Spieletest: The Forest (PC)

4375 0 0 10. Juli 2014
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Auf Steam gibt es zur Zeit wieder einige neue Early-Access Titel. “The Forest” ist einer davon und befindet sich mit Version 0.02 noch in einer sehr frühen Alpha. Dennoch wird es auf Steam zum Verkauf angeboten und daher muss sich “The Forest” ersten Tests stellen. Also schauen wir uns mal an, was Endnight Games Ltd. uns da so gezaubert hat.

Gameplay
Schnell fällt auf, dass wir es bei “The Forest” mit einem reinen Singleplayer-Titel zu tun haben. Einerseits finden wir dies gut, da es sich damit von Titeln wie “DayZ”, “Rust” oder “Nether” unterscheidet, aber andererseits wäre ein Koop-Modus vielleicht gar nicht mal so schlecht und auch sehr spaßig. Es bleibt erst einmal abzuwarten, was Endnight Games Ltd. noch für uns bereit halten.

Wie dem auch sei. Starten wir das Spiel, kann es sein, dass wir uns auf einem grauen Bildschirm befinden und nichts weiter passiert. Keine Panik: Einfach einmal Alt+Tab und dann wieder ins Spiel rein. Dann geht alles weiter, wie es soll. Als nächstes starten wir dann ein neues Spiel und finden uns mit unserem Sohn – jedenfalls scheint es unser Sohn zu sein – in einem scheinbar leeren Flugzeug wieder. Wir verlassen unseren Sitz zwar nicht, können uns aber etwas umsehen und finden keine Menschenseele. Kurz darauf knallt und rumst es und ehe wir uns versehen, fehlt dem Flugzeug das komplette vordere Teil. Wir stürzen ab und werden erst einmal bewusstlos. Als wir wieder wach werden, liegt keine 3 Meter vor uns der leblose Körper unseres Sohnes, der von einem leicht bekleideten und mit Körperbemalungen verzierten Mann fort getragen wird. Also stehen wir sofort auf, sehen uns im Flugzeug nach Essen und Trinken um und finden zum Glück ein zurückgelassenes Tomahawk, welches in der Leiche einer Stewardess steckt. Mit Essen, Trinken und einer Waffe ausgestattet begeben wir uns also auf die Suche. Nach unserem Sohn und nach Materialien zum Bau eines Lagers. Diese Materialien sind meist Äste, Stämme, Blätter und/oder Steine. Dabei meiden wir trotz Bewaffnung stets Feindkontakt, da Gruppen von 4 Kannibalen nur sehr schwer klein zu kriegen sind. Sollten wir doch einmal erwischt werden, verschleppen uns die Kannibalen erst einmal nur in eine Höhle. Dank unseres Feuerzeugs können wir diese ein wenig erleuchten. Andernfalls würde es ewig dauern, einen Ausgang zu finden. Mit etwas Glück, finden wir in der Höhle eine Pistole, eine Nahkampfwaffe (das Tomahawk ist verloren gegangen) und einige andere Dinge. Erfolgreich entkommen, sehen wir zu, dass wir schnell wieder zu unserem Lager zurückkehren und eventuellen einige Effigies errichten. Diese sind nicht viel mehr als eine Ansammlung von Leichenteilen, welche Kannibalen zurückschrecken sollen. Man sollte aber eher meinen, dass sie dadurch angezogen werden und daran nagen. Während unseres Tests schien es aber so, dass die Angriffe weniger wurden. Um uns am Leben zu halten, müssen wir natürlich Nahrung zu uns nehmen und viel trinken. Wasserquellen gibt es wie Sand am Meer (zumal wir uns auf einer Insel befinden) und Tiere rennen auch reichlich umher. So dürfte dieses Problem gar nicht mal so groß sein.

Technik

Grafisch macht “The Forest” doch schon gut was her. Auf hohen Einstellungen kann dieser Early-Access Titel auch gut mit einigen Konkurrenten mithalten. Genauso wie mit einigen bereits fertig gestellten Titeln. Viel Musik gibt es nicht. “The Forest” setzt auf atmosphärische Stimmung, bei der jedes Geräusch alle Nackenhaare aufstellt. Dies gelingt wahrlich auch sehr gut.

Verbesserungsvorschläge

Da wäre zum einen, der bereits genannte Koop-Modus. Es wäre sicher sehr spaßig, gemeinsam mit einem Freund durch die Welt von “The Forest” zu streifen. Wir würden uns maximal 2 Spieler pro Session wünschen, da so die Kannibalen-Trupps weiterhin eine Gefahr darstellen und das Spiel einen gewissen Schwierigkeitsgrad beibehält. Allerdings wäre es auch machbar, diesen einfach anzuheben.

Außerdem wäre eine richtige Pausierung wünschenswert. Drück man auf Esc, kommt man zwar zum Pause Menü, aber das Spiel läuft weiter. Nicht sehr vorteilhaft, sollte es mal an der Tür klingeln, während man zockt.

Gefährliche Tiere, wie Bären, Wölfe, Schlangen etc., die allerdings nicht nur gegen den Spieler, sondern auch die Kannibalen agieren. So würden sich ganz neue Möglichkeiten bieten. “Der Feind meines Feindes ist mein Freund.”

Stealth-System – Zum jetzigen Zeitpunkt kann man Angreifern oder Scouts zwar aus dem Weg gehen indem man um sie herum schleicht. Allerdings könnten z.B. Stealth Angriffe neue Möglichkeiten bieten, in einen Kampf einzusteigen.

Mehr Fallen – Eine Idee, bei der wohl kaum Grenzen gesetzt sind. Außerdem könnte man sie prima mit Stealth Angriffen kombinieren, da sie gegebenenfalls auch als schlichte Ablenkung funktionieren können.

Verschiedenste Waffen, wie Bögen, Macheten oder Dolche aus Knochen etc..

Baumhäuser für mehr Sicherheit. Allerdings könnten sich unten einige Kannibalen versammeln und sogar niederlassen, bis man das Haus verlässt. Oder sie hacken den Baum einfach klein.

Fazit

"The Forest" ist definitiv einer der Early-Access Hits und mehr als einen Blick wert. Für 15€ wird hier eine Menge Potenzial und Spaß geboten.
Grafik
81%
Sound
83%
Gameplay
84%
Steuerung
79%

Gesamtwertung

83%

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