Jackie Chan – Kung Fu Master (DVD)

7814 1 5 27. Februar 2011
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Titel:Jackie Chan - Kung Fu Master
EAN:4009750201022
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:Euro Video
Release:2011-02-17

“Ein Jackie Chan Film? Klasse! – Der kann nur gut sein!”, so oder so ähnlich zumindest wird jeder der Jackie Chan Filme liebt beim Anblick dieses Titels denken, jedoch entpuppt dies ziemlich schnell als eine böse Überraschung. Zuerst jedoch ein kurzer Überblick über den Film und seinen Eckpunkten:

Handlung

Der Film erzählt die Geschichte aus der Sicht des 16 jährigen Jungen “Zhang Yishan” aus Indonesien , welcher noch zur Schule geht und in den Fächern Chinesisch und Geschichte so schlecht ist, dass er durchfällt und seinen Abschluss nicht schafft. Aufgrund dessen wird er von seinen Mitschülern geärgert und er beschließt, “Jackie Chan” aufzusuchen um sein Schüler zu werden, damit er sich an seinen Klassenkameraden rächen kann. Er reist schließlich nach Peking, hat jedoch Probleme sich dort zurecht zu finden. Statt im gesuchten Tempel landet er zunächst in einem Kloster. Nach einigen Fehlschlägen und Erlebnissen trifft er ihn schließlich.

Deutsche Synchronisation

Dass der Film eher nur viel Geld einspielen sollte, wird spätestens an der schlechten Synchronisation bemerkbar. Spätestens bei dem Telefongespräch von Zhang Yishan’s Großmutter aus Peking sowie seiner Tante aus Indonesien wird dies deutlich. Die Dialoge sind teils lieblos gehalten und wirken in der Sprache auf viele Situationen eher unpassend. Dies lässt den Film unglaubwürdig und langweilig erscheinen. Hier wurde schlampig gearbeitet, daher ein dickes Minus dafür!

Kameraführung

In nahezu jedem Film mit aktionsreichen Szenen ist eine hektische Kameraführung gang und gäbe, wobei es jedoch vielen Zuschauern besonders höheren Alters schwer fällt, das Geschehen wirklich zu verfolgen. Zumindest hier haben die Regisseure “Fang Gangliang” und “Juang Ping” gute Arbeit geleistet. Hektische Szenen wie Kämpfe  werden im passenden Abstand gefilmt, während ruhigere Szenen eher aus der Distanz verfolgt werden können. Dies macht den Film weder zu hektisch, noch zu langatmig.

Kung Fu

Kung Fu sollte man meinen, spiele in dem Film die Hauptrolle – schließlich möchte Zhang Yishan eben jenes noch besser beherrschen als zuvor. “Jaein”, denn so einfach ist dies nicht zu beantworten. An sehr vielen Stellen kommt Kung Fu zum Einsatz, spielt jedoch nie die Hauptrolle. Statt großer Stunts und Kämpfe stehen die Reaktionen vom Hauptdarsteller auf seine Mitmenschen im Mittelpunkt. Spannungsvolle Kämpfe? Fehlanzeige!

Wer also einen klassischen Jackie Chan Film des “Martial-Arts” Genres  mit ihm selbst erwartet, wird bei diesem Film eine böse Überraschung erleben. Im ganzen Film ist er nur ein paar Mal zu sehen und tritt erst am Ende wirklich in Aktion, wobei seine Rolle auch hier viel zu kurz kommt. Der Film wirbt mit dem Titel Jackie Chan – Kung Fu Master, doch Jackie selbst ist kaum zu sehen . Stattdessen erleben wir die Reise eines Jungen, welcher viele Strapazen auf sich nimmt, um ihn anzutreffen. Der Film soll dem Zuschauer etwas beibringen, als ihn zu unterhalten. Wer keine zu hohen Ansprüche stellt, wird zumindest für einen Abend etwas  Zeitvertreib finden. Wer aber Jackie Chan in Aktion erleben möchte, lässt besser die Finger von diesem Film.

Zum Ende sei so viel gesagt:  Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.

Fazit

Der Zuschauer fragt sich bereits nach kurzer Zeit: Wo ist Jackie? Wo ist sein Humor? Sowohl schauspielerisch als auch soundtechnisch vermag der Film nicht zu überzeugen. Der Charme der Protagonisten kommt nicht rüber und man muss aufpassen, nicht andauernd auf die Uhr zu schauen, um zu sehen wann der Film vorbei ist.

Gesamtwertung

60%

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