PSP-Studio

1988 0 0 24. September 2008
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Als “Multimedia-Turbolader für die PSP” bezeichnet sich das “PSP Studio” aus dem Hause S.A.D. selbst auf dem Cover. Im Wesentlichen verspricht das Programm unter dem Motto “Nur Spielen war gestern” die Umwandlung beliebiger Musik- und Videoformate in ein PSP-taugliches Dateimedium. So kann man dann mit seiner tragbaren Playstation unterwegs Musik hören und Filme ansehen, die man zuhause im Regal hat. Also schnappen wir uns das USB-Kabel unserer PSP, legen die CD ein und schauen mal, was wir damit so anstellen können.

Was man braucht und was man wissen sollte

Man braucht neben einer PSP und der Software natürlich noch das USB-Kabel zur Verbindung mit dem PC und idealerweise eine Memory Card mit entsprechenden Speicherkapazitäten. MP3-Alben und Filme können schnell mehrere hunderte MB an Speicherplatz belegen und so macht es Sinn sich vorher entsprechend auszurüsten, wenn man in den Genuss solcher Medien kommen will. Leider ist das mitgelieferte Handbuch zwar vollständig was die Software als solche angeht, aber leider weist es doch einige Lücken ion Bezug auf die PSP auf. Der Anschluss via USB-Kabel mag da noch kein Hindernis sein, aber zu den anderen Punkten später mehr…

Das Menü ist aufgeräumt und gibt den Weg auf die drei Hauptfeatures des Programms frei. Zum einen ist das die “Umwandlung” zu nennen. Hiermit kann der Anwender DVD-Videos, einzelne DVD-Kapiteln sowie prinzipiell alle Videoformate, für die ein Codec im Windows-Betriebssystem vorhanden ist, beispielsweise AVI, WMV, MP4, 3GP, VOB, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4 (DivX 3.11 bis 6, XviD, Nero Digital, usw.), MJPEG und QuickTime MOV einlesen und in MP4-Dateien für die PSP umwandeln. Das Ganze dauert natürlich seine Zeit und so gehen schon ein paar Stunden ins Land bis man seine DVD auf der PSP sehen kann. Die Qualität kann dafür überzeugen und entschädigt für die lange Wartezeit.

Audio-CDs werden gerippt und vom “PSP Studio” als MP3 auf der Festplatte gespeichert. Und spätestens jetzt macht sich das lückenhafte Handbuch bemerkbar, denn wenn man nicht weiß, wohin mit den Dateien, dann hat man ein Problem (Keine Titel gefunden, Tipp: Auf der Memory Card einen Order “Music” anlegen und die MP3s darin ablegen, nur so klappt es).

Die dritte Hauptfunktion in “PSP-Studio” ist der Internet Radio Recorder. Hier kannst du aus einer umfangreichen Liste von Internetradios wählen, um diese anzuhören oder deren Programm mitzuschneiden (hierbei werden die einzelnen Titel automatisch einzeln gespeichert und nach den Titelinformationen benannt, die das jeweilige Internetradio mitliefert). Darüber hinaus lassen sich Filter konfigurieren (so dass nur Titel z.B. eines bestimmten Interpreten aufgenommen werden) und für Internetradios mit festen Sendeplänen ein Zeitplaner aktivieren. Ein nettes zusätzliches Feature, welches dazu beiträgt die legale Musiksammlung rasant auszudehnen.

Nicht unerwähnt lassen wollen wir die Tatsache, dass das Programm immer wieder diverse technische Macken hatte. Bricht man eine DVD-Umwandlung in der Mitte ab, hängt sich das Programm auf und lässt sich nicht mehr beenden. Manchmal tritt auch das Problem auf, dass es bei gewissen Aktionen wie der Ordnerauswahl plötzlich abschmiert. Es trat zwar nicht häufig auf, aber auffällig genug, um es in diesem Test zu erwähnen. Hoffentlich kann ein baldiges Update hier für Besserung sorgen.

Fazit

Das "PSP-Studio" ist ein gelungenes Programm für die Umwandlung von DVD, Audio-CDs und diversen Dateien in ein von der PSP unterstütztes Format. Damit kann man tatsächlich seine Lieblings-CDs und Filme für unterwegs einpacken. Die Software richtet sich dabei jedoch gezielt an Neulinge, die gerne alles "aus einer Hand" haben möchten, denn es gibt zahlreiche Programme aus dem Freeware-Bereich, die genau das gleiche machen, nur eben nicht alles auf einmal können. Wer sich diesen Luxus gönnen will, ist mit "PSP-Studio" ganz gut beraten.

Gesamtwertung

70%

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