Spieletest: Major Mayhem (PC)

2714 0 0 21. Juli 2014
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Es ist malwieder Sonntag, die Geschäfte haben zu, niemand hat Zeit und der Tag zieht sich dahin. Verzweifelt blättert ihr durch eure Spielesammlung, aber nichts passt. Zu kompliziert, schon durchgespielt, zu langweilig. Deprimiert legt ihr euch ins Bett und zählt die Sekunden bis zum Schlafengehen… oder ihr setzt euch an den Rechner und werft „Major Mayhem“ an. Der Railshooter bringt euch Unterhaltung solchen Tagen, wo selbst das Halten des Gamepads zu viel ist- alles was ihr braucht, ist eine Maus.

Vom Tablet zum Desktop

„Major Mayhem“ ist ein App-Port aus dem Hause „[adult swim] Games“. Erst auf dem Tablet und Smartphones spielbar, kommt jetzt eine eigene Version auf den heimischen Rechner. Die Probleme, mit denen die Ports oft zu kämpfen haben sind bekannt: Das Spielprinzip wird unverändert übernommen, die Eingaben per Touchscreen werden notdürftig mit einer Steuerung per Maus ersetzt. Ergebnis ist oftmals ein unsteuerbares, kaum spielbares Stück Software, das den Sprung vom Versuch zum Produkt nicht schafft.
Anders bei Major Mayhem. Das Railshooter-Prinzip eignet sich gut für den PC, Gegner können per Fadenkreuz mit der Maus angezielt und präzise getroffen werden. Das einzige weitere Steuerungselement ist das Springen über Hindernisse, welches über die rechte Maustaste einwandfrei funktioniert.
Gamepads werden nicht unterstützt.

Ihre Mission: Alles

Per Helikopter in das Weiße Haus eingeflogen, erhält der Major gleich mal eine Privataudienz beim Präsidenten. Wie hätte es anders sein können, die Welt schwebt in Gefahr. In der Wüste, der Großstadt und dem Dschungel warten bereits Armeen von Terroristen, Kommunisten, Agenten und Ninjas. Als die All-American Ein-Mann-Armee Major Mayhem müsst ihr diese natürlich besiegen- alleine. Persönlich wird es, als dann auch noch rauskommt, dass die Schufte die Freundin des Majors entführt haben. Da wird natürlich nicht lang gefackelt. Mit einer einzelnen Pistole im Anschlag schwingt ihr euch in den Hubschrauber und macht euch auf, alles auseinander zu nehmen.

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Lauf, Major, Lauf!

Neben dem „Classic“-Modus, der die bereits erwähnte, hochkarätige Story enthält, werden euch noch drei weitere Spielmodi mitgeliefert. Dabei bleibt der Ablauf weitestgehend gleich.
Der Helikopterpilot schmeißt euch irgendwo im Nirgendwo raus. Ihr lauft los, bis ihr einen der vielen kugelsicheren Steine, Kisten, Bäume oder Elefanten findet und schon springen die kampflustigen Gegner aus ihrem Versteck, damit ihr sie Schießbudenartig treffen könnt. Natürlich wehren sich die fast endlosen Gegnerzahlen irgendwann- treffen euch aber in 90% der Fälle nicht. Erst auf rot markierte Angriffe müsst ihr aufpassen- die Treffen nämlich sehr wohl. Seht ihr so eine Attacke auf euch zufliegen, unterbrecht das Ballern und versteckt euch automatisch hinter dem Stein. Mutige Spieler können mit direktem Schuss auf die roten Angriffe selbige abwehren. Schafft ihr das nicht, fängt der Major an, sich auszuziehen. Erst geht der Helm, dann das Hemd flöten. Werdet ihr Oberkörperfrei nochmal getroffen, war’s das für euch. Glücklicherweise tauchen in dem Kampfgetümmel auch gerne mal Geiseln auf. Wenn ihr die Gegner tötet, während ihr die gefangenen Professoren verschont, machen diese sich per Jetpack aus dem Staub und hinterlassen Rüstung oder Geldboni. Bei Abschluss des Levels kriegt ihr Punkte für Combos und ähnliches, die wiederum zu Münzen werden. Was ihr damit dann macht, dazu später mehr.

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  • Im „Timebomb“-Modus wirft euer Eskortheli euch direkt nahe einem Gebäude voller Fieslinge ab. Also bringt ihr euch schnell in Deckung und versucht, auf Punktejagd möglichst viele der Schurken zu erwischen, bevor die Zeit abläuft- und eine Zeitbombe das Gegnergebäude in seine Komponenten sortiert.
  • Der Arcade-Modus lässt euch mehrere Level ohne Unterbrechung durchlaufen- je weiter ihr kommt, desto mehr Münzen kriegt ihr.
  • Das Prinzip des Survival-Modus dürfte selbstredend sein. Je länger ihr hinter eurer Deckung überlebt, desto besser.

So viel Zeug…

An freischaltbaren Gegenständen fehlt es in „Major Mayhem“ nun wirklich nicht. Eine riesige Auswahl an freispielbarer Kleidung, Waffen und anderen Extras steht zur Verfügung. Bezahlt wird mit Coins, die ihr ausschließlich durch Spielen bekommt und dabei auch nicht zu knapp. Faule können sich sogar die gesperrten Spielmodi oder Kapitel der Geschichte freikaufen, alles ohne Echtgeldkäufe. Mit etwas Anstrengung kann schon bald jeder in elegantem Badezweiteiler mit einer Wassermelone auf dem Kopf rumrennen, während er den tödlichen Hühnchen-Werfer führt.
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Sieht das gut aus?

Grafisch sind inzwischen selbst auf Mobilgeräten ziemliche Höhenflüge möglich, „Major Mayhem“ ist aber auf jeden Fall kein Titel, der einem dabei sofort ins Gedächtnis springt. Dennoch ist die Grafik vernünftig. Animationen sind flüssig, die Charaktere weder verpixelt noch sonst in Mitleidenschaft gezogen. Der Grafikstil hat Charme und gibt dem Spiel einen letzten, guten Schliff. Allgemein steht das Erscheinungsbild auf dem Standard vieler anderer Mobile-Games, zählt weder zu den Toptiteln noch zu den Schlusslichtern.

Pro

  • Gelungener Port, das Spiel macht daheim so viel Spaß wie Unterwegs.
  • Kinderleichte Steuerung, wer beim Spielen (aus welchem Grund auch immer) eine Hand freihaben möchte, wird hieran Gefallen finden.
  • Alle Inhalte des Spiels sind freispielbar und müssen nicht gekauft werden
  • Bonuspunkt: Man kann eine Wassermelone auf dem Kopf tragen.

Contra

  • Gut für zwischendurch, aber keine Beschäftigung für mehrere Stunden
  • Gameplay teilweise sehr repetitiv
  • Grafisch durschnittlich, aber nicht schlecht

Fazit

"Major Mayhem" macht Spaß, zumindest für eine Weile. Wer Langeweile hat, sollte dem Major einen Testlauf geben!
Grafik
70%
Sound
74%
Gameplay
70%
Steuerung
83%

Gesamtwertung

74%

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