Die Ratte

1279 0 0 25. August 2009
Gefällt mir!

Titel:Die Ratte [Limited Edition]
EAN:4047879400124
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:Indigo
Release:2009-02-20

Klaus Lemke dürfte vielen unter uns bekannt sein. Er ist dafür bekannt seine Filme mit Laiendarstellern zu drehen. Solche Filme finden meist, bedauerlicherweise, kaum Beachtung. Dennoch kann man sein Werk aus dem Jahr 1992 “Die Ratte” als Karrieresprungbrett für einige Schauspieler nennen. Thomas Kretschmann, verdient sein Geld in den USA, meist in Actiongeladenen Filmen. Einer seiner größten Erfolge dürfte die Darstellung in Roman Polanskis “Der Pianist” aus dem Jahr 2002 sein. In “Die Ratten” übernahm er die Rolle des Kleinkriminellen Sven. Wir haben uns den Film angeschaut. Lohnt sich ein Kauf?

Die alltäglichen Probleme eines Kleinganoven

Der Kleinganove Sven kommt gerade aus dem Knast und wird von jeder Menge Altlasten geplagt. Es gibt kaum eine Gegend in der er nicht verschuldet wäre. Doch das schlimmste war die Tatsache, dass er seinen über Alles geliebten Porsche verpfänden musste. Doch jetzt kommt endlich die langersehnte Chance: Ein Koksdeal soll ihn wieder nach ganz oben bringen. Doch bevor man nach oben kommt, braucht man erst einmal etwas Bargeld. Also bedient er sich kurzerhand an den Ersparnissen seines kleinen Bruders Ricki (Marco Heinz). Dieser ist alles andere als erfreut und besteht darauf, ihn bei dessen Geschäften zu begleiten.

Der Film Spielt in dem Hamburger Kiez St. Pauli. Der Titel “Die Ratte” passt perfekt zum Protagonisten. Er ist schmierig, unangenehm und dreist. Ein skrupelloser Kerl, der nicht einmal davor zurückschreckt seine Liebschaften zu beklauen. Klauen, randalieren und Drogen, der Alltag von Sven. Der Film versucht authentisch zu wirken, insbesondere das typische Hamburger Flair kommt sehr gut rüber. An einigen Stellen wird mit den Klischees deutlich übertrieben. Insgesamt empfanden wir dies jedoch nicht als störend.

Die Darsteller liefern eine gute Schauspielerische Leistung. Das ist nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass der Film hauptsächlich mit Laiendarstellern besetzt wurde. Technisch ist der Film allerdings eine kleine Katastrophe. Der Ton ist flach und leicht verrauscht. Das Bild ist, typisch für einen Low-Budget-Film, grobkörnig und etwas unruhig. Dennoch kann man von einem gelungenen Film sprechen. Ein Film der schockieren und gleichzeitig auch mit Witz zu unterhalten weiß. Was ist das nun für ein Genre? Schwierig. Am ehesten kommt die Bezeichnung “Drama” in Betracht.

Fazit

Ein Film mit Höhen und Tiefen. Kurzzeitig hat man das Gefühl, dass die Tiefen überwiegen. Dem ist jedoch nicht so. Der Film bietet gute Darsteller und eine exzellente Kameraführung. Nur der schlechte Sound und das noch schlechtere Bild, sind ein Wermutstropfen. Alles in allem ein guter Low-Budget-Film.

Gesamtwertung

72%

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.