Spieletest: Color Symphony (PC)

2672 0 2 4. November 2014
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Ein langer Mantel. Ein großer Hut. Unser namenloser Held findet sich selbst in einer Welt wieder, in der es außer ihm niemanden zu geben scheint. Warum er alleine ist und wo alle anderen hin sind, ist unklar.

Das Gamedesign

Wo andere Titel mit auf hochglanz polierten Zwischensequenzen und malerisch gestalteten Spielewelten auftrumpfen, bietet „Color Symphony“ eine eher schlichte Spielwelt. Plattformen und Objekte, die wie von Hand gezeichnet aussehen werden vor einem einfarbigen Hintergrund dargestellt. Mittendrin, die schwarze Silhouette unseres Helden.

Das Gameplay

Bereits im zweiten der insgesamt fünfzig Abschnitte versperren uns drei verschiedenfarbige Mauern aus Kreissägen den Weg. Eine blau, eine grün und eine weiß. Nach einem Druck auf die Taste, welche neben der blauen Mauer angezeigt wird verändert sich der Hintergrund des Spiels in den blauen Farbton der Kreissägen. Wer in einem leeren Textdokument schon einmal in einer weißen Schrift geschrieben hat sollte wissen was passiert ist. Da Hintergrund und Kreissägen dieselbe Farbe haben sind die Kreissägen verschwunden. Nur die grünen und weißen Kreissägen bleiben sichtbar. Unser Held passiert die erste, nun unsichtbare Mauer und schaltet durch einen Druck auf die nächste Taste die Farbe des Hintergrunds in den Grünton der zweiten Kettensägen. Hinter unserem Helden erscheinen die bis eben verschwundenen blauen Kettensägen wieder und die vor ihm liegenden grünen verschmelzen mit dem Grün des Hintergrunds.

Nach diesem Prinzip muss sich unser Held durch die verschiedenen Abschnitte bewegen. Dabei sind jedoch Kreissägen nicht das Einzige, was sich ihm in den Weg stellt. Durch eine geschickte Wahl des Hintergrunds gilt es ebenso Gegnern aus dem Weg zu gehen, versteckte Plattformen zu entdecken und die Umgebung zu beeinflussen.

Über und unter unserem Helden sehen wir während des Spiels jeweils einen Balken. Der Balken am oberen Bildschirmrand stellt dabei die Lebensenergie dar, welche durch Fallen oder Gegner verringert wird. Am unteren Bildschirmrand befindet sich ein Balken, der die Energie unserer Spezialfähigkeit anzeigt. Aktivieren wir diese Fähigkeit haben wir die Möglichkeit alle drei Farben gleichzeitig auszublenden.

In vielen Bereichen kann man durch das geschickte Verändern des Hintergrunds und gekonnte Sprünge sein Talent in diesem Spiel beweisen. Einige Bereiche stellen sich jedoch als „Try-and-Error“ Bereiche heraus. So erscheinen einige Fallen aus dem Nichts oder Plattformen liegen außerhalb des Sichtbereichs und müssen so durch blinde Sprünge entdeckt und erreicht werden.

Die Story

Was genau der Hintergrund des ganzen Abenteuers ist, wird bis zum Ende nicht wirklich klar. So spricht unser Held immer wieder von einem Schicksal, das ihm widerfahren ist. Was genau jedoch mit der Welt und den anderen Bewohnern passiert ist oder wer dafür verantwortlich ist, bleibt bis zum Ende unbeantwortet.

Fazit

Da es sich bei „Color Symphony“ um einen Free-to-Play Titel handelt, ist jedem zu empfehlen sich einmal am interessanten Gameplay dieses Spiels zu probieren. Wer sich über frustrierende Abschnitte und mehrere kleine Bugs hinweg motivieren kann, wird mit diesem Spiel die eine oder andere herausfordernde Stunde verbringen.
Grafik
65%
Sound
60%
Gameplay
70%
Steuerung
45%

Gesamtwertung

60%

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