Heisse Katzen – Deadlier Than The Male

1118 0 1 24. September 2008
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Titel:Heiße Katzen
EAN:4020628981570
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:Koch Media GmbH - DVD
Release:2008-01-11

Es gibt Erfolgsrezepte, die sind so genial wie einfach. Wenn man etwas will, zum Beispiel eine Konzession zum Abbau von Ressourcen in einem fremden Land, und man kann es nicht bekommen, weil einem jemand im Wege steht, dann hilft es schon, wenn man denjenigen einfach umbringt. Mord als Mittel zum Zweck, das ist auch das Erfolgsgeheimnis des ominösen Unbekannten, in dessen Auftrag aufreizende Schönheiten den einen oder anderen Selbstmord inszenieren, Unfälle provozieren und sonstwie mächtigen und einflussreichen Ölmillionären zum Ableben verhelfen. Sie sind “Heisse Katzen” (Deadlier than the male)…

Miau!

Hugh Bulldog Drummond (Richard Johnson) ist ein gutaussehender Versicherungsdetektiv und natürlich leidet sein Arbeitgeber darunter, dass plötzlich so viele seiner Kunden den Weg ins Licht finden. Eine solche Häufigkeit kann keineswegs zufällig sein und so beauftragt er seinen besten Mann der Sache nachzugehen und die obskuren Unfälle zu überprüfen. Eine Spur führt in bald zu der bezaubernden Irma Eckman (Elke Sommer), die den Ölkonzernen gute Angebote bzgl. Konzessionen und Lizenzen machen kann, wobei niemand so genau weiß, wie sie eigentlich gedenkt diese wahr werden zu lassen. Aber sie hat ihre Argumente und meist sterben die Widersacher kurz nach ihrem Auftreten. Es ist aber Drummonds Neffe Robert (Steve Carlsen), der als erstes mit einer der “heißen Katzen” auf Tuchfühlung gehen muss. Nach einer “zufälligen” Begegnung mit Penelope (Sylva Koscina) entkommt er nämlich nur um Haaresbreite der Pulverisierung und begleitet fortan seinen Onkel auf der Suche nach den beiden Wildkätzchen. Eine Spur führt in die sonnigen Gefilde einer mediteranen Küste, wo sie auch bald auf den bis dato unbekannten Chef treffen. Es erwartet sie die nächste Überraschung…

“Heisse Katzen” stammt aus dem Jahre 1966 und erinnert auf frappierende Art und Weise an die Abenteuer eines anderen Leinwandhelden: James Bond. Angefangen bei der Filmmusik bis hin zum Charme des Hauptdarstellers, der in Bond’scher Manier eine magische Anziehungskraft auf Frauen hat, erinnert alles an die frühen Episoden der Filme von Ian Flemings Helden. Auch die Verwendung der deutschen Synchronstimme von Sean Connery unterstreicht die originären Anleihen. Dennoch: Man sollte jetzt nicht glauben, dass es sich hierbei um eine billig gemachte Kopie handelt. Vielmehr hat der Film, ähnlich wie die Vorlage, durchaus ihren Reiz. Dies liegt nicht zuletzt an den drei Hauptprotagonisten das blonde Gift Elke Sommer, die atemberaubende Sylva Koscina und der charmante Richard Johnson. Die 98 Minuten sind gefüllt mit zahlreichen süffisanten Andeutungen, zweideutigen Sprüchen und einer gehörigen Portion Action. Echte Detektivarbeit gibt es kaum zu bestaunen, denn die Ermittlungen sind schon sehr stark von Zufällen geprägt, aber dies macht dann auch einen gewissen Charme der Produktion aus.

Optisch weiss der Film zu gefallen. Der knallige 60er-Jahre-Look gibt dem Film ein besonderes Flair und unter der Regie von Ralph Thomas entstand so ein ziemlich unterhaltsamer Spionagethriller, der auch gerne mal zum Schmunzeln einlädt und nicht ganz so ernst genommen werden will. Leider ist das Bonusmaterial zum Film nicht sehr umfangreich, aber dafür kann Bildqualität trotz des Alters durchweg überzeugen. Es gab auch einen Nachfolgefilm namens “Some Girls Do”, der aber bei weitem nicht an die Erfolge des Vorgängers anknüpfen konnte.

Fazit

"Heisse Katzen" (Deadlier than the male) ist ein kurzweiliger und durchaus sehenswerter Thriller, der sich zwar schamlos bei dem großen Vorbild James Bond bedient, aber dennoch auch mit eigenem Charme zu gefallen weiß. Fans alter Bond-Filme sollten wirklich ein Auge drauf werfen und Elke Sommer Fans ebenfalls....

Gesamtwertung

84%

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