Voice Reader Studio

977 0 0 24. September 2008
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Vor einigen Monaten hatten wir den “Voice Reader” aus dem Hause linguatec im Test und attestierten dem Vorleseprogramm mit immerhin 80 Punkten eine hervorragende Leseleistung und eine “enorme Arbeitserleichterung für alle, die professionell viel lesen müssen”. Mit dem vorliegenden “Voice Reader Studio” geht der Hersteller nun noch einen Schritt weiter und bietet eine Software zum professionellen Einsatz. Vertonung kompletter Websites sollte damit möglich sein, aber auch Präsentationen, Videos, Ansagetexte und vieles mehr kann man damit vertonen. Wir haben die Software unter die Lupe genommen.

Teuer, aber oho!

Mit rund 500 Euro Anschaffungspreis ist die Software 10 mal teurer als der kleine Bruder “Voice Reader” vom selben Hersteller. Was also rechtfertigt diesen großen Preisunterschied? Fangen wir erstmal mit den elementaren Features an. Sinn und Zweck des Programms ist es sich Texte aus Outlook, Word oder jeder anderen Quelle live vorlesen zu lassen. Darüberhinaus besteht auch die Möglichkeit das Gelesene als MP3 oder WAV-Datei abzuspeichern und so auf den MP3-Player oder als Audio-CD fürs Autoradio auch für unterwegs bereitzuhalten. Nach dem Start des Programms öffnet sich das Voice Reader Fenster in das man Texte hineinkopieren kann, die dann von der Software über die Boxen ausgegeben werden. Wahlweise gibt es auch Plugins Word, Outlook, Powerpoint und Acrobat, so daß man mit nur einem Klick aus den Anwendung heraus das Vorlesen starten kann.

Die Studio Edition verfügt über eine weibliche (Julia) und eine männliche (Marc) Stimme, die beide ihren Job sehr gut machen. Natürlich sollte man keine Wunder erwarten von den beiden und so werden spezielle Fachausdrücke und Anglizismen schon zu kuriosen Aussprachen führen, aber bei recht standardisierten Texten ist das Ergebnis wirklich fanszinierend. Außerdem ist die Studio-Edition lernfähig. Ein Editor zur Verbesserung der Aussprache hilft dabei, dass die Stimmen noch realistischer klingen und mit Hilfe der Pausensteuerung kann man den beiden noch menschlichere Züge geben. Die Studio-Edition erlaubt zusätzlich auch das Einspielen von Soundeffekten, z.B. Applaus oder O-Töne.

Lizenzrechtlich gesehen…

…bietet “Voice Reader Studio” die Möglichkeit die Inhalte an ein großes Publikum zu verbreiten und das ist auch der größte Unterschied zum kleinen Brüderchen. Denn nun kann man seine komplette Homepage vertonen, so wie es auch der Brockhaus Verlag mit seinen Seiten gemacht hat. Hörproben der Brockhaus-Artikel stehen zur Verfügung: www.linguatec.net/Brockhaus

Damit liegen 260.000 Lexikonartikel im MP3-Format vor und dies ist dem “Voice Reader Studio” zu verdanken.

Fazit

"Voice Reader Studio" erweitert die ohnehin schon guten Features vom "Voice Reader" um weitere Detaillösungen und bietet darüberhinaus die Möglichkeit die gesprochenen Texte einer großen Hörergemeinde zu präsentieren. Dies allein wiederum relativiert den recht teuren Anschaffungspreis von 500 Euro und macht das Tool zu einer unverzichtbaren Komponente für multimediale Projekte mit professionellem Anspruch.

Gesamtwertung

89%

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