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Review: Jet Kave Adventure (PC)

0 6 Stunden ago

Es gibt Spielegenres, die geraten einfach nie aus der Mode. Während nun die meisten Gamer schon unzählige Jump & Run-Games gezockt haben, könnte man meinen, dass es irgendwann einfach genug ist und das jede Neuauflage zwingenderweise kein neues Feuer zu entfachen weiß. Doch genau dies gelingt “Jet Kave Adventure” auf beeindruckende Weise. Liegt wohl ein stückweit in der Natur des Spiels, denn wie der Name schon erahnen lässt, spielt “Jet Kave Adventure” in der Steinzeit und hat somit das Feuer quasi erfunden…

Homo erectus + Aliens = Jet Kave Adventure

Einfache Formel, aber diesem Fall absolut zutreffend. Die Rahmenhandlung, die man sich auch im obigen Review-Video zu “Jet Kave Adventure” ansehen kann, ist schnell erzählt: Der Stammeshäuptling, in dessen frühzeitliche Haut der Spieler schlüpft, wird von seinem Stamm unsanft vertrieben. Doch just in dem Moment in dem unser Held das Weite suchen muss, legt ein Alien-Raumschiff ganz in der Näge eine Bruchlandung hin. Inmitten des Trubels entkommt unser Homo erectus (die Spielfigur ist gemeint, nicht der Spieler) und kann sich erstmal mit der Steuerung vertraut machen (jetzt ist der Spieler gemeint). Mit Hilfe von frühen Höhlenmalereien lernen wir erstmal, wie wir springen, Dinge zerdeppern und in enge Nischen schlüpfen können. Der Spieleinstieg läuft dabei sehr angenehm ab, es bleiben praktisch keine Fragen offen.

Im weiteren Verlauf entdecken wir dann auch das gecrashte Ufo samt Riesen-Alien und kommen ganz nebenbei in den Besitz einer Art Jet-Packs, mit dem wir fortan nicht mehr nur springen, sondern auch über kurze Strecken fliegen können. Das ist dann auch schnell nötig, denn die zu überwindenden Gräben werden zu Schluchten und auch die einzusammelnden Muscheln hängen immer höher. Diese Muscheln wiederum lassen sich im Urzeit-Shop für Upgrades und Erweiterungen seines Equipments einsetzen. Das wird auch nötig sein: Mit der Zeit kommen immer mehr variierende Gegner aus ihren Löchern hervor, was für Unterhaltung und Abwechslung sorgt. Auch verschiedene Boss-Fights steuern ihren Beitrag dazu bei, wie auch Auto-Runner-Sequenzen, also Abschnitte in denen man ohne zu stoppen einer bestimmten Strecken folgen und der Spieler dabei Hindernissen ausweichen muss ohne draufzugehen, sorgen für Herausforderung und Action gleichermaßen. Vier Welten und insgesamt 36 Level erwarten den Steinzeit-Anwärter, dazu kommen 30 unterschiedliche Gegnerarten und ein Spiel, welches natürlich zunehmend an Komplexität und Herausforderungen gewinnt, ohne dabei unfair zu werden.

Schöner Plattformer

Optisch ist “Jet Kave Adventure” ein echter Hingucker. Im Stile eines 2,5D-Abenteuers sind wohl die Hauptfigur als auch die Gegner sehr liebevoll animiert. Mit sehenswerten Zwischensequenzen wird auch die Handlung weitererzählt, wobei der Humor natürlich nicht zu kurz kommt. Die Gegenstände und auch die Hintergründe sind sehr detailverliebt in Szene gesetzt worden, einziges kleines Manko wären aus unserer Sicht die Ränder des Hauptdarstellers in den Zwischensequenzen, die vielleicht eine Spur besser in die Hintergründe hätten integriert werden können, aber das ist nun wirklich schon Meckern auf höchstem Niveau.

