Password Guard v3

3332 13 2 19. März 2010
Gefällt mir!

Titel:Password Guard
EAN:4017404017097
System:Windows 7
Label:S.A.D.
Release:2010-01-29

Das Grundproblem kennt eigentlich jeder: Man hat einen Account bei Facebook, einen bei Twitter, man hat einen oder mehrere E-Mail-Account, ein Konto beim favorisierten MMORPG. Dann noch Online-Banking, Online-Videothek, Online-Apotheke, Ebay, Amazon, womöglich noch Toto-Lotto und zu guter letzt braucht man natürlich UNBEDINGT einen Account in unserem Forum. Aber so schön diese neue Online-Welt auch ist – ein Problem kommt mit einher. Für jeden dieser Accounts braucht man auch ein Passwort. Ach, du hast das Problem nicht, weil du bei allen dasselbe Passwort verwendest?

Aua!

Für die kleinen grauen Zellen mag dies der Schongang sein, aber was, wenn auch nur ein einziger Anbieter gehackt wird und die Hacker in den Besitz deines Passworts kommen? Die sind ja nicht doof und werden es zumindest mal versuchen mit deinen Benutzerdaten auch dort erfolgreich zu sein. Und plötzlich hat man ein richtiges Problem, wenn über den geknackten Account eines Shoppingportals oder Autionshauses ohne dein Wissen Artikel im nicht unbeträchtlichen Warenwert irgendwohin verschickt werden, während das Geld von deinem Konto abgebucht wird.

Wie bereits gesagt: Aua! Das tut weh. Also braucht man streng genommen für alles ein extra Passwort. Aber aber das kann sich ja wieder kein Mensch merken. Stimmt, und genau da setzte das neue Produkt “Password Guard v3” aus dem Hause Sydatec / S.A.D. an. Das Tool verspricht eine Art “Passwortsafe” zu sein. Laut Pressetext sei es eine “praktische Lösung zur einfachen Verwaltung von Kennwörtern, deren Bedienkomfort und Sicherheitsfunktionen jeden überzeugen.” Na, das wollten wir natürlich genauer wissen.

Die Installation der rund 17 MB großen Setup-Datei nimmt nur wenige Sekunden in Anspruch, anschließend beim ersten Programmstart noch den 25-stelligen Produktcode angeben, fertig. Die Programmoberfläche ist aufgeräumt und begrüßt den User mit einem schicken, stylischen Menü, welches folgende Menüpunkte bereithält:

  • Meine Kennwörter
  • Gemeinsame Kennwörter (für Kennwortlisten, die man beispielsweise mit dem Partner teilen kann)
  • Kennwortgenerator (lobenswert!)
  • Kennwortanalyse (wie sicher sind deine Kennwörter?)
  • Lizenzverwaltung von Softwareprodukten
  • Datenshredder
  • Express Cleaner
  • Sicherungskopien
  • Optionen, Programminfo

Man erkennt schon, dass das Programm einiges mehr bietet als eine bloße Kennwortverwaltung, die wir uns aber nun genauer ansehen möchten. Als erstes legen wir also eine neue Kennwortliste an und vergeben ein Masterkennwort. Dieses sollte natürlich hinreichend komplex sein, schließlich soll es in Zukunft all unsere Passwörter aller Accounts und Seiten schützen. Zu komplex sollte es dann aber vielleicht auch nicht sein, denn wir werden es noch sehr oft brauchen. Wieso erfahrt ihr gleich.

Nachdem man nun ein Masterkennwort vergeben hat kann man nun einzelne Einträge anlegen. Für einen Ebay-Account, einen für Facebook, einen für unser Forum (man kann es nicht oft genug sagen) und schon hat man schnell eine stattliche Liste beisammen. Bei jeder Anlage signalisieren einige Sterne wie sicher das verwendete Kennwort ist. Ein Stern bedeutet soviel wie “unsicher”, 4 und mehr Sterne gelten als “sicher”. Wer will kann an dieser Stelle auch den Passwortgenerator bemühen, um sicher zu sein – im wahrsten Sinne des Wortes.

Nun merkt sich das Tool nicht nur die Passwörter in einem Container, sondern dient auch als kleiner Assistent bei der Eingabe. Wenn man nun beispielsweise in unser Forum gelangt (langsam wird es ein “running gag”, oder?) kann man mit einem Klick auf das Symbol in der Taskleiste den Menüpunkt “Zugangsdaten einfügen” auswählen. Es öffnet sich ein Fenster mit der Frage nach dem Masterkennwort und der Frage nach dem richtigen Listeneintrag. Danach erfolgt die Anmeldung und man ist angemeldet.

