Spieletest: Die Sims 3 (PC)

3904 0 0 26. Juli 2009
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Titel:Die Sims 3
EAN:5030932060877
System:Windows Vista
USK:Freigegeben ab 6 Jahren
Label:Electronic Arts GmbH
Release:2009-06-04

Die Lebenssimulationsreihe “Die Sims” kann auf eine lange und nicht minder erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Vor knapp neun Jahren begann die Erfolgsstory und seither folgten eine ganze Armada an Erweiterungen und ein zweiter Teil, der wiederum Millionen von Spielern weltweit begeistern konnte. Sims-Schöpfer Will Wright hat sich nun für den heissersehten dritten Teil eine ganze Menge einfallen und wir wären nicht GRDB, wenn wir euch nicht verraten würden, ob sich die Anschaffung lohnt oder nicht…

Die Sims 3

Am grundsätzlichen Spielprinzip hat sich eigentlich nichts geändert, denn nach wie vor geht es darum einen oder mehrere virtuelle Alter Egos durch ein Leben zu führen, von der Geburt bis zum Tod sozusagen. Dabei hat der Spieler es in der Hand, ob man nun eine Karriere als Casanova hinlegt, eine Grossfamilie gründet oder sich in seinem Beruf verwirklicht – alles geht. Wer die Sims liebt, liebt damit auch die unbegrenzten Möglichkeiten, die sich aus diesem Spielprinzip ergeben, denn im realen Leben kann man meist nicht mal eben eine ganz andere Laufbahn einschlagen, in “Die Sims” ist das wiederum nicht nur kein Problem, sondern durchaus auch gewünscht. Diejenigen, die den Sims bis dato nichts abgewinnen konnten, weil genau in dieser “Normalität” des täglichen Seins kein Reiz gefunden werden kann, der wird sich auch beim dritten Teil schwertun. Hausputz ist eben einfach nicht spannend, aber bei “Die Sims 3” immerhin noch bedeutend unterhaltsamer als in echt.

So gilt es von der ersten Minuten an die Wünsche und Bedürfnisse unseres Sims zu befriedigen. Unser virtuelles Alter Ego will gewaschen werden, will duschen, essen, trinken, auf Toilette, Sex, Liebe, Gespräche und alles andere, was das Leben so ausmacht. Wer seinem Leben einen Sinn geben möchte, sucht sich dann noch einen virtuellen Job, ein paar virtuelle Freunde, einen Lebenspartner, von mir aus auch noch eine Geliebte. Und so durchlebt man mit seinen Sims die Höhen und Tiefen eines (fast) ganz normalen Lebens…

Zu Beginn des Spiels legt man dazu seinen Character an und wird hier über die zahlreichen Möglichkeiten des Editors staunen, denn es gibt praktisch keinen Winkel des Körpers an dem man nicht herumschrauben könnte. Angefangen bei der Haar- und Augenfarbe, Gesichtsform, Körperform, Behaarung, Nase, Mund, Hände, Make-Up, nahezu alles lässt sich in beliebiger Form verändern und gestalten, sogar bis zu 60 grundlegende Charaktereigenschaften die sich in die Kategorien Geistig, Physisch, Sozial und Lebensstil unterteilen lassen, können beeinflusst werden und haben damit ausschlaggebenden Einfluss auf das weitere Spiel.

Ich bin ein Sim!

Das gesamte Game spielt sich in einer großen Stadt ab: Sunset Valley. Wer aber denkt, dass diese begehbare virtuelle Welt zu klein ist, der sieht sich getäuscht. Sunset Valley bietet alles was das Herz begehrt und nahezu unbeschränkte Möglichkeiten zu eigenen Entfaltung. Elf Karrieren kann man beispielsweise beruflich einschlagen: Egal ob Polizist, Spitzensportler oder Rockstar für jede Menge Action ist auf jeden Fall gesorgt. Mit dem mehr oder minder dicken Gehaltsscheck kann man dann wiederum seine Wohnung ausgestalten oder eben einen Architekten beauftragen, der einem das Haus seiner Träume hinstellt. Zu Beginn des Spiels reicht das Budget hierfür nicht aus, drum muss man es halten wie die Schwaben: Sparen und “Schaffe, schaffe, Häusle baue (und ned nach de Mädle schaue!)”. Jedenfalls lässt auch der Baumodus keinerlei Wünsche offen. Auch hier kann man praktisch jeden Winkel seines Hauses umgestalten, sehr zur Freude des Bauherrn.

Individuelle Fähigkeiten spielen in “Die Sims 3” eine größere Rolle als je zuvor. So kann man seinem Sim das Kochen und das Schreiben beibringen, während man im Fähigkeitstagebuch nachlesen kann wie weit man seine 10 erlernbaren Fähigkeiten wie Athletik, Kochen oder Mechanik bereits ausgebaut hat oder welche Herausforderungen man noch erklimmen muss, um einen Stufe aufzusteigen. Das sorgt zusätzlich für jede Menge Beschäftigung, also Langeweile kommt sicher nicht auf.

Grafik und Sound

Augenscheinlich hat sich in Punkto Grafik bei “Die Sims 3” am meisten getan. Der dritte Teil ist seinen Vorgänger bei Weitem überlegen und beeindruckt vor allem durch zahlreiche Details und viele winzige Gimmicks, die aber ungemein wichtig sind um eine virtuelle Umgebung zum Leben zu erwecken. Vieles wurde auch beibehalten – so darf man beim Geschlechtsakt zweier Sims noch immer keinen Porno erwarten und auch beim Duschen wird so manches kleinere oder größere Detail nur verschwommen angezeigt. Wer will kann sich aber auch den erhältlichen Nackt-Patch besorgen, der aber aus dem Spiel auch keine Skandal-Nudel macht.

Soundtechnisch gibts noch immer das Kauderwelsch der Sims auf die Ohren und die Soundeffekte können sich ebenfalls hören lassen. Die Hintergrundmusik bettet sich gut ins Spielgeschehen ein und wer mit dem an sich guten Soundtrack nichts anfangen kann, hat immer noch die Möglichkeit eigene Songs in die Playlist zu packen.

Fazit

Grösser, besser, Sims. Mit "Die Sims 3" legt Electronic Arts ordentlich nach und spendiert dem Dauerbrenner eine geniale neue Optik mit vielen Details und kleinere Erweiterungen im Gameplay. Für stundenlangen Spass ist jedenfalls gesorgt!
Grafik
94%
Sound
92%
Gameplay
88%
Steuerung
92%

Gesamtwertung

92%

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