Soundtechnisch gibt es wiederum rein gar nichts zu meckern: Sowohl die Hintergrundmusik, als auch die Soundeffekte passen wie die Ur-Faust aufs Ur-Auge und lassen keine Wünsche offen.

Review: Kontor Top of the Clubs Vol.88

0 1 Tag ago

Es ist die 88. Ausgabe von “Kontor Top of the Clubs” und doch, gibt es immer wieder Überraschungen. Wusstest du es? Kontor war ursprünglich der Name einer Diskothek in Hamburg. Einige Monate nach der Eröffnung des Clubs gründete Jens Thele 1996 das Label, um lokalen DJs eine Plattform als Produzenten zu bieten. So fing der Legende nach alles an und aus anfänglich kleinen Verkaufszahlen wurde eine der erfolgreichsten Dance-Compilations, die sich nicht ganz zu unrecht als “Mutter der Kontor-Compilations” bezeichnen darf, denn die erste Ausgabe erschien bereits 1998. Nun steuert man stramm auf eine Jubiläumsausgabe hin, aber wir widmen uns heuet erstmal:

Kontor Top of the Clubs Vol.88

Und auch mit der 88. Ausgabe hält die Serie, was sie verspricht: Angesagte Club-Hits in speziellen Mixes, diesmal von Jerome, Markus Gardeweg & Mike Candys. Das Ganze kommt als 4-CD-Compilation daher – jeder der drei genannten DJs darf also einmal ran und auf dem vierten Silberling finden sich außerdem 23 ausgewählte Einzeltracks von CD 1-3, ungemixt und in voller Spiellänge.

Die Zusammenstellung der Tracks ist wie immer sehr gelungen und es fällt schwer da nicht mitzuwippen. Qualitativ gibt es also weder an der musikalischen Auswahl, noch an der Aufmachung viel auszusetzen. Die CD-Box ist hochwertig verarbeitet und insbesondere Sammler dürften an der immer wieder variierenden Farbgebung der Boxen ihre Freude haben, sofern man eben alle Exemplare sein Eigen nennt.

Tracklist

Disk: 1
1. Jerome : Sick Of You
2. Mark Forster x VIZE : Bist du Okay
3. Topic & A7S feat. Lil Baby : Why Do You Lie To Me (twocolors Remix)
4. Neptunica x LANNÉ x Micano : Scream
5. Clean Bandit & Mabel feat. 24kGoldn : Tick Tock (Topic Remix)
6. LA Vision & Gigi D’Agostino : Hollywood
7. Imanbek & Martin Jensen : I’m Just Feelin’ (Du Du Du) (MOTi Remix)
8. Jonasu & Felix Samuel : Habits (Stay High)
9. Deepend & YouNotUs feat. FAULHABER : My Heart (NaNaNa)
10. Tiësto : The Business
11. Gaullin & Cristian Marchi feat. Pillo : The One
12. Mike Williams & Justin Mylo feat. Sara Sangfelt : Face Up To The Sun
13. Harris & Ford x Jerome : Higher Space
14. LUM!X, KSHMR & Gabry Ponte feat. Karra : Scare Me
15. Yton & KYANU : Happy
16. Gabry Ponte, Marnik & Roberto Molinaro : Ameno
17. Brennan Heart x Harris & Ford : Addicted To The Bass
18. W&W x AXMO feat. SONJA : Rave Love
19. Scooter & Timmy Trumpet : Paul Is Dead
20. Tony Igy : Astronomia (Never Go Home)
21. Helion, Krimsonn & IZKO feat. Sara Sangfelt : How Many Days
22. Beachbag : We Are Young
23. Te Pai feat. Margad : Careless Whisper (Steve Forest Mix)

