Nero 8

1132 0 0 24. September 2008
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Nero ist wohl das bekannteste und meisterverkaufte Brennprogramm überhaupt
Die Entwickler haben sich mit dem Namen “Nero Burning Rom” ein nettes zweideutiges Wortspiel ausgedacht. Hier wird einerseits die Funktion des Programms beschrieben (CDs brennen) und andrerseits auf den römischen Kaiser Nero angespielt der Rom in Brand gesteckt haben soll. Ungeschickt ist eigentlich nur das Symbol gewählt worden (das brennende Kolosseum). Das wurde erst nach Nero erbaut. Nun, gut. Kommen wir zum eigentlichen Thema zurück. Anfang Oktober erschien die 8. Version des bekannten Brennprogramms. In diesem Test erfahrt Ihr was es kann und was nicht.

Die Zeiten ändern sich. Nero ist heutzutage mehr als nur ein Brennprogramm. Die 8. Version bietet 20 verschiedene Anwendungen. Von Multimedia-Aufgaben über Heim-Vernetzung bis hin zur Datensicherheit. Überarbeitet wurde auch das Startcenter, dass durch seinen einfachen und verständlichen Aufbau punkten kann. Die Installation nimmt rund 800Mb auf der Festplatte ein. Nach wenigen Minuten ist der Vorgang abgeschlossen und nach einem Neustart des PCs stehen alle Anwendungen zur Verfügung. Das gesamte Design sieht Vista sehr ähnlich. Wer von einer älteren Version umsteigt wird am Anfang Probleme haben sich zurechtzufinden.

Nero StartSmart

Hier findet man die Anwendungen zum Brennen von Audio-CDs, Daten-CDs und Video-Disks. Man kann ebenfalls CDs Rippen, Direktkopien einer Disk sowie eine Jukebox-Disk erstellen. Der Unterschied zur Normalen Audio CD ist, dass man bei der Jukebox Disk die Musikdateien im MP3, WMA oder Nero Digital-Format brennt. Das ist natürlich gut, da man so viel Musik auf eine CD packen kann. Pech hat man nur wenn der CD/DVD Spieler dieses Format nicht unterstützt. Unter dem Menüpunkt “Daten sichern” kann man, welch Überraschung, ein Backup der wichtigsten Daten erstellen, planen oder wenn schon ein Backup vorhanden ist auch wiederherstellen lassen. Auch eine bootfähigen Notfall-Systemdisk lässt sich hier brennen.

Nero Burning Rom

Hier hat sich so gut wie nichts verändert. Es wurden nur einige neue Icons hinzugefügt. Das Interface ist gleich geblieben. Auch die HD DVD und Blu-ray Unterstützung ist an sich nichts Neues. Schon Nero 7 Premium konnte mit den beiden Formaten umgehen.

Nero Express 7

Dem Design von Nero Express wurde ein kleines Lifting verpasst. Verändert hat sich vom Funktionsumfang rein gar nichts. Verwunderlich ist aber warum diese Anwendung nicht rausgenommen wurde. Ursprünglich war es im Sinne des Erfinders, dass Nero Express ein leichter Einstieg für Anfänger sein sollte. Durch das überarbeitete Startcenter ist die Option praktisch überflüssig geworden.

Nero Home

Mit Nero Home hat man Zugriff auf Fotos, Videos, Musik und DVD-Filme. Man kann auch, sofern eine TV Karte vorhanden ist, zeitversetzt Fernsehen. Damit man seine geliebte Sendung verewigen kann steht dem Nutzer auch eine Aufnahme-Funktionen zur Verfügung. Alles in allem auch hier keine großen Veränderungen.

Nero Vision

Mit Nero Vision lassen sich Fotos und Filme erstellen und auf CD/DVD brennen. Per Mausklick lassen sich hier, dankt animierter 2D- und 3D-Vorlagen, Menüs erstellen. Ausnahme: Man hat ein HD-Medium. Dafür gibt es leider keine Menüs. Bis auf das Design fällt nichts neues auf.

Richtig neu dagegen ist der RescueAgent. Mit Hilfe dieser Option kann man Daten, die auf einer wiederbeschreibbaren CD/DVD waren, wiederherstellen falls der Datenträger formatiert wurden. Auch Daten von beschädigten CDs und DVDs lassen sich so retten. Man sollte jedoch schon etwas Zeit mitbringen, da es unter Umständen etwas länger dauern kann. Auch wenn die Funktion nützlich ist: Es gibt kostenlose Programme die mehr leisten und schneller sind. Optionen die es erlauben einzustellen wie Nero mit Lesefehlern umgehen soll, fehlen ganz. Das hat den Vorteil, dass unbrauchbare Sektoren komplett ignoriert werden. Das spart deutlich Zeit. Trotz der einfachen Bedienung und den Aussagekräftigen Icons sind einige eingeblendete Erklärungen, insbesondere für Anfänger, schwer verständlich.

Fazit

Nero 8 wurde, was das Design angeht, gut an Vista angepasst. Insbesondere Einsteiger können verschiedene Multimedia-Aufgaben leicht und verständlich ausführen. Positiv fallen die neuen Online-Schnittstellen zu MyNero, YouTube und MySpace auf. Fortgeschrittene Benutzer werden detaillierte Konfigurationsmöglichkeiten vermissen. Einsteiger dürften mit den Menüs jedoch keine Probleme haben.

Gesamtwertung

88%

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