Templeton Pek – Scratches & Scars

2635 0 3 26. Januar 2011
Gefällt mir!

Titel:Scratches and Scars
EAN:4250137221052
Label:Long Beach Records (Broken Silence)
Release:2011-02-18

Irgendwie erinnert das Cover zum zweiten Studioalbum der Band “Templeton Pek” ein wenig an Kunst. Ihr wisst schon, diese Malereien, die beim Zahnarzt eures Vertrauens gerne an der Wand hängen, während man selbst im Wartezimmer mit seinem Schicksal und dem Karies hadert. “Scratches & Scars” nennt sich das gute Stück der drei Jungs aus Birmingham, England und es ist durchaus ein “brachiales kleines Kunstwerk” geworden. Da wird gerockt und gedroschen und geschreddert was das Zeug hält.

Templeton Pek – Scratches & Scars

Schon der Opener “Calculate This Risk” zeigt ganz klar, wohin die Reise geht: Geradliniger, melodiöser Punk-Rock mit eingängigem Gesang. Ein ganz klares Markenzeichen der Band sind die treibenden, rasanten Beats. Man fühlt sich wie vorne an eine Dampflok festgebunden, das geht von der ersten Minute an so richtig ab. Zusammen mit der abgestimmten Rhythmussektion können auch die teilweise parallel agierenden Sänger Neal und Kev ein Ausrufezeichen setzen, denn eines muss man der Scheibe lassen: Sie klingt ungemein kompakt. Auch recording-technisch ein wirklich gelungenes Werk, solide produziert!

Dabei wirkt das Album nicht so blass, wie viele andere Produktionen unserer Zeit. Zwar sind die Songs sehr geradlinig, aber eben dank der melodiösen und nicht selten melancholischen Gesangslinien bieten sie zumindest “ausreichend Abwechslung”. Das ganze Album klingt zwar kompakt, es rockt und es nimmt einen auch echt von der ersten Minute mit, aber viele der Songs klingen eben auch unheimlich ähnlich. Zwar bemühen sich Kev Green (Gitarren, Vocals), Neal Mitchell (Vocals, Bass) und Simon Bradford (Schlagzeug) mit einigen Tempowechseln etwas mehr Würze in den Topf zu geben, das aber gelingt letztlich nicht so ganz.

Und noch eine Sache verhindert den Vorstoß des Album in Gold-Award-Regionen: Es fehlt der Über-Ober-Knaller. Ein Chorus bei dem jeder mitsingen, mitgröhlen muss, vielleicht der Hit, der den Jungs den großen internationalen Durchbruch bringen könnte. Eine Hymne geeignet als Werbesong für Jeans oder Handys oder zumindest ein Track, der einfach jeden bei den Eiern packt. Der fehlt auf “Scratches & Scars” einfach noch.

Tracklist

1. Calculate This Risk
2. Headgames
3. Barriers
4. Low
5. Break The Habit
6. Rotton In Denmark
7. Fiction Burn
8. Dark Matter
9. Crosswires
10. Red Lights Flash
11. Made To Waste
12. Slowburn

Fazit

Geradewegs auf die Zwölf! Templeton Pek können mit ihrem zweiten Studioalbum ordentlich nachlegen und holen den Putz von der Wand.

Gesamtwertung

80%

» Wie wir bewerten - Hinweise und Erläuterungen zu unserem Wertungssystem

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.