Disk: 2
1. Loud Luxury & Frank Walker feat. Stephen Puth : Like Gold
2. Tom Gregory : What Love Is (EDX’s Acapulco At Night Remix)
3. Sam Smith : Diamonds (Joel Corry Remix)
4. Nora En Pure feat. Tim Morrison : Come Away
5. Paul Woolford, Diplo & Kareen Lomax : Looking For Me
6. Ytram, Elderbrook & Martin Garrix : Fire
7. Yolanda Be Cool vs. DCUP : We No Speak Americano (Sllash & Doppe Edit)
8. Sono x Rafael Cerato : On My Mind
9. ARTBAT & Sailor & I : Best Of Me
10. DJ Antoine & DEADLINE : Shout
11. Markus Gardeweg : Seven
12. Sunnery James & Ryan Marciano feat. Hannah Ellis : What If
13. Nora En Pure : Enchantment
14. Sans Souci : Nanika
15. The Cube Guys : Love Will Save The Day
16. Simon Fava & Yvvan Back feat. Totó La Momposina : La Candela Viva
17. Jaxx Inc. : Lady Luck
18. Norman Doray & Darren Crook : Sweet Freedom
19. Newclaess feat. Jon Paul : Open Roads
20. SvenDeeKay : Confused
21. The Cube Guys : Passion (Cubed Remix 2020)
22. Tinlicker x Robert Miles : Children
23. Tensnake : Simpansi

Disk: 3
1. Harris & Ford & Mike Candys : My Way
2. Armin van Buuren feat. Jake Reese : Need You Now (Neptunica Remix)
3. Timmy Trumpet & Vini Vici : Thunder
4. Mike Candys, Neptunica & Marmy : Overdose
5. LUNAX & HUTS feat. Mary Jensen : Safe & Sound
6. W&W : Gold
7. Sam Collins & Hypelezz feat. Clarees : The Magic Key (KYANU Remix)
8. Platinum Doug : Harder Without You
9. Mike Candys & le Shuuk : Raptor
10. Sandro Silva x Willy William : Bollywood
11. Afrojack & DLMT feat. Brandyn Burnette : Wish You Were Here
12. twoloud & Lion feat. Aylin : You Got It Boy
13. Oliver Heldens feat Kiko Bun : Break This Habit (Zonderling Remix)
14. Special Vibe : Ready Or Not (KYANU Remix)
15. Now O Later : Calligraphy (Mike Candys Edit)
16. Deeperlove : Renegade Master (Back Once Again)
17. LOMONDO : Hevenu Shalom
18. Tomcraft, MOGUAI & ILIRA : Happiness
19. TMW : Chasing Hearts
20. Dante Klein & Jordiz feat. Megan Brands : Life
21. Sons Of Maria & Calippo : Anywhere
22. Cat Dealers & Guz Zanotto feat. Moore : Save Me Now
23. Twenty Feet Down : Next One

Disk: 4
1. Harris & Ford x Jerome : Higher Space
2. Scooter & Timmy Trumpet : Paul Is Dead
3. Armin van Buuren feat. Jake Reese : Need You Now (Neptunica Remix)
4. Jerome : Sick Of You
5. Neptunica x LANNÉ x Micano : Scream
6. Loud Luxury & Frank Walker feat. Stephen Puth : Like Gold
7. Tom Gregory : What Love Is (EDX’s Acapulco At Night Remix)
8. Nora En Pure feat. Tim Morrison : Come Away
9. Yton & KYANU : Happy
10. DJ Antoine & DEADLINE : Shout
11. Norman Doray & Darren Crook : Sweet Freedom
12. Jaxx Inc. : Lady Luck
13. SvenDeeKay : Confused
14. Te Pai feat. Margad : Careless Whisper (Steve Forest Mix)
15. The Cube Guys : Love Will Save The Day
16. Markus Gardeweg : Seven
17. Sans Souci : Nanika
18. Tinlicker x Robert Miles : Children
19. Beachbag : We Are Young
20. Sam Collins & Hypelezz feat. Clarees : The Magic Key (KYANU Remix)
21. Mike Candys, Neptunica & Marmy : Overdose
22. W&W x AXMO feat. SONJA : Rave Love
23. Brennan Heart x Harris & Ford : Addicted To The Bass

