Steht WWW bald für World Wide War?

577 0 0 9. März 2010
Gefällt mir!

Experten von Symantec betonen: Wachsende Vernetzung der weltweiten Cyberkriminalität erfordert internationale Zusammenarbeit / Regierungen und Organisationen genauso betroffen wie Unternehmen und Privatpersonen

Die Gefahren aus dem Netz werden nicht nur zahl- und trickreicher – mittlerweile können sich Cyberattacken weltweit unmittelbar auf den Alltag fast aller Menschen auswirken. Nach Ansicht der Symantec Experten Ilias Chantzos, Director Government Relations, und Virenforscher Candid Wüest werden die virtuellen Gefahren immer realer – und für jeden Einzelnen wird es immer schwieriger, diesen Gefahren in einer weitgehend vernetzten Welt zu entgehen. Ob Regierung, Unternehmen oder Privatperson: Cyberattacken können ernsthafte Konsequenzen haben, die von individuellem finanziellen Verlust über Erpressung bis hin zur Gefährdung öffentlicher Systeme reichen. Die Interviews der beiden Symantec Experten Ilias Chantzos und Candid Wüest stehen als Vod- und Podcasts zur Verfügung.

Dass die Bedrohungen aus dem virtuellen Raum absolut real sind, zeigen immer wieder neue Cyber-Angriffe: Ob Systeme der Finanzwelt, Datenbanken von Regierungen und Organisationen oder sensible Daten von Unternehmen jeglicher Größenordnung – keiner ist davor gefeit, zur Zielscheibe der Cyberkriminellen zu werden. Unternehmen sind regelmäßigen Attacken ausgesetzt: In den vergangenen zwölf Monaten sind 75 Prozent der Unternehmen Opfer von Cyber-Angriffen geworden – so das Ergebnis der aktuellen Symantec-Studie “2010 State of Enterprise Security”. Besonders kritisch wird es jedoch, wenn beispielsweise öffentliche Versorgungssysteme betroffen sind und der Schaden nicht nur wirtschaftlicher Natur ist. Für Ilias Chantzos, der über seine Position bei Symantec hinaus auch ständiges Mitglied der European Network and Information Security Agency (ENISA) ist, sind es vor allem die vielfältigen unterschiedlichen Konstellationen, die den Kampf zwischen Angreifern und Verteidigern charakterisieren. Von politischen bis hin zu rein wirtschaftlichen Motiven reicht das Spektrum der Beweggründe. Um den Angreifern maximal Paroli bieten zu können, müssen die Entwickler von Sicherheitslösungen sowie Behörden und Organisationen grenzübergreifend zusammenarbeiten – und auch private Nutzer in ihre Strategien mit einbeziehen, um Sicherheitslücken zu schließen.

Jeder ist verantwortlich
Im Kampf gegen die virtuelle Gefahr ist jeder gefragt, der online unterwegs ist – diese Ansicht vertritt auch Candid Wüest, Virenforscher, Analyst und Sicherheitsexperte bei Symantec. Durch seine täglichen Erfahrungen in der Praxis kennt er die Funktionsweise solcher Attacken sowie die aktuellsten Beispiele ganz genau. Das Spektrum reicht dabei von Phishing-Attacken über Drive-by-Downloads bis hin zu Spyware, die Datenbanken ausspioniert, und Viren, die komplette Systeme lahmlegen. Nach Einschätzung Wüests herrscht inzwischen ein scheinbar unendlicher Wettstreit zwischen Hackern und den Entwicklern von Sicherheitslösungen – ein Kampf, der über die genannten Motive hinaus immer noch auch eine gewisse “sportliche” Komponente aufweist.

“Leider hat dieser Wettstreit zwischen Angreifern und Verteidigern inzwischen globale Dimensionen erreicht und kann entsprechende Schäden verursachen. So vernetzt die Welt heute ist, so komplex ist auch die Situation bei der Online-Kriminalität”, erklärt Wüest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.