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Jeder Acker, jede Fabrik: Trailer zum Doku-Film veröffentlicht

Der Dokumentarfilm beleuchtet Alternativen zur Systemkrise.


10.07.2026  Redaktion  0 Likes  0 Kommentare 
Jeder Acker, jede Fabrik: Trailer zum Doku-Film veröffentlicht Bild Jeder Acker, jede Fabrik: Trailer zum Doku-Film veröffentlicht Screenshot Jeder Acker, jede Fabrik: Trailer zum Doku-Film veröffentlicht Foto

Wenn du dich mit den aktuellen weltweiten Krisen auseinandersetzt, drängt sich schnell die Frage nach Alternativen zu unserem bestehenden Wirtschaftssystem auf. Genau hier setzt der neue Dokumentarfilm „Jeder Acker, jede Fabrik“ an, zu dem nun der offizielle Kinotrailer verföffentlicht wurde. Das Filmprojekt von Regisseurin Johanna Schellhagen und Filmemacher Marco Bauer nimmt die globale Systemkrise unter die Lupe und stellt die drängende Frage nach den Möglichkeiten eines gesellschaftlichen und ökologischen Wandels. Ab dem 15. Oktober 2026 wird das 68-minütige Werk bundesweit in den deutschen Kinos zu sehen sein.

Stimmen aus der Praxis und historische Lektionen
In ihrer Dokumentation gehen Schellhagen und Bauer der Frage nach, was die Gesellschaft von den sozialen Bewegungen der 1970er-Jahre lernen kann und wie eine transformative Praxis in der Gegenwart aussieht. Statt rein theoretische Debatten zu führen, lässt das Filmteam diejenigen zu Wort kommen, die im alltäglichen Produktionsprozess stehen. Insgesamt wurden für das Projekt rund 50 Arbeiterinnen und Arbeiter, Zeitzeuginnen sowie Theoretikerinnen und Theoretiker interviewt. Dazu gehören unter anderem Personen wie Sergio Bologna, Francisco Moreno, Ana Barradas, Lars Hirsekorn und Heide Lutosch.

Die Interviewten berichten aus ganz unterschiedlichen Branchen und Lebensrealitäten: Von Menschen auf Gemüseäckern über Angestellte in Umspannwerken und Krankenhäusern bis hin zu Beschäftigten in U-Bahnschächten. Aus ihren Erfahrungsberichten und Perspektiven zeichnen die Filmemachenden ein Bild eines möglichen Übergangs in eine post-kapitalistische Gesellschaft. Im Zentrum steht dabei der Entwurf einer demokratischen Planwirtschaft, die menschliche Bedürfnisse und ökologische Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellt, anstatt Ressourcen in unsinnigen Aufrüstungswettläufen oder der Ausbeutung ausgelaugter Böden zu verschwenden. Der Film versteht sich als Anstoß für eine breitere kollektive Diskussion, die angesichts sinkender Reallöhne und zunehmender globaler Konflikte dringender denn je erscheint.

Hinter den Kulissen des Filmprojekts
Hinter dem Dokumentarfilm stehen Akteure mit klarem aktivistischem Hintergrund. Die in Berlin lebende Regisseurin Johanna Schellhagen studierte ursprünglich analytische Philosophie in Österreich. Später arbeitete sie im Tonschnitt für verschiedene Fernsehserien, bevor sie sich der Produktion unabhängiger Dokumentarfilme verschrieb. Schellhagen arbeitet abseits des kommerziellen TV- und Festivalbetriebs im aktivistischen Kontext und ist unter anderem durch ihren vorherigen Film „Der laute Frühling“ bekannt.

Co-Regisseur Marco Bauer bringt wiederum eine ganz direkte Verbindung zur Arbeitswelt mit. Er ist im englischen Bristol in einem Krankenhaus tätig und engagiert sich bei der Gruppe AngryWorkers, die unter anderem die Zeitung „Vital Signs Magazine“ im Gesundheitsbereich herausgibt. Entwickelt und produziert wurde die Dokumentation gemeinsam von Labournet TV und AngryWorkers, während Labournet TV auch den Verleih für die anstehende Kinotournee übernimmt.

Wenn du dir vorab einen Eindruck vom Tonfall und den visuellen Motiven des Films machen möchtest, kannst du ab sofort den ersten offiziellen Kinotrailer sowie das veröffentlichte Plakatmaterial online einsehen. Der finale Kinostart ist für den 15. Oktober 2026 datiert.

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