Neues Wardruna Album ‘Kvitravn’ erhältlich

0 1 Tag ago

Kvitravn markiert eine spürbare Weiterentwicklung des einzigartigen Wardruna-Sounds. Die vielschichtige Musik der Band entsteht unter Verwendung einer großen Auswahl traditioneller und historischer Instrumente, darunter Kravik-lyre, Trossingen-lyre, Taglharpa, Sootharp, Langeleik, Crwth, Goat-Horn, Lur, Bronze-lur, Flöte und Moraharpa. Als musikalische Gäste wirkten an der Entstehung des Albums u.a. eine kleine Schar prominenter traditioneller Sänger mit, angeführt von Kirsten Bråten Berg, einer der wichtigsten Hüterinnen norwegischen Liedguts. In den elf Songs auf „Kvitravn“ widmet sich die Band den Themen Nordische Zauberei, Geistertiere, Schatten, Natur und Animismus (= Glaube, dass die Dinge der Natur beseelt oder Wohnsitz von Geistern sind), die Weisheit und Bedeutung bestimmter Mythen, verschiedene nordische spirituelle Konzepte und die Beziehung zwischen Sage und Liedern.

Einar Selvik
“Wir sind sehr glücklich, dass wir dieses längst überfällige Album endlich mit euch allen teilen können. In den vergangenen Wochen und Monaten eure positivien Reaktion auf die bereits veröffentlichten Songs zu sehen, war absolut überwältigend für uns und wir hoffen sehr, dass euch der Rest genauso gut gefällt! Für mich persönlich repräsentiert dieses Album eine natürliche Kontinuität sowie Weiterentwicklung unserer Kunst. Durch Erfahrung, Reflektion und Neugier können wir als Menschen wachsen, Wissenschaftler genau wie Musiker, und durch diese konstante Arbeit können wir tiefer in unser Werk eindringen. Deutlicher als zuvor, richtet sich dieses Album an die Menschen unserer Zeit. Und obwohl die Songs Worte und Ideen enthalten, die aus einer fernen Vergangenheit stammen, sind diese trotzdem für die Gegenwart relevant. Diese Ideen wurden aus dem Boden geboren, auf dem wir immer noch schreiten und dadurch haben sie auch immer noch eine Wirkung auf uns. Lasst uns genau hinhören und die Idee säen oder wiedergewinnen, dass die Natur etwas Heiliges ist.”

Ihre Authentizität, die epischen audiovisuellen Landschaften und die symbolischen Tiere, die durch die Musik und die Texte zum Leben erweckt werden, kann man in einigen großartigen Videos bestaunen, manche von ihnen haben bereits mehrere Millionen Views. Den Anfang machte das wunderschöne, minimalistische und wahrscheinlich politischste Stück “Grá” – eine Ode an den Wolf, die daran erinnert, dass Mensch und Tier schon immer auf einvernehmliche, jedoch wachsame Weise Seite an Seite existierten. Das Video für den Titeltrack “Kvitravn” erzählt die Geschichte einer heiligen, schwer zu greifenden Kreatur, die Namensvetter des Albums ist.

Einar Selvik erzählte in einer Aufführung einer skaldischen Version des Albumtracks “Andvevarljod – Song of the Spirit-weavers”, die anlässlich der Sonnenwende stattfand, dass dieser Song der Anfangspunkt des Albums war. Das Lied handelt von den Nornen, göttlichen Wesen, die über das Schicksal verfügen und die Idee, dass der menschliche Geist bereits vor der Geburt mit dem Wind verbunden ist.

Erst vor Kurzem ist das Lyric Video zu “Skugge”, eine schaurige akustische Reise, die den Dialog zwischen Mensch und Schatten und an die subtile Größe des Fan-Favoriten ‘Helvegen’ (vom 2013er Album Runaljod-Yggdrasil) erinnert.

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