An sich ist das ja wirklich toll, aber die Sache hat einen wirklich unschönen Haken. Man man eine Seite geöffnet und daneben noch ein paar weitere Tabs mit anderen Seiten offen poppt das Fenster mit dem Eingabe-Assistenten jedesmal hoch, wenn man den Tab anklickt – auch wenn man sich 10 Sekunden vorher an der Seite angemeldet hat. Ganz offensichtlich prüft das Programm zwar, ob gerade eine Browserseite aufgerufen wurden und welche das ist, allerdings verfügt es über keinerlei Informationen darüber, ob man bereits an der Seite angemeldet ist oder nicht. Die Folge liegt auf der Hand: Schon nach kurzer zeit, insbesondere bei intensiver Arbeit, nervt der “Assi” ganz gehörig.

Glücklicherweise lässt sich dieses Feature abstellen (siehe Screenshots), man hat dann noch immer die Möglichkeit über das Symbol in der Taskleiste auf die Inhalte zuzugreifen – es entfällt einfach der Automatismus. Ansonsten kann man aber nur Lob über das Programm ausschütten: Es ist nicht nur überaus schick gemacht, sondern auch intuitiv und einfach in der Handhabung. An sich würden wir soweit gehen zu sagen, dass es selbsterklärend ist – wer will kann trotzdem mal in das rund 40-seitige bebilderte Handbuch blicken.

Hauptmerkmale

  • Verwaltung von Kennwörtern und Zugangsdaten in diversen Kategorien
  • 2 spezifische Kennwortlisten: “Meine Kennwörter” und “Gemeinsame Kennwörter”
  • Automatisches Ausfüllen von Zugangsdaten (automatisch oder per Drag&Drop)
  • Favoritenmenü für schnelles Öffnen kennwortgeschützter Webseiten (optional)
  • Kennwortgenerator zum Erzeugen von sicheren Kennwörtern
  • Kennwortanalysefunktion für sichere Kennwörter
  • Suchfunktion in allen Listenansichten
  • Umfangreiche Datenaustauschfunktion
  • GoMobile! für den mobilen Einsatz auf einem USB-Stick
  • Direkter Kennwortdatenabruf per Menü oder Tastenkombination
  • Erweiterte Netzwerkunterstützung für Gemeinsame Kennwörter
  • Softwarelizenzverwaltung
  • Datenshredder zum sicheren Löschen von Dateien
  • Express Cleaner zum schnellen Bereinigen sensibler Daten
  • Komfortable Datensicherung und Wiederherstellung
  • Druckfunktion für Kennwort- und Softwarelizenzlisten

Sicherheitsmerkmale

  • Datenverschlüsselung mittels 448bit starkem Blowfish-Algorithmus
  • Brute Force-Schutz für alle Autorisationsdialoge
  • Mit individuellem Masterpasswort verschlüsselte Kennwortlisten
  • Schutz des Masterpasswortes vor externem Zugriff
  • Optional verfügbare Bildschirmtastatur für Masterpasswort-Eingabe
  • Verschlüsselte Datenbanken und Transferdateien
  • Verschlüsselter Speicher für Programmoptionen
  • Laufzeitverschlüsselung für sensible Daten
  • Detaillierter Statusbericht für Kennwortlisten
  • Hinweis, wenn sich sensible Daten im Zwischenablagepuffer befinden
  • Meldung über fehlgeschlagene Autorisationsversuche
  • Automatisches Schließen von Kennwortlisten (optional)
  • Kennwortgenerator mit statistischer Streuung
  • Anzeige Bewertungsskala für die Kennwortqualität
  • Hinweis auf unsichere Zugangsdaten
  • Anzeige der Verbindungsart für Internet-Adressen
  • Systemschutz vor schädlicher Software
  • Systemschutz-Protokoll

Kennwortkategorien

  • Website
  • Bank
  • Online-Shop
  • Kreditkarte
  • Chat-Foren
  • E-Mail
  • Software
  • Hardware
  • Server
  • Netzwerk
  • Sonstige

XML-Datenimport

  • AceBit Password Depot
  • KeePass Password Safe

Unterstützte Webbrowser

  • Microsoft Internet Explorer
  • Firefox
  • Opera
  • Google Chrome

Fazit

Der "Password Guard v3" ist ein überaus hilfreiches Tool im täglichen Passwort-Wahn. Endlich sichere Passwörter in einer schicken Verwaltung mit tollen Features!

Gesamtwertung

90%

13 comments

  1. Oh Gott… das ist der letzte Müll.

  2. Na, ob man das so stehen lassen kann? Nenn uns doch lieber ein paar Alternativen, von denen DU weisst, dass sie das produkt hier übertreffen können…

  3. @Alexander: Darauf wirst Du keine Antwort von “Gerd” bekommen. Sein Kommentar ist doch dümmlichstes Bashing oberster Stufe 😉

  4. @Alexander: Ich verwende derzeit eine Freeware. Password Guard habe ich als Testversion gehabt und das Tool hat mich kein bisschen überzeugt. Da kenne ich sehr viele kostenlose Programme die besser sind.

