Spieletest: Bioshock Infinite: Burial at Sea (Seebestattung) Episode 1

2751 0 0 23. April 2014
Gefällt mir!

Titel:BioShock: Infinite (uncut)
EAN:5026555059367
System:Windows 7
USK:Freigegeben ab 18 Jahren
Label:2K Games
Release:2013-03-26

Lange nach der Veröffentlichung des Hauptspiels “Bioshock Infinite” erschien nun endlich der erste Teil des schon zum Release versprochenen DLC´s. Man kann dem Entwickler “Irrational Games” also nach einem guten halben Jahr Entwicklungsarbeit nicht unterstellen, dass sie etwas von der Handlung des Vollpreistitels abgetrennt und im DLC verwendet hätten. Ob der erste Teil der Seebestattung für aktuell 15€ etwas taugt und auch befriedigend die Vielzahl an offenen gebliebenen Fragen aus dem Hauptspiel beantwortet, werden wir nun überprüfen.

Mindfuck 3.0

Unser etwa 2 Stunden andauernder DLC führt uns wieder nach Rapture, dem Handlungsort des ersten Teils von “Bioshock”. Doch wie in jedem Spiel der Reihe wird uns auch diesmal wieder nur eine virtuelle Realität gezeigt, die der eigentlichen Handlungen nicht entspricht. “Irrational Games” versucht also wieder über diese Schiene, die Handlung interessant zu gestalten. Wer sich für dieses Thema interessiert, sollte sich einmal diesen Wikipedia Eintrag zu Gemüte führen.

Ohne genauer auf die Handlung eingehen zu wollen (ich will die Gefahr von Spoilern sofort aus dem Weg gehen) sei nur soviel gesagt, dass dieser DLC noch mehr Fragen aufwirft und nur wenige beantwortet. Wir spielen wieder Booker DeWitt und Elizabeth ist an unserer Seite. Wieso, weshalb und warum werde ich hier naürlich nicht verraten. Ich möchte nur sagen, dass die Geschichte Grundlage für den zweiten Teil ist und mit einem ziemlichen verstörenden Cliffhanger endet. Es sei also schon angemerkt, dass das Spielen des ersten Teiles nur Sinn macht, wenn der zweite schon in der “Steambibliothek” auf seinen Einsatz wartet.

Mehr Möglichkeiten

Viele Fachjournalisten und Spieler haben sich immer etwas an den Schießeinlagen gestoßen. Sie seien zu eintönig, langweilig und dumm. Anscheinend haben sich die Entwickler derer angenommen und Passagen eingebaut, in denen man durchaus auch ohne Schusswaffeneinsatz nur durch Schleichen und günstiges Abpassen der Laufwege ans Ziel kommt. Uns gefällt diese neue Facette, auch wenn Hobby Rambos oftmals schneller ans Ziel kommen. Zu bestimmten Einbußen zwischen den verschiedenen Wegen kommt es durch den allgemein geringeren Schusswaffeneinsatz erfreulicherweise nicht.

An der Intelligenz der Gegner haben die Entwickler aber keine Schraube angelegt, sie sind noch immer so dumm wie vorher. Somit ist das Spiel weder einfacher noch schwerer als das Hauptspiel geworden.

Technik

Die Grafik präsentiert sich ähnlich wie in “Bioshock Infinite”. Alle Darstellungen leiden unter einer gewissen Polygonarmut und die Texturen sind sehr schwach aufgelöst. Trotzdem hat uns die Inszenierung von Rapture gefallen. Schließlich war Grafik noch nie die Stärke eines “Bioshock”, eher die vermittelte Atmosphäre durch den einzigartig düsteren Grafikstil.

Etwas enttäuscht waren wir von der Vertonung. Nicht das uns die englischen Originalsprecher nicht gefallen würden (ganz im Gegenteil, denn diese sind richtig gut), aber eine deutsche Vertonung hätte einer so teuren Produktion sicher besser gestanden. Natürlich sind wir alle der englischen Sprache mächtig, jedoch versteht man in actionlastigen Situationen nicht immer jedes Wort.

Fazit

Alles in Allem sind wir von dem DLC etwas enttäuscht. Wir hatten viel erwartet und nur wenige Antworten bekommen. Zudem hat man bei einem Preis von 15€ einfach die deutsche Synchronisation gestrichen. Natürlich ist der DLC aber bei weitem nicht schlecht, denn man bekommt etwa 2h geballtes "Bioshock" Feeling. Um eine uneingeschränkte Kaufempfehlung abzugeben, würde ich aber noch den zweiten Teil abwarten.
Grafik
72%
Sound
73%
Gameplay
80%
Steuerung
75%

Gesamtwertung

75%

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.