Vorweihnachtszeit = gefährliche Zeit: Kaspersky Lab warnt vor Kreditkartenbetrug im Internet

801 0 0 20. November 2009
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Kaspersky Lab warnt vor Gefahren beim Online-Shopping mit Kreditkarte. Auch wenn bei der aktuellen Kreditkartenaffaire noch nicht klar ist, ob es sich hierbei um einen Angriff auf die IT-Systeme eines Dienstleisters für Kreditkartenunternehmen handelte [1], rät der IT-Sicherheitsexperte bei der Bezahlung per Kreditkarte im Web zur Vorsicht. Denn Cyberkriminelle versuchen verstärkt an Kreditkarteninformationen zu gelangen. Nach einer Statistik des Branchenverbands BITKOM erledigen 42 Prozent der Deutschen ihre Einkäufe auch über das Internet, Tendenz steigend [2] – ein lukratives Ziel für Cyberbetrüger, gerade in der Vorweihnachtszeit, wenn viele Nutzer ihre Geschenke im Internet kaufen. Um dennoch sicher im Internet zu shoppen, sollten sich Anwender der bestehenden Gefahr bewusst sein und einige Regeln beachten. Wichtig ist vor allem die gesicherte Transaktion der Zahlung. Wird die Übertragung nicht per SSL-Verschlüsselung abgesichert, sollte man die Transaktion sofort abbrechen. „Ein weiteres Risiko lauert mitunter auf der eigenen Festplatte“, erklärt Magnus Kalkuhl, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab. „Keylogger, die im Hintergrund alle Tastatureingaben inklusive der Kreditkartennummer aufzeichnen, sind nicht nur beim Online-Shopping ein Risiko – auch Passwörter für E-Mail, Amazon, PayPal, EBay & Co werden von diesen Schädlingen gesammelt und online an den Angreifer verschickt.“ Neben dem gesunden Menschenverstand beugt eine installierte Antiviren-Software Gefahren beim Online-Shopping vor. Zudem sollten Anwender persönliche Informationen wie Kreditkartennummern nie unverschlüsselt auf dem PC abspeichern.

[1] Diese Woche mussten zahlreiche Bankinstitute mehrere Hunderttausend Kreditkarten austauschen, darunter die Sparkasse, Deutsche Bank und Postbank. Der Grund: Verdacht auf massenhaften Missbrauch von Kreditkartendaten. Wie die Lücke allerdings entstanden ist, ist noch nicht zu hundert Prozent geklärt. Fakt ist, dass über einen so genannten „Prozessor“ (ein Bindeglied zwischen Geschäft und Kreditkartenherausgeber) unzählige Kreditkartendaten entwendet wurden. Ob dieser Vorgang mit einem Angriff gegen die IT-Systeme zu tun hatte ist aber noch nicht geklärt.

[2] Quelle: www.bitkom.org/49038_59337.aspx

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