Filmkritik: All In – Alles oder nichts

816 0 0 6. Februar 2009
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Titel:All In - Alles oder nichts
EAN:4020628976897
USK:Freigegeben ab 6 Jahren
Label:Cine Plus
Release:2009-01-30

Straight Flush. High Card. Draw & Flop. Du weißt was diese Begriffe bedeuten oder? Poker, vor allem die Spielvariante Texas Hold’em Poker, das seit einiger Zeit mit Abstand die beliebteste Variante ist, sind ja gerade in aller Munde. Keine Werbepause mehr ohne Hinweis auf einen der zahlreichen Online-Anbieter und auch die Berichterstattung auf DSF und EuroSport kann sich sehen lassen. Es ist wohl der Traum eines jeden Hobbyspielers einmal bei einem großen Turnier teilzunehmen und dort so richtig abzuräumen, ein Bracelet mit nach Hause zu nehmen und den Ruhm natürlich auch. Und genau darum geht es in “All In – Alles oder nichts”…

Von Pokerweisheiten und Gesichts-OPs…

Alex Stillman (Bret Harrison) ist ein ambitionierter Hobby-Pokerspieler. Er spielt so gut, dass zunächst all seine Freunde keinen Bock mehr haben gegen ihn zu verlieren, so daß er sich langsam im Internet einen Namen macht. Spiel um Spiel gewinnt er und sahnt dabei auch die ersten Siegprämien bei kleineren Turnieren ab. Auch wenn seine Eltern zu Beginn alles andere als begeistert sind, lassen sie ihren Sohn erstmalig auch an einem echten Pokerturnier, welches im Fernsehen übertragen wird teilnehmen. Eigentlich soll der Junge ja als Anwaltsgehilfe arbeiten um später vielleicht mal ein Jura-Studium anzugehen, aber der hat eigentlich ganz andere Sachen im Sinn. So nimmt er an dem besagten Turnier teil und auch wenn er hier nicht siegen kann, so hat dies dennoch sein Gutes.

Denn Stillmann fällt auf. Der ehemalige Profi-Spieler Tommy Vinson (Burt Reynolds) wird auf den aufsteigenden Stern am Flop-Turn-River-Himmel aufmerksam und überredet ihn, gemeinsame Sache zu machen. Vinson nimmt ihn unter seine Fittiche, bringt ihm entscheidende Tricks bei, die er noch nicht beherrscht und zahlt auch die Teilnahmegebühren. Dafür teilen sich die beiden die daraus entstehenden Gewinne. Als es dann jedoch zum Streit kommt und das Dream-Team zerbricht entscheidet sich Vinson, nach 20 jähriger Abstinenz vom Pokerspiel, ein letztes Mal an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen. Ebenfalls mit dabei: Alex Stillman. Es kommt zum großen Heads-Up…

Der Film “All In – Alles oder nichts” ist für Pokerspieler und solche die zumindest die Regeln ein wenig kennen in diesen Zeiten ein gefundenes Fressen. Überall wimmelt es nur so von Live-Übertragungen im Fernsehen und wer den Hals nicht vollkriegen kann, der wird an der Hollywood-Produktion natürlich seine Freude haben. Der Film wirft dabei mit jeder Menge Pokerweisheiten um sich (“You dont play the cards, you play the men” und ähnliches) und bringt auch das “ausgekochte Schlitzohr” Burt Reynolds mal wieder auf den Schirm. Gerade “natürlich” wirkt dessen Gesicht mittlerweile zwar nicht mehr, aber bevor wir Gerüchte in die Welt setzen kommen wir lieber zum Wesentlichen…

Der Film ist solide gemacht und hat einige sehenswerte Momente, auch wenn man die Handlung und den Ausgang des Films praktisch schon nach kurzer Zeit vorhersehen kann. Profi-Poker-Spieler wird der Film vermutlich eher langweilen, aber dennoch wird der Streifen auch seine Anhänger finden.

Fazit

"All In - Alles oder nichts" ist eine ordentliche Filminszenierung des derzeitigen Pokerhypes mit guter Besetzung und guter Qualität. Die Story ist leider etwas zu vorhersehbar, aber Freunde des Spiels werden dennoch auf ihre Kosten kommen.

Gesamtwertung

72%

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