    @Matze: Mag sein, dass du das für “dümmlichstes Bashing” hältst… Password Guard ist für mich nun mal Müll, zumal es meiner Meinung nach bessere/vergleichbare Freeware gibt.

  5. @ Gerd: KeePass ist, meiner Kenntnis nach, das einzigste “kostenlose Programm”. Alle anderen “kostenlosen” sind abgespeckte Versionen von Kauf-Versionen.

    Weil es “vergleichbare Freeware” gibt, ist also Password Guard “Müll”? Die Logik und alles was du hier sagst, ist irgendwie haarsträubend… Lade dir mal einen Keylogger herunter und schaue wie deine Freeware reagiert und wie Passwort Guard reagiert – das nur mal als Beispiel ….

    Ich glaube eher, du bist von der Konkurrenz und willst diesem wirklich gut gemachten Programm einfach nur (anonym in einem Forum) ans Bein pissen 😉

  6. Das mit “diesem wirklich gut gemachten Programm” sehen nun mal nicht alle so. Ich nicht und die Chip, Ausgabe 5/2008 auch nicht.

    Chip über Password Guard:

    Nicht empfehlenswert (44 von 100 Punkten)

    „… Bei der Oberfläche haben sich die Entwickler anscheinend stark am Media Center von Microsoft orientiert. Das Ergebnis: eine einfache und intuitive Bedienung – nur, dass der Password Guard nicht so sicher ist, wie es nötig wäre. …“

  7. @Gerd: Du sagst es ja selbst: “Ausgabe 5/2008”. Dir ist schon klar, dass das eine neue Version ist über die wir gerade reden? Zur Erinnerung: Da wo ich lebe ist es 2010!^^

  8. …und wenn wir schon im Jahr 2008 herumstöbern:

    “Password Guard speichert Kennwörter und vereinfacht so die Anmeldung bei Webseiten und Online-Shops.”

    Sagt die com!, Ausgabe 5/2008, Note 1,5.

  9. @Gerd: wow … das du out of space bist, dürfte ja jetzt wohl klar sein. Hast Du noch einen Testbericht von vor 10 Jahren vielleicht, der das aktuelle Programm beurteilt?

  10. Übrigens man sollte auch nicht alles glauben, was in der Zeitung steht. Ist es noch nie jemandem aufgefallen, dass die Testsieger von Chip und Computerbild (meistens auch im Gegenzug auf Heft-CD gepackt) bei amazon z.B. die schlechtesten Erfahrungsberichte haben?

    Mir fiel gerade auch ein, dass Computerbild vor Wochen wieder einen Vergleichstest von Kennwort-Programmen gemacht hat und Password Guard 3 war erstaunlicherweise überhaupt nicht dabei, dafür aber 2 mal ein und das selbe Programm von Steganos. Entweder liebt man Steganos bei der Computerbild oder die 5. Spalte musste irgendwie gefüllt werden. Für mich ist jedenfalls damals klar gewesen, dass die den Passwort Guard nicht getestet haben, weil er sicher dann den (und nicht nur den) Dauer-Heft-CD-Testsieger geschlagen hätte 😉

    Für mich ist diese Keylogger-Kill Funktion jedenfalls etwas herausragendes. Und das macht kein anderes Kennwortproggi. Ich habs getestet – weil ich verlasse mich nicht auf pauschalen Müll aus der Presse.

    @Gerd: Ich weiß jetzt immer noch nicht, welche “vergleichbare Freeware” du verwendest…

  11. Password Safe,
    passwordsafe.sourceforge.net/

    Und die ist nicht mit Password Guard “vergleichbar”, sondern besser 😉

    • Also ich kenne Password Safe – und ich kann deine Meinung nicht ganz teilen. Zum Einen bietet Password Guard bedeutend mehr Features, zum Anderen ist die Handhabung beim “Passwort Safe” schon etwas umständlicher. Klar, für ein Freeware-Produkt ist es gut gemacht, keine Frage. Aber würdest du (wenn du schon sagst, dass es besser ist als Password Guard) auch mehr dafür bezahlen? Sagen wir mal 50 Euro? Oder findest du Password Safe vor allem deswegen besser, weil es eben nichts kostet (bei privater Nutzung!)…

  12. @Gerd: Also was den Punkt Sicherheit und Bedienungsfreundlichkeit an geht, liegst du wohl definitiv falsch mit deinem “besser”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.