ja bei Bedarf den Rattenschwanz zu spüren geben und sich so seine Haut retten. Darüberhinaus kann Remy natürlich auch springen und beweist in einigen Aufgaben auch sein Talent als balancierender Artist.

Durch sein kindgerechtes Design ist das Spiel vor allem für Familien wie gemacht. Während dies ganz klar zum Kaufargument wird, muss man im Bereich Steuerung und Kameraführung einige Punkte abziehen. Nur zu oft wird die Kameraperspektive bei Verfolgungsjagden und kniffligen Aufgaben zum Showstopper und hemmt den Spielspass ganz gewaltig. Die Steuerung ist mitunter auch etwas zu ungenau – Zwischenspeichern dringend empfohlen.

Grafik und Sound

Grafisch macht “Ratatouille” einen guten Eindruck. Familienfreundlich, kindgerecht und gewaltfrei präsentiert sich das Spiel sehr detailverliebt und knuffig. Der Charme der Filmvorlage konnte eindeutig ins Spiel rübergerettet werden, wobei man den Witz der Leinwandausgabe vermissen könnte. Dennoch: Rein technisch macht “Ratatouille” einen durchdachten Eindruck. Besonders gut gefallen haben uns die 8 Traumwelten, die vor Erfindungsreichtum sprühen.

Soundtechnisch ist vor allem die deutsche Sprachausgabe hervorzuheben, die auch mit den Original-Sprechern aufwarten kann. Auch die Soundeffekte passen prima zum Spiel und bilden mit dem gelungenen Soundtrack eine gute Symbiose.

Fazit

Ratten gehören an den Herd - "Ratatouille" und sein Held Remy stellen dies unter Beweis. Technisch eigentlich recht gelungen verhindert die Steuerung und die mitunter miserable Kameraführung eine Auszeichnung. Und weil wir keine Sterne vergeben muss sich Remy mit 70 Punkten zufrieden geben. Das reicht immerhin noch für einen Bronze-Award. Mehr ist für den Nager in unserer Küche nicht zu holen gewesen.
Grafik
74%
Sound
81%
Gameplay
63%
Steuerung
31%

Gesamtwertung

70%

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