Inshalla – Razzia am Bosporus

1317 0 2 24. September 2008
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Titel:Inshalla - Razzia am Bosporus
EAN:4020974165303
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:Carol Media
Release:2008-07-17

Istanbul, Metropole und Kapitale dreier Weltreiche, Schmelztiegel verschiedener Kulturen, einzige Stadt auf zwei Kontinenten. In der geschichtlichen Entwicklung kann die Stadt auf zahlreiche historische Momente zurückblicken und auch wegen dieses Charms der Stadt wurde hier auch der Krimi/Abenteuerfilm “Inshalla – Razzia am Bosporus” gedreht. Hinter diesem zugegebenermaßen etwas reißerischen Titel verbirgt sich ein Film von und mit Carl Möhner, der hier im Herzen der Türkei einen spannenden Fall zu lösen hat.

Inshalla

“Inshallah!”, frei übersetzt “So Gott. will!” dreht sich um den deutschen Inspektor der Interpol (Carl Möhner), der in Instanbul eine Rauschgift-Gang auffliegen lassen soll. Dazu reist er in die Stadt zwischen den Kontinenten und nimmt hier alsbald seine Ermittlungen auf. Schnell schließt er in den Bars der Stadt auch erste Bekanntschaften und versucht dort “undercover” an den Stoff zu kommen. Hier zeigt sich auch, dass der Inspektor dem weiblichen Geschlecht durchaus nicht abgeneigt ist und der verführerischen Barbesitzerin (Eva Palmer) nicht widerstehen kann.

Der Film lebt und atmet Nostalgie, so daß Freunde des Genres (irgendwo zwischen Krimi und Abenteuerfilm) mit einem Hang zu den guten alten Zeiten vermutlich auf ihre Kosten kommen werden. Auch die Landschaftsaufnahmen und Bilder der Stadt sind insbesondere für Kenner Istanbuls sicher interessant. Leider kann die Story abgesehen von den genannten Punkten kaum überzeugen. Etwas zu platt, vorhersehbar und einfallslos gestaltet sich die Jagd nach den Rauschgiftbossen und die altertümlichen Ermittlungsmethoden können heute keinen Tatort-Fan mehr hinter dem Ofen hervorlocken.

Carl Möhner (1921–2005) war österreichischer Schauspieler und spielt seine Rolle in “Inshalla – Razzia am Bosporus” mit einer gehörigen Portion Pathos. Seine größten Erfolge feierte er mit Filmen wie Die Geierwally (1956), Weißer Holunder (1957) oder Wo die alten Wälder rauschen (1956). Die Regiearbeit in dem vorliegenden Film ist gut gelungen, wenn auch die eine oder andere Passage etwas langatmig daherkommt. Zu loben ist hingegen der Umfang und die Qualität des Bonusmaterials, die von diversen Trailern bis hin zu dem Bonusfilm “105 Minuten Aufenthalt”, einer Dokumentation reicht.

Fazit

"Inshalla - Razzia am Bosporus" bietet klassische Unterhaltung für Fans des Genres. Nicht mehr und nicht weniger. Der Film hat stellenweise seine Längen, aber dürfte insbesondere für Kenner Istanbuls durchaus sehenswert sein. Unterm Strich: 59 Punkte.

Gesamtwertung

59%

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