Fix-It Utilities 7

1058 0 0 24. September 2008
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Fix- It Utilities ist bereits in der siebten Auflage erschienen. Der Hersteller verspricht den Systemstart zu beschleunigen, Datenmüll zu entsorgen und den PC auch danach im Hintergrund sauber zu halten. Daneben kann das Programm die Festplatte Defragmentieren, die Registry optimieren und gelöschte Dateien wiederherstellen. Soweit die Theorie. Doch, funktioniert das alles auch in der Praxis?

Der Putzteufel für die Festplatte

Der erste Eindruck fällt schon mal negativ aus. Während der Installation wird man gefragt ob man sich “jetzt” registrieren will. Die Betonung liegt auf “jetzt”. Es gibt kein “Nein, ich will nicht”. Wie? Es geht nicht? Na ganz einfach: Klickt man auf ja, muss man seine ganzen Daten eingeben und das Formular wird per Internet an den Hersteller gesendet. Klickt man hingegen auf “Später registrieren” öffnet sich auch ein Fenster, das gleiche wie beim klicken auf “Ja”. Diesmal jedoch mit dem Hinweis, dass die Daten später versendet werden. Kurz gesagt: Man kann nicht nein sagen. Na und? Dann gibt man halt nichts ein. Aber: Keine Daten, keine Installation. Als ob das nicht genug wäre. Nach jedem Update wird man auch gefragt ob man vielleicht nicht doch auf die “Pro” Version umsteigen will. Also bitte, liebe Hersteller, beim nächsten mal das penetrante Registrierungsformular weglassen oder dem Nutzer wenigstens ein “Nein, ich will nicht” ermöglichen.

Die Benutzeroberfläche wirkt aufgeräumt und übersichtlich. Die Menüs sind logisch und verständlich aufgebaut. Im ersten Menüpunkt findet man die “Komplettlösung”. Wer nicht lange suchen will, kann von hier aus alles mit einem klick erledigen. In den Weiteren Menüpunkten findet man noch weitere Einstellmöglichkeiten. Insbesondere “Diagnose” und “Wartung”. Die sollte man sich zu erst anschauen. Viel Falsch kann man hier nicht machen. Mit dem Programm lassen sich auch Systembackups anlegen. Falls mal etwas schief gehen sollte, ist nicht alles verloren. Vorbildlich: Dem Programm liegt auch ein Handbuch in gedruckter Form vor. Das Handbuch umfasst über 200 Seiten und erklärt detailliert und verständlich die einzelnen Funktionen. Es wurde auch an Tipps gedacht. Diese befassen sich u.a. mit “härteren” Problemen wie Wasser- oder Brandschäden der Festplatte. So gute Handbücher gibt es, in der Regel, leider selten. Dafür gibt es einen dicken Pluspunkt.

Nicht ganz perfekt, aber immerhin…

Zu bemängeln ist, dass die Software nicht genau anzeigt was sie eigentlich macht. Der Nutzer wird mit der Meldung “Computeroptimierung wurde ausgeführt” abgefertigt. Wie viele und welche Dateien gelöscht wurden, erfährt er nicht. Die Aussage des Herstellers, dass Programm sei schnell, ist so nicht korrekt. Sowohl die Systemoptimierung als auch die Defragmentierung dauerten bei einem PC, mit wenig Speicherplatzbelegung, sowohl unter Vista als auch XP über eine Stunde.
Trotzdem ist das Programm sehr hilfreich. Ungültige Einträge sowie Temporäre Dateien wurden sicher gefunden und beseitigt. Als besonders sinnvoll erweist sich die Notfall- CD. Damit kann man ein abgestürztes Windows- System wiederherstellen. Das geht natürlich nur wenn man vorher im Recovery- Commander einen Wiederherstellungspunkt gespeichert hat. Das geht einfach und schnell, ähnlich wie bei der Windows Systemwiderherstellung.

Fazit

Fix- It Utilities 7 erledigt seine Aufgabe gut und vorallem gründlich. Weniger gelungen ist die Kommunikation zwischen Programm und Nutzer. Informationen darüber wie, was und wo gelöscht wurde, bekommt man nicht. Etwas schneller könnten auch die Aufgaben erledigt werden. Insbesondere dann, wenn man dem Nutzer ein schnelles Programm verspricht. Auch das ewig nervende Registrierungsformular zieht die Bewertung nach unten. Alles in allem reicht es „nur“ für ein „gut“.

Gesamtwertung

86%

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